Metallica - Metallica schießen sich ins eigene Knie

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Metallica schießen sich ins eigene Knie

| 6 Kommentare

Metallica-Banner

Metallica haben eben mit einem Shitstorm zu kämpfen. Auf Facebook und anderen Plattformen kochen die Gefühle gewisser User wieder hoch. Grund ist ein Jagdfilm!

Bitte „leben und leben lassen“

Man kann sich sicherlich über den Sinn von Jagdfilmen unterhalten. Ja, man kann diese sogar scheiße finden und den Menschen, die sich am Jagdsport erfreuen sämtliche Intelligenz absprechen. Auch meine Wenigkeit kann mit solchen Anwandlungen wenig anfangen und gibt gerne seine Unterschrift für den Stopp solcher Dinge. „Leben und leben lassen“, ist meine Devise!

JamesHetfield-Solo

James Hetfield hat eben wenig zu lachen. Der Shitstorm ist seiner!

Metallica im Kreuzfeuer wegen dem Problembär

Gerade diese Devise muss ich aber auch nun für Metallica und insbesondere James Hetfield ergreifen. So fragwürdig seine Teilnahme an einer Dokumentation nun auch sein mag, eine Entgleisung mancher Mitmenschen rechtfertigt dies aber noch lange nicht. So ist nun die Band damit konfrontiert, dass die Sprecherrolle von James Hetfield für die Doku-Reihe „The Hunt“ auf wenig Gegenliebe stößt und man besagten Frontmann gerne selbst vor die Flinte stellen möchte. Der Hintergrund ist schnell erzählt: Hetfield, selbst leidenschaftlicher Outdoor-Mensch und ebenfalls Jäger, hat sich bereit erklärt, für die 8-teilige Reihe „The Hunt“ den Kommentar beizusteuern. In dieser Dokumentation geht es um die Jagd auf Kodiakbären, einer Unterart der Braunbären. Die zierlichen Tierchen werden bis zu 3 Meter groß und 780 Kilogramm schwer.

Kodiakbär

Dieser Gattung geht es in der Doku ans Fell. Der Kodiakbär.

„Abgeknallt gehört er“

Dem Sänger der Big 4- Speerspitze wird dies aber nun zum Verhängnis. Erboste Menschen, ja, sogar Fans stören sich an der Teilnahme von Hetfield. Ausbaden muss es nun Metallica als Ganzes. So werden Stimmen laut, dass man Hetfield selbst vor die Flinte stellen soll. Ihn in der Wildnis aussetzen und eine Hetzjagd veranstalten oder eben Metallica-Konzerte vermeiden um ein Zeichen des Protests zu setzen. Man kann nun davon halten was man will, ihm aber darüber hinaus als „Redneck“ zu bezeichnen, als Barbar oder „primitiv“ entzieht sich nun etwas meiner Vorstellung, wie man mit solch einem heiklen Thema umzugehen hat. Und Kommentare wie „abgeknallt gehört er“ sprechen leider von mangelnder Intelligenz seitens der Poster.

JamesHetfield-Konzert

Spielt aktuell mit Metallica hierzulande: James Hetfield.

Hetfields Leidenschaft für die Natur und Jagd ist aber schon lange bekannt

Metallica haben sich bis dato nicht zu der Sache geäußert, was sicherlich auch daran liegen mag, dass sich die Band aktuell auf ihrer „Metallica by request“-Tour befindet. Was nun genau der Anstoß des Shitstorms und des ungezügelten Hasses gegen die Person Hetfield ist, entzieht sich mir ebenso. Zum einen ist die Tatsache, dass Hetfield Jäger ist, ein Fakt, der schon viele Jahre bekannt ist und auch von ihm bestätigt wurde, zum anderen sprechen wir von der Rolle des Kommentators in einer Dokumentation, die keine aktive Teilnahme von ihm zeigt. „Ich bin ein enthusiastischer Outdoor-Mann mit einer Passion fürs Jagen“, bestätigte Hetfield dies vor einigen Jahren.

James-Hetfield-Hunting

Hetfield – links im Bild – bei der Jagd. Seine Liebe zur Jagd ist eigentlich schon lange bekannt.

Ob Metallica durch die Sache einen Nachteil haben? Wohl kaum!

Ob es dem Erfolg von Metallica einen Abbruch tun wird, bezweifle ich stark. Jüngst wurde das schwarze Album der Band als das erste gekürt, welches die 16 Millionen Marke geknackt hat seit der Einführung von SoundScan – einem Trackingsystem welches nur (!!!) die Verkäufe in Amerika und Kanada registriert. Auch werden Metallica auf ihrer aktuellen Tour wohl keinen Einbruch bei den Besucherzahlen verbuchen dürfen. Dennoch hat sich die Band mit der Dokumentation ins eigene Knie geschossen. Den Hatern sei auf den Weg gegeben: „Leben und leben lassen“. Protest sieht anders aus und persönliche Beleidigungen haben bei solchen Diskussionen wie sie das Thema „Jagd“ nun mal birgt leider meist einen kontraproduktiven Effekt!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

6 Kommentare

  1. servus peter,
    ja da hast du wohl schon recht, beleidigungen bringen da gar nix! Mir ist das auch schon länger bekannt das hetfield leidenschaftlicher jäger ist. Nur stellt sich für mich die frage bei so viel kohle wie der herr hetfield ja verdient und hat!wäre es sicher besser und würde ihm noch mehr sympathien einbringen wenn er sich für den erhalt des artenschutzes einsetzen würde anstatt diese wunderschönen tiere abzuknallen! Der hat soviel geld, der könnte soviel gutes tun… verstehn tu ich das nicht. Aber die Band dafür an den Pranger zustellen ist auch nicht richtig! War und bin nie ein grosser metallica fan gewesen, würde aber nie die band für das verantwortlich machen was einer macht! Aber vielleicht bewirkt es ja doch ein umdenken beim Herrn Hetfield? Ich würde es mir wünschen. lg wurmi

    • Kodiakbären sind nicht bedroht. Bestimmte Tierarten zu bejagen ist im Sinne der Hege und des Schutzes der Artenvielfalt sogar wichtig. Bist du Vegetarier? Ich übrigens nicht, wenn du auch keiner bist, dann hast du kein Recht hier von „Leben und leben lassen“ zu sprechen, selbiges geht natürlich an den Autor des Artikels.
      MfG Max S.

  2. Also noch entschuldigend-blümeranter wie der Autor kann man das ja kaum noch formulieren.

    1. „Leben und Leben lassen“ im Kontext mit Anti-Kommentaren zu sagen ist ja wohl angesichts der Thematik blanker Hohn.

    2. Sich für so ein Thema herzugeben heißt auch das man es inhaltlich unterstützt. Gerade so ein Medien-erfahrener Typ wie Hetfield sollte das wissen.

    3. Ok, über die Moral, so stolze Tiere aus purer Lust am töten zu jagen lasse ich mich hier mal nicht aus.

    4. Was die Geldgier der Band angeht: Ich sage es mal mit Gordon Gecko: „Genug? Man hat niemals genug!“ Wenn ich nur mal daran denke, wie sie die Filesharer gejagt haben aus ihrer Zentrale im Privatjet, einfach ekelhaft. Die können sich mal ein Beispiel an den Ärzten nehmen, die sagen, wir haben genug, ladet euch runter was ihr wollt.

  3. James Hetfield ist Jäger und das seit ewigen Zeiten. Jetzt spricht er in einer Dokumentation und den ewigen antis geht einer ab, weil sie wieder Gelegenheit zum haten haben. Ich hab die Nase voll. Nur weil mir die Art eines Künstlers nicht zusagt solche Kommentare abzulassen ist unter aller Sau. Ab ins Schäme Eck mit euch.

  4. Lieber Kodiak,
    dann will ich mal ein paar Worte zu deinem Kommentar finden:

    1. „leben und leben lassen“ bezog sich auf meine Ansicht zum Thema „Jagd“. Ich bin kein Freund davon und ich vertrete die Meinung, dass ich „leben darf“ und der Bär auch. Der Abschuss dieser Art ist geregelt, ja, aber daraus einen Sport zu machen, der im Fernseher läuft ist nicht meine Ansicht.

    2. Ja, Hetfielt gibt sich dafür her, da er selbst Jäger ist! Der Punkt ist nicht schlüssig. Ich habe nichts zu Hetfields Ansicht gesagt und werde dies auch nicht tun. Er ist Jäger, steht dazu und sicherlich weiß er auch, was eine Teilnahme an der Doku mit sich bringt.

    3. Wieso lässt du dich nicht aus? Ich bin dagegen, habe ich oben geschrieben? Was hast Du nun dazu beigetragen? Nichts, aber dann wirfst du mir eine verblümte Darstellung vor? Sorry, das Argument zieht nicht!

    4. Das Thema Napster nun hier anzubringen ist lächerlich. Ja, Metallica und insbesondere Ulrich haben die Sache verfolgt. Das war aber ein grundlegendes Ding und hinter dem Vorgehen standen auch noch diverse andere Bands. Nur hatte keiner den Mut was dagegen zu tun. Es wäre auch nicht von Erfolg gekrönt gewesen, wenn es eine kleine Band gemacht hätte, da die finanziellen Mittel nicht ausgereicht hätten. Aber nun mit „ekelhaft“ das Thema zu bezeichnen, ist typisch. Du bist wohl nicht im kreativen Bereich unterwegs. Egal ob Bild, Musik, Text oder Video: Wir sprechen von geschütztem Material, welches nicht kopiert werden darf. Da kann man echt froh sein, dass man Bier nicht runterladen kann. Oder Klamotten. Zigaretten oder sonst noch was. Dafür ist komischerweise immer Geld da, aber für Musik sind die Leute nicht bereit Geld auszugeben? Strange!

    @Max S.: Was für Rechte ich habe, ist zum Glück nicht in deiner Hand. Ich kann sagen was und wann ich es will. Und als Randnotiz: Ich war 12 Jahre lang Veganer! Und nun?

    In diesem Sinne!
    Peter

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