Ant-Man - Marvels ANT-MAN: klein, aber oho!

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Marvels ANT-MAN: klein, aber oho!

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Was für eine schwere Geburt: Nach etlichen Jahren in der Produktionshölle hat es Marvels „Ant-Man“ dieses Jahr dann doch noch in die Kinos geschafft. Und das ziemlich erfolgreich. Über eine halbe Milliarde Dollar spielte der 12. Realfilm im Marvel-Kosmos insgesamt ein und bekam ziemlich gute Kritiken. Überhypt oder gerechtfertigt? Das Superhelden-Abenteuer im Heimkinocheck.

Crap Bag als Superheld?

Ich muss gestehen, dass ich mir Paul Rudd nicht wirklich in der Rolle eines Marvel-Superhelden vorstellen konnte. In seinen Komödien der letzten Jahre (wie „Immer Ärger mit 40“, „Wanderlust“ oder „Dinner für Spinner“) hat er mich mit seinen halbgaren Gags eigentlich nur noch genervt. Und dieser Mann, „Friends“-Insidern sicher auch als Crap Bag bekannt, soll „Ant-Man“ spielen? Skepsis.

Die tatsächlich völlig unbegründet war: Paul Rudd ist ein fantastischer Ant-Man, da er genau die richtig Mixtur aus Ernsthaftigkeit, Coolness und Humor mit- und die „Vom Versager zum Helden“-Story glaubhaft rüberbringt.

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Wenn die Wanne plötzlich zur tödlichen Meeresenge wird (© Walt Disney)

Herr der Ameisen

Apropos Story: Nachdem er mehrere Jahre wegen eines Geldraubs im Knast gesessen hat, kommt Scott Lang wieder auf freien Fuß und will diesmal definitiv auf der guten Seite bleiben. Doch Jobs für Ex-Knackis sind rar und schnell lässt sich der geschiedene Familienvater, der für seine kleine Tochter keinen Unterhalt zahlen kann und sie deswegen nicht sehen darf, von ein paar verpeilten Kleinganoven (darunter Michael Peña und Rapper T.I.) zu einem „harmlosen Ding “ überreden. Doch im Tresor des alten Professors Hank Pym (Michael Douglas) finden sich keine Millionen, sondern nur ein merkwürdiger Motorradanzug. Na ja, mitnehmen kann ja nichts schaden. Als Scott das gute Teil jedoch anprobiert und ein paar Knöpfe drückt, geschieht etwas Verrücktes: Er schrumpft auf Ameisengröße und bekommt ungeahnte Kräfte!

Schon bald klärt sich die Sache auf: Der alte Pym hat Scott den Anzug mit Absicht stehlen lassen, weil er davon überzeugt ist, dass dieser ihm bei einer heiklen Mission helfen kann. Der patente Einbrecher soll in Pyms alte Firma einsteigen, wo dessen Nachfolger Cross (Corey Stoll aus „House Of Cards“) seine Forschungen an der Verdichtung von Materie fortgesetzt hat und kurz davor ist, seinerseits einen Anzug zu entwickeln, der einen ameisengroßen Superkrieger hervorbringt. Damit die Technologie nicht in die Hände von skrupellosen Waffenhändlern fällt, will Pym sie nun endgültig vernichten. Taugt Scott als „Ant-Man“? Oder ist er dieser Aufgabe mal wieder nicht gewachsen?

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Sie haben einen Plan (ausgerollt)! (© Walt Disney)

„Ant-Man and the Wasp“ kommt 2018

Konfrontiert mit einer gefährlichen Mission für die gute Sache wächst ein gutmütiger Verlierertyp über sich hinaus und wird zum gefeierten Helden – kein neues Motiv, aber ein nach wie vor ein effektives. Neben Paul Rudd gefallen in diesen traditionell gut gelaunten Marvel-Actioner die drei Ganoven um Plappermaul Michael Peña, Stoll als Bösewicht und natürlich Pyms Tochter Hope alias Evangeline Lilly (Tauriel aus „Der Hobbit“).

Die Action ist natürlich klasse (auch wenn einige Szenen mit Ant-Man auf der Flugameise ein wenig albern aussehen), aber nicht so überzogen und wirr wie bei einigen Kollegen. Zum Vergleich: „Avengers: Age Of Ultron“ hatte mehr als doppelt soviel Budget – was sicherlich auch an den fetteren Namen im Cast lag. Doch ob 130 Millionen oder 280 Millionen – „Ant-Man“ ist in jedem Fall stark inszeniert. Ursprünglich sollte ja „Scott Pilgrim“- und „The Worlds End“-Regisseur Edgar Wright das Zepter schwingen, doch er stieg im Laufe der Vorbereitung aus und machte Platz für den vergleichsweise unbekannten Peyton Reed. Der jedoch hat einen dermaßen guten Job abgeliefert, dass er beim für 2018 geplanten zweiten Teil („Ant-Man and the Wasp“) erneut im Regiestuhl sitzen wird.

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Aus dem Weg, ihr Würmer: Hier kommt Ant-Man! (© Walt Disney)

Wer war noch mal „Iron Man“?

Auch ohne den in Rente gehenden „Iron Man“ brauchen wir uns also um die Zukunft des Marvel’schen Superhelden-Blockbusters keine Sorgen zu machen! In „Ant-Man“ gibt es sogar schon eine kurze Begegnung mit einem der „Avengers“ – weitere und intensivere werden ohne Frage folgen!

Ich summiere: Eine geile neue Franchise ist geboren!

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Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Davor habe ich jahrelang als Redakteur für diverse Filmmagazine gearbeitet sowie für einschlägige Metalmedien geschrieben und fotografiert. Lieblingsfilme? Zu viele. Unter anderem aber die „The Raid“-Filme, „Into The Wild“ und „Adams Äpfel“. Lieblingsserien? "Breaking Bad", "Better Call Saul", "Game Of Thrones", "Mad Men" und und und. Musikalisch kann man mich - wenn man wollte - mit Bands wie Ghost, Kvelertak, Mantar, Parkway Drive und, klar, Maiden gefügig machen. Besucht mich doch mal bei Instagram, wo ich meine Livebilder aus dem Metal- und Rock-Game zur Schau stelle: @67rocks.

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