EMP Plattenkiste - EMP Plattenkiste zum 04. Oktober 2013

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EMP Plattenkiste zum 04. Oktober 2013

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EMP PlattenkisteDie EMP Plattenkiste für diese Woche wird geradezu mit den letzten Kräften geschrieben. Das Wochenende steckt uns noch etwas in den Knochen. Hamburg hatte geladen um sich mit den Hamburg Metal Dayz mal wieder von der schönsten Seite zu zeigen. Neben den Headlinern wie Caliban, Rage und Children Of Bodom, konnte man sich auch die Schweden von Bombus anschauen, welche uns komplett überzeugten. Aber nicht nur die Musik stand im Vordergrund. Auch ihr habt uns ein fettes Wochenende beschert. Durch zahlreiche Besuche an unserem Stand, habt ihr einen wesentlichen Beitrag dazu geliefert, dass das Festival so schick war. Dafür ein dickes Dankeschön. Dennoch haben wir keine Mühen gescheut um auch für diese Woche und diesen Freitag wieder ein paar Alben zusammen zu stellen, die uns ans Herz gewachsen sind und euer Ohr verdient haben. So starten wir direkt durch und präsentieren die EMP Plattenkiste  für den 4. Oktober 2013.

Korn-TheParadigmShift

Neue Paradigmen und dennoch Klänge wie man sie erwarten muss und sollte.

Korn sollen die Plattenkiste mit ihrem neuen Album „The Paradigm Shift“ eröffnen. Längst zu der wichtigsten Band im Sektor Nu Metal mutiert, zeigt sich die Band um Jonathan Davis auf dem neuen Album mutiger denn je. Nun werden einige sagen, dass das letzte Album „The Path Of Totality“ ja schon mit den Dub Step- Sachen mutig war, aber nun mal langsam. „The Paradigm Shift“ ist einerseits ein typisches Korn Album mit allen Elementen, die Korn eben ausmachen. Darüber hinaus fehlen Ausflüge in den Sektor „Elektro“, wohl aber sind Melodieläufe hier zu finden, die wirklich einen Wechsel der Paradigmen darstellen. Es ist schwer in Worte zu fassen, denn das Album klingt offensichtlich anders, aber dennoch direkt vertraut. Ob es an der Wiederfindung des alten Gitarristen Head liegt, oder ob es einfach einen Ruck auf der Schulbank von Korn gab, spielt hierbei nicht mal eine Rolle. Korn sind mit „The Paradigm Shift“ wieder ganz weit vorne mit dabei. Und live ist die Band ja schon immer eine Wucht gewesen.

UglyKidJoe-StairwayToHell

Zeigen ein weiteres Mal, dass man diese Band ernstnehmen muss.

Ugly Kid Joe werden wohl nie ihren Ruf los, dass sie eine sonnige Band sind und quasi mit dem Surfbrett unter dem Arm auf die Bühne kommen. Mit dem ersten Album „America‘s Least Wanted“ katapultierte man sich in die Charts und konnte mit dem Hit „Cat‘s In The Cradle“ die Herzen der Mädchen für sich gewinnen. Nach Album 3 im Jahre 1996 war aber irgendwie die Luft raus. Das Image anscheinend falsch und der Erfolg der Anfangstage auch auf ein Minimum geschrumpft. Nun kommt mit der EP „Stairway To Hell“ ein neuer Versuch. Allen Vorurteilen zum Trotz, sind Ugly Kid Joe aber immer noch eine geile Band, die auch wie schon damals, ernstzunehmenden Rock machen. Mit dem Titel-Gemisch aus AC/DC und Led Zeppelin hat diese EP aber nichts zu tun. Vielmehr fährt man ehrlichen Rock auf, der zeigt, dass Ugly Kid Joe wieder Feuer unter dem Hintern haben. Eine solide Sache, mit der DVD sogar noch ein fettes Ding, welches definitiv Lust auf ein vollständiges Album macht.

Soulfly-Savages

Teilweise 3 mal Cavalera auf dem neuen Album „Savages“

Max Cavalera ist umtriebig. Letztes Jahr erst noch „Enslaved“ veröffentlicht, steht nun schon „Savages“ bereit, um euch eindrucksvoll zu zeigen, dass Soulfly reinhauen. Nun ist mit Zyon Cavalera auch ein weiterer Kandidat aus der Familie in der Band. Den Bruder Igor JR verpflichtete man auch noch für den Opener „Bloodshed“ und zeigt so, dass diese Familie den Metal wirklich aufgesogen hat. Das neunte Album der Band erinnert teilweise wieder an die ersten zwei Alben von Soulfly, die sich ja bekanntlich den brasilianischen Wurzeln widmete. Aber auch Thrash kommt hier zum Tragen, der sich wie ein roter Faden durch die 10 Songs zieht. Mit Mitch Harris konnte man einen weiteren fetten Act für den Song „K.C.S.“ gewinnen. So hat man auch noch eine Brise Napalm Death mit an Bord. In fast 60 Minuten zeigen Soulfly, dass sie sämtliche Register wie Death, Groove, Thrash, aber auch Tribal super mischen können, ohne das Konzept einer stimmigen Platte aus den Augen zu verlieren. Also ein klares Daumen hoch für Savages.

TidesFromNebula-Eternal Movement

Die Polen von Tides From Nebula machen progressive Klänge.

Tides From Nebula sind schwierig zu beschreiben. Progressiver Rock klingt zu abgedroschen, wenn es um das dritte Album „Eternal Movement“ geht. Die Polen spielen mit Licht, Schatten, Hoffnung und viel Energie. Man schloss sich geradezu ein, um dem neuen Album den Anstrich zu geben, den man geben wollte. Mit dem Produzenten Cederberg, der auch schon bei Anathema und dem Album „Weather System“ die Finger an den Reglern hatte, konnte man dazu einen fähigen Mann gewinnen, der kleinste Nuancen findet, diese in ein neues Licht setzt, ohne dabei die Quintessenz des Albums zu vermurksen. Tides From Nebula beschreiben die Bewegung der Welt und dies nicht nur durch den Titel. Vielschichtig, mit Atmosphäre und instrumentalen Klängen. Für Freunde des gepflegten Postrocks oder der progressiven Schiene ist Eternal Movement eine absolute Empfehlung.

Unzucht-Rosenkreuzer

Album Nummer zwei und quasi direkt ohne Pause mal veröffentlicht: Unzucht

Unzucht sind wohl die Durchstarter im Bereich Gothic-Rock. Aus Niedersachsen kommend, haut man nun das zweite Album raus, welches auf den Namen „Rosenkreuzer“ hört. Ohne Verschnaufpause kommt man quasi vom ersten Album „Todsünde 8“ aus dem letzten Jahr nun wieder aus dem Studio mit neuem Material. Und dies, obwohl man auch noch zahlreiche Konzerte mit Bands wie Mono Inc., Megaherz oder Lord Of The Lost gespielt hat. 13 Songs konnte man aus dem Sack zaubern, wobei 12 davon eigene Werke sind. Mit einem Cover des Songs „Entre Dos Tierras“ der Spanier Héroes Del Silencio macht man aber auch noch eine Hommage an den Hit aus dem Jahre 1990. Dunkler, schwermütiger und düsterer sind die eigenen Songs ausgefallen, die eine Weiterentwicklung zum ersten Album darstellen. Man perfektionierte noch die Mischung aus Riffs und Elektro um mit der Stimme von Frontmann Der Schulz dann Unzucht noch einen letzten Schliff zu verpassen. Bis jetzt! Von Unzucht wird man definitiv noch Einiges hören, jetzt dürft ihr euch aber erst einmal den „Rosenkreuzer“ geben.

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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