Die EMP Plattenkiste zum 06.04.2018

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Musik, Interview und Reviews rund um Heavy Metal Musik, Filme und Rocker Klamotten.

EMP Plattenkiste Banner 2015

Die EMP Plattenkiste zum 06.04.2018

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Die EMP Plattenkiste im Frühling. Ja, OK, fast zumindest. Aber hey, wir hatten schon ein paar dufte Tage, an denen man locker n Bier zum Mittagstisch einnehmen konnte. Nachdem Ostern hier und da noch weiß verbracht wurde, freuen wir uns seit ein paar Tagen über die Sonne. Merkt man auch irgendwie in der EMP Plattenkiste, die zum 06.04.2018 irgendwie fröhlicher ausfällt. Aber schaut selbst rein.

Bleed From Within – Era

Bleed From Within - Cover

Bleed From Within haben sich nun gefunden. Zumindest klingt das Ergebnis „Era“ so. Starkes Stück.

Umstrukturierungen innerhalb einer Band sind oft sehr schwierig. Manche Bands zerbrechen dran, anderen werden dadurch nur stärker – zumindest ist dies eine Tatsache, die man auf Bleed From Within münzen kann. Die Band beendet nun eine ziellose Ära mit einem Album, welches auch noch „Era“ lautet. Man hat sich ins Zeug gelegt, Grenzen neu ausgelotet und wahrlich alle positiven Eigenschaften dieser Band auf den Tonträger gepresst. So treffen grundsolide Riffs auf wahre Ohrwürmer und abwechslungsreicher hätte das Resultat nicht ausfallen können. Man bewegt sich zwischen Slipknot und The Buried And Me, aber räumt sich jede Menge Freiraum ein, die Musik nach dem Willen der Band auch eigenständig klingen zu lassen. So fischt man im Wasser genannter Bands, zieht aber letztendlich doch die eigenen dicken Fische aus dem Wasser. Eine rosige Zukunft steht der Band bevor und die scherzhaften Tage sollten hiermit beendet sein.

Winterfylleth – The Hallowing Of Heirdom

Winterfylleth - Cover

Winterfylleth sind auf dem neuen Album ruhiger, aber sicherlich kein Experiment. Vielmehr ist es ein „back to the roots“.

The Hallowing Of Heirdom“ ist der neue Opus aus dem Hause Winterfylleth, welcher zugegeben von der ersten bis zur letzten Silbe so mächtig und groß klingt, dass man ein wahres Gewitter der Atmosphären erlebt. Aber weniger Black Metal, als vielmehr Neofolk kommt hier zum Tragen, was den ein oder anderen Hörer eventuell verwirren wird. Wer jetzt erst Kontakt mit der Band Winterfylleth hat, der wird sich an dieser Tatsache nicht stören. Andere könnten dies aber als Experiment abtun, womit man der Band aber Unrecht tun würde. Der Spirit ist der selbe und wenn man ganz genau ist, dann sind die Ausflüge in akustische Gefilde eher ein „back to the roots“ als ein „Ausverkauf“. Man geht respektvoll, behutsam, aber eben auch nachdenklich an die Sache ran. Man besinnt sich auf die großen Töne, die Rhythmik und bietet vielmehr einen Soundtrack, welcher letztendlich aber jeden Pagan-Fan verzücken wird.

Mustasch – Silent Killer

Mustasch - Cover

Also leise ist der Killer auf „Silent Killer“ sicher nicht. Vielmehr sind Mustasch härter als je zuvor.

Schweden, Brutstätte des Rocks, wenn man Bands wie Mustasch betrachtet. In einem gewohnten Takt liefert diese Band Alben ab und mit „Silent Killer“, haut man auch amtlich Riffs raus. Klänge, die so hart sind, wie sie vielleicht noch nie bei dieser Band waren. „Lawbreaker“ und „Winners“ wurden schon vorab veröffentlicht und zeigten, dass die Riffs hier amtlich vom Thrash beeinflusst sind. Ein Umstand, der aber den gestandenen Rocker sicher nicht aus den Angeln heben wird. Da rumpelt auch mal die Doublebass und kurz und knackig kommt man auf den Punkt. Auswüchse, welche die 4-Minuten-Grenze überschreiten, sucht man vergeblich. Wieso auch um den heißen Brei rumspielen, wenn die Sache so funktioniert? Tut sie und dies bei allen 10 Songs. Hits am laufenden Bande, die garantieren, dass der Headbanger zu Hause wieder was zu tun hat. Wenn es doch immer so herrlich einfach wäre. Mustasch zeigen wie es geht.

The Dead Daisies – Burn It Down

The Dead Daisies - Cover

Kam man an The Dead Daisies in den letzten Jahren vorbei? Nein und so wird es euch auch mit dem neuen Album gehen.

The Dead Daisies sind ein Phänomen. Wer auf Hardrock steht, der kam die letzten Jahre sicher nicht an der Band vorbei. Aber wieso genau, wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass die Band seit 2013 gerade mal drei Alben veröffentlicht hat. Nun, die Antwort ist wahrlich einfach: Alle Alben waren bockstark und begeisterten von Hinten bis Vorne. Folglich waren die Erwartungen hinsichtlich des neuen Albums „Burn It Down“ groß. Brennt man wirklich alles nieder oder ist bei dieser Frequenz das neue Werk nur ein Streichholz im Wind? Man hat sich geöffnet, wildert hier und da im moderneren Metal und sogar im Alternative Metal. Aber hey, es steht der Band wahnsinnig gut und Monotonie wird direkt abgewendet. Es passt auch einfach alles. Sowohl der Gesang, als auch die Musiker sind in bester Form, was sich in 10 Songs entlädt. Das beste Album dieser Band und es muss gekauft werden.

Caliban – Elements

Caliban - Cover

Wo Metalcore noch Hand und Fuß hat und einer ständigen Neuentwicklung unterliegt. Caliban machen einfach Alles richtig und dies seit jeher.

Caliban sind sicherlich eine der Bands, die den Metalcore herrlich bereichern. Wir sprechen schließlich von einer Musikrichtung, die so abgedroschen ist, dass es fast schon schmerzt. Anders mit der Band um Shouter Andy, die sich von Album zu Album weiterentwickeln und die Sache in Bewegung halten. So auch beim neusten Werke „Elements“, welches alleine schon durch imposante Gastauftritte besticht. Konnte man neben Korn-Hexer Brian Welch auch Matthi von Nasty und Sushi von Eskimo Callboy gewinnen. Starke Produktion dazu, schmissige Songs drauf, die wahrlich alle Grenzen ausloten, dann passt die Sache. Sei es der Opener „This Is War“, der eine Kriegserklärung ist. Oder „Carry On“ oder auch „Incomplete“, wo man fast schon die Feuerzeuge anstecken möchte. Der Spagat ist groß, die Hose reißt hier aber sicher nicht. Ganz großes Tennis und ein Album, welches aufzeigt, dass Caliban sich immer wieder neu erfinden können. Mega Album!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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