Die EMP Plattenkiste zum 03. April 2015

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Die EMP Plattenkiste zum 03. April 2015

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Die EMP Plattenkiste für den Karfreitag! Nun, was soll man sagen außer „bin ich froh, wenn der Wahnsinn wieder ein Ende hat“?! Da wird man seit Wochen mit den Schokohasen bombardiert, jeder meint, dass nun auch zu diesem Feste Geschenke überreicht werden müssen und ich will doch lieber das angesparte Geld für sinnvolle Dinge ausgeben. Beispielsweise für Platten und Konzerte. Beim Erstgenannten können wir euch auch diese Woche wieder helfen und wollen direkt mit der EMP Plattenkiste für den 03. April 2015!

AgnosticFront

Alt aber herzlich? Hahaha, lange im Geschäft und nach wie vor hart! So wird n Schuh draus!

Geradezu eine Institution im Sektor „Hardcore“ sind Agnostic Front, welche sich nun mit „The American Dream Died“ erneut auf der Bildfläche zeigen. Nun hat Hardcore oft das Problem, dass eine Weiterentwicklung vielen Hörern fehlt. Was der ein oder andere nach wie vor als glaubwürdig ansieht, ist anderen eine Stagnation und ein Festtreten in musikalischer Hinsicht. Die Herren um Roger Miret zeigen aber seit jeher, dass Hardcore auch eine fette Portion Punk und Metal vertragen kann und dennoch aus keinem Raster fällt. Dieses Album ist erneut ein Beweis. In 30 Minuten werden alle Hebel umgelegt, die man umlegen kann. Erschreckend eingängig zeigt man sich hier mit Songs wie „Never Walk Alone“, welches direkt ein Dancefloor´-Klassiker werden könnte. Auch die anderen Songs überzeugen auf ganzer Linie und beweisen klar, dass Agnostic Front auf den Punkt kommen. Sowohl lyrisch, als auch musikalisch. Hier bleibt wirklich kein Wunsch offen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man mit Hardcore generell etwas anfangen kann.

Minsk

Die Exoten von Minsk sind nun nach 6 Jahren wieder da. Musikalisch hat sich zum Glück nichts verändert.

Minsk galten schon vor 6 Jahren als Underdogs. Die Band konnte sich bis dato noch keine große Fanbase erspielen, obwohl das Handwerkszeug mehr als amtlich ist. Nun also nach 6 Jahren wieder ein neues Album mit dem verheißungsvollen Namen „The Crash And The Draw“. Die Band aus Illinois spielt wieder in der Liga Post-Metal und sollte besonders die Fans von Neurosis und Pelican erfreuen, denn ähnlich anmutend hat man Ebbe und Flut in die Songs gesteckt. Ausufernder Krachwände, dezente Spielereien und sehr viel Herzblut. Auf diesem Album ist aber auch eine gewisse Präsenz von Timothy Mead’s Keybord zu verzeichnen, was den Klangraum aufbohrt und ihm eine gewisse Tiefe verleiht. Der Opener „To The Initiate“ macht dies direkt klar. Aber auch „Onward Procession“, ein Monster einer Extreme-Metal-Attacke“ weiß zu überzeugen. Der Hörer wird zum Gejagten und gnadenlos ballern Minsk einem die Kugeln um die Rübe. Tribal-beeinflusst wirkt „To You There Is No End“, was der Band erneut eine Musikoffenheit attestiert. Ein schönes Album und wer Hochs und Tiefs abkann, der wird hier mächtig Spaß haben.

Katatonia

Katatonia zeigen hier, dass sie auch eine wahnsinnig geile Liveband sein können.

Bei Katatonia steht und fällt irgendwie immer alles mit der Leistung von Sänger Jonas Renkse. Was habe ich schon geile Auftritte der Band gesehen, leider eben aber auch Konzerte, bei denen nach dem ersten Song klar war, dass dieser Abend unter keinem guten Stern steht. Und nun haut diese Band ein Livealbum raus? Klar, denn hier sprechen wir von einem Hammer-Konzert! „Sanctitude“ ist beeindruckend und anmutig zugleich. „In The White“, der Opener, beweist dies bereits mit den ersten Takten, was die nächsten 80 Minuten auf uns wartet: Ganz ganz großes Tennis! In der Londoner Union Chapel aufgenommen und als Abschlusskonzert ausgelegt, ziehen Katatonia hier einen gesunden Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen. Sei es „Dead End Kings“ oder „The Great Cold Distance“, aber auch Oder „Viva Emptiness“, es ist fast zweitrangig von welchem Album einer der insgesamt 17 Songs stammt. Die DVD rundet das Teil super ab, wenn man auch sagen muss, dass Katatonia sicher nicht einer der Bands sind, die ein visuelles Feuerwerk starten. Passend zum depressiven Grundtenor der Band, schmiegt sich das Bühnenbild perfekt an den Ton an. On top gibt es noch eine rund einstündige Interviewsektion in der die letzten Fragen beantwortet werden. Top!

JaredJamesNichols

Der junge Hüpfer Jared James Nichols spielt, als ob er schon 20 Jahre nichts anderes machen würde.

Mit 22 Jahren ein solches Album abzuliefern, grenzt geradezu an ein Wunder. Jared James Nichols lässt mit „Old Glory & The Wild Revival“ den Blues aufleben, wenn auch ein paar Jahre nach dessen Höhepunkt. Ja, man fühlt sich in die alten Tage zurück katapultiert, in der Blues seinen Durchbruch feierte. Damals war der junge Nichols aber noch damit beschäftigt mit der Rassel um den Baum zu laufen. Macht nichts, denn nun hat er die Chance sich zu präsentieren, was ihm meisterlich gelingt. Sei es die Southern-Nummer „Can You Feel It?“, die Nummer „Let You Go“ oder das Hymnen-artige „All Your Pain“, Nichols überzeugt und lässt auch mal ne harte Nummer wie „Blackfoot“ aus dem Sack. Nicht falsch verstehen, dieses Album ist sicherlich keine Huldigung der harten Töne. Vielmehr sprechen wir von einem Album, welches irgendwie eine musikalische Reise zwischen Louisiana und Texas darstellt. „Old Glory & The Wild Revival“ bietet mit seinen 10 Songs ein tolles Reiseerlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

TeenageBottlerocket

Ja ist das nun Punk oder doch Pop? Poppunk servieren Teenage Bottlerocket. Schickes Ding.

Was tun, wenn man dem Punk nicht abgeneigt ist, die Dame zu Hause aber poppige Töne vernehmen will. Klar, Poppunk auflegen. Was den knallharten und steinewerfenden Punkern ein Dorn im Auge ist, muss noch lange nicht so sein. Teenage Bottlerocket sind ein herrliches Beispiel dafür, wie man beide Welten authentisch vereinen kann. „Tales From Wyoming“ lautet der Titel des neuen Albums, welches mit 14 Songs auffährt, die sich zwischen Kaugummi-süßen Melodien und Schredd-Gitarren bewegt. „In My Head“ macht zumindest dies direkt als Opener klar. OK, der Totenkopf als Cover ist nun wirklich nicht originell und sorgt auch Verwunderung, wenn man dann die Musik dazu hört. Aber hey, das Cover sieht keiner, wenn die Songs aus der heimischen Anlage schallen. „First Time“ sorgt sogar mit Akustik-Gitarre für ruhigere Momente, die Frauchen besänftigen sollten, falls „Haunted Houses“ durch den Gatten zu laut mitgegrölt wurde. So ist für jedes Paar was dabei und falls nicht, dann habt ihr sicher ganz andere Probleme!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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