Vom Geheimtipp zum Megahit: die Sci-Fi-Serie ORPHAN BLACK

EMP-Blog

Musik, Interview und Reviews rund um Heavy Metal Musik, Filme und Rocker Klamotten.

Vom Geheimtipp zum Megahit: die fesselnde Science-Fiction-Serie ORPHAN BLACK

| Keine Kommentare

Orphan Black

Endlich: Die Erfolgsserie „Orphan Black„, deren zweite Staffel kürzlich in den Staaten angelaufen ist, ist nun fürs deutsche Heimkino erhältlich! Damit könnte die kanadische Science-Fiction-Mystery-Serie ihren Status als Geheimtipp auch hierzulande endgültig verlieren. Zu gönnen wäre es der fesselnden Show, in der die Themen Klonen und Identität eine zentrale Rolle spielen.

Als die Herumtreiberin Sarah Manning (Tatiana Maslany, die bislang mittelgroße Rollen in Filmen wie „Tödliche Versprechen“ und „Defendor“ oder der Ken-Follett-Serie „Die Tore der Welt“ hatte), die sich mit kleinen Drogendeals über Wasser hält, in ihre Heimatstadt zurückkehrt, wird sie am Bahnhof Zeugin, wie sich eine junge Frau vor den Zug wirft. Wenige Sekunden zuvor hatte sie der Unbekannten noch direkt in die Augen gesehen und dabei eben jenen nicht getraut: Ihr gegenüber sah exakt so aus… wie sie selbst!

Sarah hat gerade einen Geist gesehen... (Orphan Black © Polyband)

Sarah hat gerade einen Geist gesehen… (Orphan Black © Polyband)

Während sich alles auf das Stück Fleisch auf den Gleisen konzentriert, lässt Sarah die Tasche der Toten mitgehen, in der sie Geld, einen Hausschlüssel und den Ausweis ihrer Doppelgängerin findet. Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte: Sarah macht es sich im edlen Apartment gemütlich und findet heraus, dass ihr Double Beth ordentlich Geld auf der hohen Kante hatte. Also wird ihr Kumpel Felix, der wie Sarah ein Waise und in der gleichen Pflegefamilie aufgewachsen ist, zur Identifikation ins Leichenschauhaus geschickt, um zu bestätigen, dass die Tote Sarah Manning ist. Mithilfe von Videos trainiert sich Sarah sprachliche Eigenheiten von Beth an, tauscht ihr The-Clash-Shirt gegen die etwas edlere Garderobe im begehbaren Kleiderschrank und nimmt Beths Identität an. Und deren Macker wild auf dem Küchentisch.

Funktioniert zunächst alles ganz gut, doch wie sich herausstellt, war Beth eine Polizistin, die gerade eine interne Ermittlung am Hals hat, weil sie aus Versehen eine Zivilistin erschossen hat. Und plötzlich tauchen sogar weitere Damen auf, die aussehen wie sie. Mehr und mehr kommt Sarah einer großen Verschwörung auf die Spur, in der es um illegale Klonversuche geht, die vertuscht werden sollen – und zwar mit allen Mitteln. Die erste Leiche muss schon bald vergraben werden.

Drum prüfe, wessen Identität du annimmst: Sarah kann sich nirgends mehr sicher sein (Orphan Black © Polyband)

Drum prüfe, wessen Identität du annimmst: Sarah kann sich nirgends mehr sicher sein (Orphan Black © Polyband)

Zunächst kommt „Orphan Black“ etwas schleppend in Gang, doch schon mit der zweiten der insgesamt zehn Folgen dieser Staffel ist der Zuschauer am Haken: Immer tiefer wird man zusammen mit der furios aufspielenden Protagonistin, die alle unterschiedlichen Rollen mit Bravour meistert, in die Rätsel ihrer eigenen Existenz hineingezogen. Die Spannung steigert sich von Folge zu Folge, der Plot wird immer komplizierter, die Twists sind clever, die Charaktere gut ausgearbeitet und auch Action, Sexiness und ein wenig trockener Humor kommen nicht zu kurz. In Kombination mit der spannenden und höchst aktuellen Klon-Thematik ergibt das eine explosive Mischung, die kein Fan hintergründiger Verschwörungs-Thriller-Serien verpassen sollte.

Das ist definitiv kein Szenenbild aus der Show - zum Glück! (Orphan Black © Polyband)

Das ist definitiv kein Szenenbild aus der Show – zum Glück! (Orphan Black © Polyband)

Erschaffen wurde düstere wie atemlose Erfolgs-Show übrigens vom kongenialen Autoren-Duo Graeme Manson und John Fawcett, die das Konzept fast zehn Jahre lang ausbaldowert haben und über „Orphan Black“ sagen: „Wir wollten etwas erschaffen, für das Menschen ihre Beziehung und Jobs zu Grunde richten würden – nur um es sehen zu können.“ Mission erfüllt, kann man da nur sagen.

Und, wann tretet ihr in den „Clones Club“ ein? (Den gibt’s übrigens wirklich.) Wie auch immer: angucken. Wenn nicht: selbst schuld.

Hier der Trailer:

Orphan Black - Cover

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: