Architects - Architects – die ersten Höreindrücke vom neuen Album

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Architects – die ersten Höreindrücke vom neuen Album

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Es gibt Bands, da fragt man sich immer wieder, wie sie es zustande bekommen, zwischen intensiven Tourneen und administrativen Dingen, ein neues Album zu schreiben. Wir konnten schon mal ein Ohr auf die neue Architects Scheibe „Lost Forever, Lost Together“ werfen.

„Hummeln im Hintern“ ist wohl genau die richtige Bezeichnung für das, was im Hause Architects abgeht. Da ist man geradezu permanent auf Tour und dennoch schafft man es ein neues Album zu schreiben und einzuspielen. Zwischen der Veröffentlichung von „One Hundred Days“, was eine Dokumentation der Band auf Tour ist und der neuen Labelsuche (Epitaph hat den Zuschlag bekommen), scheinen die Briten nicht ausgelastet genug gewesen zu sein. Uns kann es recht sein. „Lost Forever, Lost Together“ ist im Kasten und wir konnten schon mal ein paar Eindrücke sammeln zum Album, welches im März erscheinen wird.

Architects-Cover

Schlichtes Artwork, wie man es von den Briten gewohnt ist.

„Gravedigger“ startet dezent mit einer unverzerrten Gitarre um dann loszuballern. Typisch Architects trifft es wohl am besten. Breaks hier, Hooks da und ein Sam Carter am Mikrophon, der sich wieder von der besten Seite zeigt. Auffallend ist, dass es melodische Stellen gibt, die weder ins Pathetische verfallen, noch aufgesetzt wirken. Konstant auf höchstem Nackenbrecher-Niveau schiebt man sich durch die 4 Minuten. Dann „Naysayer“! Was für ein Brett! Peitschend gehen die ersten 30 Sekunden rum, die keinerlei Ruhe zulassen. Der Hörer wird gepeitscht und geprügelt. Wer stehenbleibt wird niedergewalzt. Recht so! „Broken Cross“ – mein persönlicher Favorit – startet mit einem epischen Sample, bevor Carter den Weltschmerz ins Mikrophon schreit um dann eine ungezügelte Hook um die Ohren zu knallen. Stampfend geht es weiter, bevor der Song getragener wird. Hier ist wohl am auffälligsten, dass der Produzent von Bring Me The Horizon die Regler in der Hand hatte. Mit „The Devil  Is Near“ kommt wohl ein urtypischer Architects-Song daher. Bodenständig und gut serviert, schmeckt man die alten Tage raus. Charakteristische Züge, wie man sie von einem Architects-Song eben erwartet! „Dead Man Talking“ ist wieder so ein Paradebeispiel, der das ganze Können der Band ausspielt. Die Rhythmusfraktion schmiegt sich dem Gesang an um dann in einem epischen Chorus zu enden, der zum Mitfeiern einlädt. Aber auch hier wurde schwer drauf geachtet, dass Hooks keine Mangelware sind. Wer hat, der soll machen!

Architects-Live2

Sam Carter gibt nicht nur live Alles.

„Red Hypergiant“ wirkt anmutig, gedankenversunken und gleichzeitig unfassbar episch. Das einleitende Sample macht den Mittelsong des Albums zu einem der Highlights. Die Samples ziehen sich konsequent durch den instrumentalen Song und verschaffen dem Hörer sowas wie die erste Ruhephase. Die wird auch dringend benötigt, denn „C.A.N.C.E.R“ schüttelt wieder auf. Stakkato-Riffs hier, einem (fast) gesungenen Chorus da und raffiniertes Schlagzeugspiel, läuten die zweite Hälfte des Albums ein. „Colony Collapse“ startet mit Streichern und man ist etwas irritiert. Carters Stimme setzt ein und man ist ergriffen. Was hat diese junge Seele anscheinend Alles schon erleben müssen, um solchen Schmerz in die Welt schreien zu müssen. An Epik kaum zu übertreffen, nimmt der Song Fahrt auf um dann einen Chorus der die Stimmung in ein stählerneres Licht setzt. HAMMER! „Castles In The Air“ peitscht, pfeffert und drückt. Architects in Reinkultur und ein Abreagieren von der letzten Nummer. „Youth Is Wasted On The Youth“ haut ebenfalls wieder in die Schiene, die in eine epische Richtung geht. Im Metalgewand kommen hier gesprochene Passagen zum Vorschein, die man so seitens der Band auch noch nicht vernommen hat. Der perfekte Schlusssong „The Distant Blue“ ist gezeichnet von filigraner Gitarrenarbeit und Vocals, die das letzte aus dem blonden Sänger rausholen.

Schlussendlich muss gesagt werden, dass Architects mit „Lost Forever, Lost Together“ ein Album geschaffen haben, welches sowohl Tiefgang, als auch brachiale Momente beinhaltet. Ohne Witz, Flax und Tollerei ist es das beste Album der Briten und ihr werdet es schnellstmöglich bei uns im Webshop zum Vorbestellen finden!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

Ein Kommentar

  1. tolles review. freue mich schon tierisch aufs neue album. die band hat wirklich potenzial. hab all ihre alben. metalcore vom feinsten \m/

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