Die EMP Plattenkiste zum 11. Dezember 2015

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Die EMP Plattenkiste zum 11. Dezember 2015

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Die EMP Plattenkiste für den 11. Dezember 2015 ist am Start. Wir schreiten mit große Schritten Weihnachten entgegen, die ersten Besuche auf dem Weihnachtsmarkt zeigen Wirkung und ja, der Glühwein schmeckt besser denn je. Nichtsdestotrotz sind wir pflichtbewusst und schauen auch wenige Tage vor der großen Sause für Jesus nochmals auf die Veröffentlichung der aktuellen Woche. Mit 5 Alben wollen wir euch wie gewohnt ein paar Platten ans Herz legen, die uns diese Woche begeisterten. In diesem Sinne: Reinhören und jetzt die EMP Plattenkiste lesen. 

Unheilig

Unheilig spielen ohne Strom, aber nicht weniger unter Dampf. Der Titel ist also wörtlich zu nehmen.

Unheilig hören bekanntlich auf beziehungsweise der Graf will sich mehr auf seine persönlichen Dinge konzentrieren. Nun, ein Abschied will noch gefeiert werden und kurzerhand konnte man  MTV für sich dafür gewinnen. Unter dem Namen „Unplugged“ ziehen Unheilig den Stecker und gehen mit „Unter Dampf – Ohne Strom“ zur Sache. Man muss wahrlich kein Prophet sein, dass man erahnen kann, was zum Besten gegeben wird. Auf 2 CDs gibt es insgesamt 22 Songs die darüber hinaus auch noch auf einer DVD bzw. Blu-ray festgehalten wurden. Selbstverständlich ist die Liedwahl hierbei ein Streifzug durch die Hits von Unheilig. „Geboren um zu leben“, „Lichter der Stadt“ und wie sie alle nun lauten mögen, sind vertreten. Mit „Einer von Millionen“ gibt es sogar noch einen neuen Song, welcher aus der Ära „Gipfelstürmer“ entspringt und ein typischer Unheilig- Song darstellt. Ein schöner Abschied, der die Songs in einer neuen Facette zeigt.

Steak Number Eight

Steak Number Eight kommen aus Belgien und spielen ziemlich verrückten Rock. Das dritte Album steht nun parat.

Bands faszinieren dann besonders, wenn man sie bis dato nicht auf dem Schirm hatte. Nun könnte man annehmen, dass Steak Number Eight aus Belgien sich Europa schon erspielt hätten, aber an mir zogen sie bis heute spurlos vorbei – Eigenverschulden nicht ausgeschlossen. „Kosmokoma“ ist bereits das dritte Album der Post-Rock-Was-was-sind-wir-denn-genau-Band! Und gerade hier liegt der Reiz der Kapelle. Sie würden wohl am Besten in die Kategorie „Post Rock“ fallen, jedoch spielen sie mit Sludge, Doom und ebenso progressiven Stimmungen. „Gravity Giants“ doomt, „It Might Be The Lights“ ist sogar Metal-lastig und auch „Cheating The Gallows“ könnte man in diese Kategorie einordnen. Dagegen ist „Charades“ ein wahres Sammelsurium an Einflüssen, die eine ganz besondere Sicht auf diese Band freilegt. Man kann viel, will viel und begeistert damit. Der Funke springt über und die 11 Songs zünden trotz der vielen Einflüsse erschreckend schnell und gut. Wer es gerne bunt und gemischt hat, sollte sich Steak Number Eight unbedingt reinziehen.

Pantera

Bock auf Stress und Randale? Ja, wir haben den Soundtrack dafür. Pantera und ihr 5 wichtigsten Alben.

Wer sich vor Weihnachten noch schön die Fresse polieren lassen will, der hat nun die Möglichkeit dazu. Für ganz schmales Geld und quasi hinterher geschmissen, bekommt man nun die Volldröhnung Pantera. Schlicht und einfach mit „Complete Studio Albums 1990-2000“ betitelt, kommen die 5 wegweisenden Alben der Herren um Phil Anselmo daher. Beginnend mit dem 1990er-Album „Cowboys From Hell“ und dem Überalbum „Vulgar Display Of Power“ kann man sich ins Jahr 1994 vorarbeiten. Hier – und jetzt der große Tusch – wurde „Far Beyond Driven“ veröffentlicht, was man damals als Faustschlag gegenüber dem grassierenden Grunge auffassen konnte. Jeder Song ein Fausthieb, den man gerne einsteckt. Selbstverständlich gibt es mit „The Great Southern Trendkill“ und „Reinventing The Steel“ noch die obligatorischen beiden anderen Alben dazu, die nicht minder qualitativ sind. Ich nehme stark an, dass die meisten Damen und Herren bereits die Alben im Schrank stehen haben, aber wer nicht, der hat nun die Chance sich mit der „Nicht-Hair-Metal“-Phase der Band intensiv auseinanderzusetzen. Solche Alben findet man heutzutage selten. Brachial!

IWRESTLEDABEARONCE

Wo Genie und Wahnsinn eng beinander liegen, können IWRESTLEDABEARONCE nicht weit entfernt sein.

IWRESTLEDABEARONCE! Dieser Bandname treibt mich irgendwann in den Wahnsinn. Hätte nicht auch ein andere Name dafür herhalten können um dem musikalischen Wahnsinn ein Zeichen zu setzen? Denn dieser ist bei der Band quasi die Ansage schlechthin. Wer die Kapelle jemals erlebt hat, steht oft entsetzt da und schwankt zwischen „die haben einen kompletten Vollschuss“ und „absolut genial“. „It’s All Happening“ ist das Album aus dem Jahre 2009 welches nun in der Vinyl-Auflage erhältlich sein wird. IWRESTLEDABEARONCE sind eine Band, die alle Synapsen angreifen und wohl wie Speed wirken. Vergleiche zu The Dillinger Escape Plan, Meshuggah aber eben auch Despised Icon sind nicht von der Hand zu weisen, wenn man sich durch die 13 Songs hört. Der Zappelphilipp quasi vertont und ja, Songtitel wie „I’m Cold and There Are Wolves After Me“ oder „The Cat’s Pajamas“ unterstreichen dies noch. Wobei mein persönlicher Favorit ja „Tastes Like Kevin Bacon“ ist. Abgerundet durch ein schickes Artwork in den grellsten Farben muss man erneut feststellen, dass Genie und Wahnsinn ganz nah beinander liegen. Wobei hier die Genialität die Oberhand behält.

Impaled Nazarene

„Manifest“ von Impaled Nazarene gab es längere Zeit nicht mehr zu kaufen. Nun ist das Ding wieder z haben.

Schön, wenn sich Bands verändern und herrlich, wenn dabei auch noch Genre-Grenzen aufgebrochen werden. Die Finnen von Impaled Nazarene waren einst Black Metal, mischten aber dann noch eine Portion Rock, Speed Metal aber auch Punk und traditionelle Soli unter ihre Musik. 2007 kam das Album „Manifest“ raus, was lange Zeit nun nicht mehr erhältlich war. Jetzt, kurz vor Weihnachten 2015, erscheint die Neuauflage, die wir uns natürlich direkt ins Lager bestellt haben. Wer die Hits wie „The Calling“ und das Solo in bester Speed-Manier hören will, wer „Mushroom Truth“ und seine Punk-Anlehnung jetzt endlich zu Hause erleben will oder „Pandemia“ und seinen rüpelhaften Aufbau nicht kennt, der sollte sich nun mit dieser Platte eindecken. Ein starkes Ding dieses „Manifest“.

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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