Die EMP Plattenkiste zum 22.07.2016

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Die EMP Plattenkiste zum 22.07.2016

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EMP Plattenkiste Banner 2015Die EMP Plattenkiste ist da! Freunde der gepflegten Musik, es ist wieder Freitag! Und als ob das anstehende Wochenende nicht schon geil genug wäre, gibt es auch diesen Freitag wieder musikalische Feinheiten, die uns besonders am Herzen liegen. Platten, die sich von anderen Veröffentlichungen abheben. Aber wir möchten immer wieder drauf hinweisen, dass unser Shop noch jede Menge anderen Veröffentlichungen für euch hat, die keineswegs schlechter ausfallen. Schaut rein und wir starten nun mit der EMP Plattenkiste für den 22. Juli 2016!

Whitherscape – The Northern Sanctuary

Witherscape

Witherscape legen ihr zweites Album vor. Wir haben das geile Teil in exklusiven Editionen!

Dan Swanö vorzustellen ist wohl überflüssig. Wer Nightingale, Bloodbath oder eben Edge Of Sanity nicht kennt, der hat so einige Nachhilfestunden im Fach „Metal“ vor sich. Whiterscape, ein weiterer Zögling des umtriebigen Schweden, wurde 2013 ins Leben gerufen und mit „The Inheritance“ in Stein gehämmert. Nun erscheint mit „The Northern Sanctuary“ das zweite Werk, welches wieder in eine ähnliche Kerbe schlägt. Eine Mischung aus alten Opeth, Edge Of Sanity und amtlich viel Prog-Rock-Ausflügen. Ein Gemisch, welches mit wahrlich Death Metal veredelt wurde, wobei dieser geradezu Hit-verdächtig erscheint, da Swanö mit einprägsamen Refrains arbeitet und dies nicht zu knapp. „The Examiner“ ist Doom-lastig, „God Of Ruin“ sphärisch und „Rapture Ballet“ ein Parade-Beispiel für sehr viel Liebe zum Prog. Whiterscape schaffen es Songs zu schaffen, die eigenständig sind und Opeth das Leben enorm schwer machen werden. Denn hier – und das muss man sagen – bekommt man ein Sahnehäubchen serviert, welches das Jahr 2016 enorm versüßt.

Capsize – A Reintroduction: The Essence Of All That Surround

Capsize

Capsize sind schlichtweg geil! Freunde von The Used und Co sollten sich die Band mal reinziehen.

Alleine der Titel „A Reintroduction: The Essence Of All That Surround“ hat ja schon unsere volle Aufmerksamkeit gewinnen können. Doch was Capsize hier zaubern, muss man sich wirklich mal in Ruhe anhören. Man nennt es Post-Hardcore, andere vielleicht Emo, wobei die Wurzeln zur ruppigen Musik nicht von der Hand zu weisen sind. Wer The Used, From First To Last oder Underoath mag, der sollte sich die Truppe mal genauer anhören. Schon das Debüt war quasi vertontes Chaos mit sehr viel Stimmung. Nun legt man nach und bereits die Vorab-Single „XX (Sew My Eyes)“ war ein voller Erfolg. Frontmann Daniel Wand gibt alles und schwankt zwischen Abkotzen und harmonischen Passagen, die besser nicht hätten ausfallen können. Im direkten Vergleich zum Vorgänger muss gesagt werden, dass das zweite Werk massentauglicher ausfällt, was aber der Intension keinen Abbruch tut. Auch auf oft verwendete Kitsch-Attitüden verzichten Capsize bewusst und sorgen so für jede Menge Ehrlichkeit, ohne einem dabei unangenehm auf den Sack zu gehen.

Despised Icon – Beast

Despised Icon

Despised Icon haben zuerst nur Shows gespielt. Jetzt liegt das Comeback-Album vor!

Es war an für sich nur die logische Konsequenz, dass Despised Icon auf ihre Live-Reunion eine neue Platte folgen lassen. Ja, ein Comeback-Album musste her, wenn es mir auch schon beim Gedanken daran sauer aufgestoßen ist. Ich will mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg bleiben und sage, dass ich grundsätzlich Comeback-Kisten scheiße finde. Wieso? Nun, was anscheinend mal abgehakt wurde, kann auch gerne abgehakt bleiben. Aber bei Despised Icon und dem neuen Album „Beast“ muss ich nun meine Grundhaltung überdenken. Was die Kanadier hier zelebrieren, ist vom der ganz geilen Sorte. Man bolzt wahrlich drauf los und zelebriert wieder feinsten Death Metal mit amtlich Blast. Hier und da kommt auch ein bisschen Black Metal zum Tragen, was aber nur am Rande erwähnt sein soll. Hier tifft das Ungezügelte der Anfangstage auf die technischen Fähigkeiten der letzten Alben. Hier wird nicht lange gefackelt und ja, anscheinend hat man genug Aggressionen angestaut, um ein Album zu füllen. Durch die satte Produktion von Andy Sneap werden die letzten Kritiker kurzerhand aus den Schuhen geblasen! Nackenbrecher-Alarm!

Revocation – Great Is Our Sin

Revocation

Wer auf thrashigen Death-Metal steht und dem Prog nicht abgeneigt ist, sollte Revocation hören.

Wir bleiben doch direkt im Bereich Death Metal. Revocation melden sich mit „Great Is Our Sin“ zurück. Wo man mit dem gleichnamigen Album „Revocation“ noch mehr den Schwerpunkt auf Progressivität gelegt hatte, lenkte man mit „Deathless“ den Kuder wieder in den Hafen der Härte. Da sollte das Schiff anlegen und mit „Great Is Our Sin“ beweist man nun, dass eine geballte Ladung an Riffs doch was Tolles ist. Im Sinne von The Crown oder auch The Haunted ballert man mit „Arbiters Of The Apocalypse“ los und kann dennoch eine gewisse Brise Progressivität mit einfließen lassen. „The Exaltation“ geht sogar einen Schritt weiter und kommt instrumental daher. Der Fokus wird also bewusst auf die Musik gelegt. Aber auch die Texte haben es in sich, wie man bei „Crumbling Imperium“ oder „Monolithic Ignorance“ bemerkt. In diesen Tagen aktueller denn je. Klar dem Thrash und dem Death Metal zuzuschreiben, jedoch streckenweise in die Richtung von Nevermore oder Dream Theater fühlend, ist das Album wirklich ein Heidenspaß.

Periphery – Periphery III – Select Difficulty

Periphery

Periphery sind anscheinend derbe kreativ. Ein Jahr nach dem Doppelalbum erscheint wieder ein neues Album der Jungs.

Der Doppelschalg in Form von „Juggernaut: Alpha“ und „Juggernaut: Omega“ aus dem letzten Jahr ist kaum verdaut, da legen Periphery schon nach. Die Weirdo-Köpfe aus den Staaten drehen mit „Periphery III – Select Difficulty“ erneut komplett am Rad. Und dies im positiven Sinne. Spencer Sotelo zeigt mal wieder, dass er mit seiner überschaubaren Körpergröße dennoch einer der ganz großen Sänger ist. Vielseitig wie eh und je und weit über dem, was man allgemein von einem Sänger erwarten kann. Sicherlich wird nun der ein oder andere Leser wissen wollen, was bei einem so schnellen Release-Zyklus von einer Band wie Periphery zu erwarten ist: Es gibt keine gravierenden Änderungen und das Wirrwarr aus Djent und Metal offenbart sich auch hier. Aber Periphery heben ihr Musik mit diesem Album auf ein neues Niveau. Soll heißen, dass die technische Umsetzung noch raffinierter und gewitzter ausfällt als bisher. Zu kritisieren gibt es einfach nichts, was den Fan begeistern wird! Uns ebenfalls!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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