Die EMP Plattenkiste zum 28.02.2020

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Die EMP Plattenkiste zum 28.02.2020

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Plattenkiste

Die letzte EMP Plattenkiste im Monat Februar. Und schon ist der zweite Monat des Jahres vorbei. Für so manchen Jecken wohl der wichtigste Monat des Jahres. In anderen Regionen wird ein „Helau“ mit einem „Fresse“ quittiert. Aber wir gönnen es den Karnevals-Anhängern ja. Aber lasst uns nun mal auf die Alben der Woche schauen. Die EMP Plattenkiste für den 28. Februar 2020!

Intronaut – Fluid Existential Inversions

Intronaut - Cover

5 Jahre hat es gedauert. Doch Intronaut haben ein neues Album. Zum Glück.

5 Jahre hat es gedauert, nun ist es aber da. Das neue Album von Intronaut, die nun „Fluid Existential Inversions“ vorlegen. Es war eine lange Zeit und Kopf der Truppe Sascha Dunable stand in der Zwischenzeit vor dem musikalischen Burn-Out. Zu diesem kam es glücklicherweise nicht, wenn auch die Besetzung sich etwas änderte. Musikalisch ist das Werk wieder voll mit Substanz und dies nicht zu knapp. Intronaut schaffen es erneut, dass es technisch anspruchsvoll ist und dabei nicht in Stress ausartet. Man kann das Album sicherlich nebenbei anhören, sollte sich aber die Zeit nehmen um dies zu begreifen, was Intronaut ausdrücken wollen. Vertracktes Songwriting, starkes Riffing und eine wahnsinnig fette Produktion. Die Atmosphäre ist beeindruckend und gleichzeitig drückend. Wer auf vertracktes Zeug steht, sicher aber nicht erschlagen lassen will, der sollte sich dieses Album reinziehen. Lohnt sich und alle 9 Songs haben es in sich!

 

OHL – Das Salz in Deiner Wunde

OHL - Cover

Seit rund 40 Jahren sind OHL im Business. Immer den Finger in der Wunde und mit klarer Haltung.

Seit 40 Jahren sind OHL nun schon umtriebig. Wir sprechen damit von einer der dienstältesten Punkbands aus Deutschland. Oder vielleicht sogar von der dienstältesten. Ihre Mischung aus Ska, Hardcore und Punk mit stets ungemütlichen Texten ist legendär und mit Sänger Deutscher W. hat man einen streitbaren Sänger am Start. Doch in der heutigen Zeit kann man political correctness über Bord werfen, wenn es darum geht, eine klare Haltung zu zeigen. Mit „Das Salz in Deiner Wunde“ macht hier sicher keine Ausnahme. Hier gibt es 8 Songs, die weit von zahnlos oder angepasst sind. Songs wie „Allein unter Wölfen“ spiegeln den aggressiven Sound herrlich wieder. Wer die Band bisher scheiße fand, wird sie auch jetzt scheiße finden. Wer aber das derzeitige Tagesgeschehen und den rechten Sumpf ekelhaft findet, der wird OHL mit ihrem neuen Album abfeiern. Klarer kann man sich nicht positionieren. Dafür ein Danke!

 

The Word Alive – Monomania

The World Alive - Cover

Man ist wieder etwas härter. Ein Umstand, der insbesondere alte Fans von The Word Alive erfreuen wird.

„Deceiver“ und „Life Cycles“ waren wegweisend für The Word Alive. Zwei Alben, die es in sich hatten und die Band nach Vorne brachten. Von „REAL.“ bis hin zu „Violent Noise“ musste man Abstriche hinnehmen, die aber nun als überwunden angesehen werden können. Zumindest gewinnt man diesen Eindruck nach dem ersten Durchlauf von „Monomania“. Die Balance zwischen Core mit seinen Ecken und Kanten, sowie elektronischen Elementen, die sich von einer neuen und spannenden Seite zeigen, geht auf. Man darf wieder amtliche Screams und solide Breakdowns verzeichnen, was einer Besinnung auf die alten Trademarks gleichkommt. Während man sich mit den letzten Alben auch Balladen geleistet hat, verzichtet man nun quasi vollkommen darauf. Es gibt ruhigere Passagen, diese gewinnen aber nie die Oberhand auf dem Album. Durch die wiedergefundene Härte und dem Mut Screams wieder präsenter zu machen, schaffen The Word Alive ein spannendes Album abzuliefern. Ganz starkes „Comeback“!

 

Neaera – Neaera

Neaera - Cover

Haben sich verabschiedet um wieder mit einem bockstarken Album aufzuschlagen: Neaera!

2015 sollte der Vorhang fallen. Neaera haben das Ende der Band verkündet und das Equipment ein letztes Mal zusammen gepackt. Eine Farce im Nachhinein, denn die Sorge der Band in der Belanglosigkeit zu verschwinden, war völlig unberechtigt. Man absolvierte dann später exklusive Shows und yes, nun erscheint ein neues Album. „Neaera“ betitelt, sagt schon der Name, dass es um die Essenz dieser Band geht. Biss, Attacken, Hooks und Remmidemmi. Die Band hat Bock und dies hört man zu jedem Zeitpunkt. Ein explosives Album ist es geworden, welches einem Befreiungsschlag gleichkommt. Mit jeder Menge Metal-Anleihen ausgestattet, schlägt man einen Bogen zum Album „Armamentarium“, welches heute noch bei vielen Fans als das beste deklariert wird. Aber liebe Leute, hört euch „Neaera“ an, saugt auf, wie diese Band 2020 brennt und ihr werdet eure Meinung überdenken. Ein wahnsinnig starkes Comeback und man kann sich nur auf anstehende Konzerte freuen.

 

Audrey Horne – Waiting For The Night

Audrey Horne - Cover

Audrey Horne sind eine super Band, die leider nie den Erfolg hatte, den sie verdienen. Ändert das mal bitte!

Audrey Horne sind ein Phänomen. Die Band existiert seit nunmehr 18 Jahren und hat mit 6 Studioalben auch einiges vorzuweisen. Und dennoch blieb den Norwegern der große Durchbruch immer verwehrt. Wieso dies der Fall ist, kann man wohl nicht genau sagen. Denn, Audrey Horne machen derart ehrlichen Heavy Metal, dass es keinerlei Kritikpunkte gibt. Nun hauen die Jungs ein Livealbum raus, welches auf den Namen „Waiting For The Night“ hört. Eine Zusammenstellung von 16 Granaten, die im Jahre 2018 aufgezeichnet wurden. Songs, die sowohl das Debüt „No Hay Banda“, aber auch das letzte Album „Blackout“, berücksichtigen. Vom Opener „This Is War“ über „Sail Away“ bis hin zu „Redemption Blues“ feuert diese Band einen Hit nach dem nächsten ab. Stimmlich ist Toschie bestens aufgestellt, die Band tight auf den Punkt und die Stimmung seitens des Publikums famos. Wer Audrey Horne bis dato nicht verstanden hat, wird sie nun verstehen!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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