EMP Plattenkiste - EMP Plattenkiste zum 04. April 2014

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EMP Plattenkiste zum 04. April 2014

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EMP Plattenkiste

Die EMP Plattenkiste für den ersten Freitag im Monat April ist da. Zack, peng und weg ist der Winter, die Zeit umgestellt und mit großen Schritten geht es Richtung Sommer. Festivals, Grill und Bier ist wieder die Devise und sind wir doch mal ehrlich: Wir haben es alle vermisst. Dennoch sollte man sich auch diese Woche die EMP Plattenkiste zu Gemüte führen, da wir uns gewissenhaft durch die Veröffentlichungen der Woche gewühlt haben, um ein paar Highlights für euch zusammen zu suchen. So lange ihr nun die Platten anschaut, schmeißen wir ne Runde Bier! In diesem Sinne „Prost“ und viel Spaß bei der EMP Plattenkiste zum 4. April 2014.

TheUsed

The Used klingen nach wie vor nach einer fetten Band.

Man könnte denken, dass die sonnigen Zeiten von The Used lange hinter der Band liegen. Zu kometenhaft war der Aufstieg damals und ja, auch das Techtelmechtel mit der Tochter von Ozzy Osbourne von Sänger Bert McCracken sollte der Band aus Utah einen Schub verpassen. Doch die Zeiten sind lange vorbei und nun muss man schauen, was man heute noch bewegen kann mit einem sechsten Album. „Imaginary Enemy“ so der Titel des Silberlings, welches kurzerhand auf dem eigenen Label erscheinen wird. Doch was hat man zu bieten? Mit „Revolution“ startet man und bewegt sich nun sicher nicht auf revolutionären Pfaden, was der Band aber auch so nicht unbedingt stehen würde. Wieso ändern, was in der Vergangenheit geklappt hat? Die quäkige Stimme von Bert, die treibenden Riffs und die stimmigen Arrangements sind doch gerade das Qualitätsmerkmal. Mit „Cry“ wird man aber mutiger und zeigt sich von der experimentierfreudigen Seite. Geht doch! Und selbst ruhigere Töne wie bei „El-Oh-Vee-Ee“ stehen The Used, da die Singalong-Parts das Ding schon wieder schmissig machen. Der Feind muss wo anders gesucht werden, denn The Used bieten keinerlei Angriffsfläche!

BlackLabelSociety

Neulich wurde Zakk Wylde seine Gitarre geklaut. Hier ist sie noch zu hören.

Zakk Wylde ist wieder mit Black Label Society am Start. Nach dem ganzen Intermezzo konzentriert sich der Rauschebart  mit den schnellen Fingern wieder auf seine Band und dem Werk „Catacombs Of The Black Vatican“. Sludge, Groove, Metal oder Rock! Nennt es wie ihr es wollt, wir nennen es „FETT“, denn was anderes fällt einem kaum zu diesem 9. Album ein. Man musste etwas Angst haben, dass der umtriebige Mann vielleicht vergessen hat, wie seine Musik zu klingen hat, aber „Fields Of Unforgiveness“ zeigt direkt zu Beginn, dass er den Dreh noch raus hat. Auch, wenn der langjährige Freund und Gitarrist Nick Catanese hier nicht mehr mit von der Partie ist. „Angel Of Mercy“ zeigt, dass auch ruhigere Songs Black Label Society zu Gesicht stehen und letztendlich Wylde machen kann was er will: Schlecht macht er es nie!

Chiodos

Craig Owens ist wieder an Bord, was dem Album den Wahnsinn verpasst.

Craig Owens hat den Weg zu Chiodos wieder gefunden und das merkt man dem Album „Devil“ deutlich an. Da ist sie wieder die grenzenlose Zerstörung auf der einen Seite („Ole Fishlips Is Dead Now“), die stimmigen Songs, welche Parallelen zu My Chemical Romance hervorrufen („We’re Talking About Practice“) oder die Mid-Tempo-Nummern wie „Duct Tape“. So genau konnte man Chiodos nie einordnen, da der Metal der Sache innewohnt, aber das Ganze doch irgendwie von Klassik getrieben wird. Wummi und absolut irrelevant darüber zu sprechen. Chiodos sind auch mit „Devil“ wieder ihrer Sache voraus und dürften vor allem Freunden von Periphery und Konsorten zusagen. Ansonsten: Wer auf Wahnsinn in wohldosierten Portionen steht, darf hier auch gerne zuschlagen.

Chevelle

Ein neues Album, welches regulär hier veröffentlicht wird. Endlich haben Chevelle es geschafft.

Endlich schafft es ein neues Album von Chevelle mal wieder über den bekannten großen Teich. So waren die letzten Alben des Trios primär als Import zu erhalten oder man musste sich in Geduld üben, bis ein Vertrieb die Machtwerke veröffentlichte. „La Gargola“ wird regulär nun hierzulande erscheinen und somit Fanherzen höher schlagen lassen. Aber was ist mit dem Produkt selbst? Wer Chevelle mochte, wird „La Gargola“ lieben. Chevelle schaffen den Bogen zu den ersten Werken, die mit einer drückenden Härte aufgefahren sind. So vollbringen es die 10 Songs zu fesseln und immer wieder die große Frage aufkommen zu lassen, wie ein Trio solch einen Druck aufbauen kann. Sei es „An Island“ oder „Take Out The Gunman“ oder „Hunter Eats Hunter“, die Wahl ist egal, denn Chevelle sind eine der wenigen Bands, die auf konstant hohem Level agieren. Zum perfekten Glück fehlt nun noch eine fette Tour durch Deutschland, die im Herbst folgen soll.

Brainstorm

Brainstorm liefern feinsten Power Metal ab. Wie immer eigentlich!

Die Schwaben haben den Metal im Blut wie kaum ein anderes Völkchen. Nicht nur namhafte Labels, auch namhafte Bands kommen aus dem sonnigen Bundesland. So auch Brainstorm, die mit „Firesoul“ allein wegen dem Titel ziemlich große Hoffnungen wecken. Schon der Blick auf das Cover lässt erahnen wohin die Reise geht: Zurück zu alten Tagen in denen „Metus Mortis“ und „Soul Temptation“ die Power Metal-Welt auf den Kopf stellte. Hymnenartig startet man mit „Erased By The Dark“ in das Album, welches durchgängig etwas Positives versprüht, ohne dabei aufgesetzt, kitschig oder peinlich zu wirken. Leider nicht immer der Fall, wenn man sich Genre-Kollegen und ihre musikalischen Ergüsse anhört. Durch Andy B. Franck hat das Album natürlich wieder einen typischen Brainstorm-Stempel, setzt sich aber dennoch von den bisherigen Veröffentlichungen ab und gewinnt dadurch ungemein an Daseinsberechtigung. So muss es sein!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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