EMP Plattenkiste - Die EMP Plattenkiste zum 04. Dezember 2015

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Die EMP Plattenkiste zum 04. Dezember 2015

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Die EMP Plattenkiste für den 04. Dezember 2015 ist da. Die EMP Plattenkiste nach dem „Nein“ zu einer möglichen Olympia in Hamburg und ja, die erste EMP Plattenkiste im letzten Monat des Jahres 2015. Mit großen Schritten geht es nun in die letzten Tage, die Weihnachtsmärkte haben Hochkonjunktur und ja, auch wir schauen dem Jahresende schon freudig entgegen. Doch noch sind es ein paar Wochen und der Veröffentlichungs-Freitag wird auch diese Woche wieder gefeiert. Wollen wir mal einen Blick in die EMP-Plattenkiste für den 04. Dezember 2015 wagen! Viel Spaß!

 

 

Endseeker

Endseeker versohlen euch mit ihrer EP so derart den Hintern! Finest Death Metal!

Endseeker sind eine neue Band aus Hamburg, die sich dem schwedischen Death Metal verschrieben haben. Mit ihrer Mini-LP „Corrosive Revelation“ zelebrieren die Herren um Ben Liepelt, welchem dem ein oder anderen Musikfreund durch sein Mitwirken bei Mad Doggin’ noch in Erinnerung sein könnte, feinsten Metal, welcher so grundehrlich ist, dass die Frage gestellt werden muss, wieso man immer Göteborg als Referenz ansehen muss. In rund 20 Minuten sollte jeder Mosher auf seine Kosten kommen und einen Vorgeschmack um die Ohren gefetzt bekommen, dass einem das Hören und Sehen vergeht. Mit einem brachialen Sound, der durch die Hand von Alexander Dietz (Heaven Shall Burn) und Eike Freese (Dark Age) sicherlich das Quäntchen zur Perfektion ausmacht, grunzt sich Lennart durch die Songs, während die anderen Protagonisten wuchtig ihre Instrumente malträtieren. Vier Eigenkompositionen, sowie die Entombed-Nummer „Supposed To Rot“ sprechen eine klare Sprache, was das Können betrifft. Ein Wermutstropfen bleibt aber, denn eine Mini-LP ist und bleibt eben eine Mini-LP. Man wünscht sich mehr und letztendlich bleibt nur ein weiterer Hördurchgang. Und auch dann bleibt eins: Hooks, Hooks und nochmals Hooks! Endseeker? Bitte ganz schnell einen Nachschlag!

 

Ignite

Einen Vorboten zum kommenden Album hauen Ignite schon mal raus. 7″ und dann noch in Farbe!

 

Es hat lange gedauert, bis sich Ignite zu einem weiteren Album überwinden konnten. Die Jahre gingen ins Land, man absolvierte sogar Auftritte, jedoch wollte man die Frage nach einem „wann kommt denn neue Musik“ nicht so recht beantworten. Jetzt ist es soweit und das neue Album „A War Against You“ erscheint im Januar 2016. Einen Vorboten wollen die Kalifornier noch dieses Jahr raushauen und vorab erscheint mit „Nothing Can Stop Me“ eine EP in Form einer 7“. Koloriertes Vinyl ist Pflicht und ja, wenn es auch nur noch ein paar Tage bis zum vollwertigen Album sind, hat man jetzt schon unter dem Baum eine schöne Überraschung liegen. Neben dem neuen Song „Nothing Can Stop Me“, welcher die ganze Stärken von Ignite in seinen 3:18 Minuten ausspielt, legen Die Orange County-Jungs noch zwei weitere Songs oben drauf. So wird ihr Über-Hit „Bleeding“, sowie der U2-Klassiker „Sunday Bloody Sunday“ in einer Live-Version dem Hörer zugänglich gemacht. Beide Songs gab es zuvor in dieser Art und Weise noch nicht, was die EP letztendlich zu einem Sammlerstück macht. Zugreifen, denn vergriffen ist das Ding bald.

 

Secrets Of The Moon

Secrets Of The Moon sind wieder so derart dunkel, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft.

Secrets Of The Moon haben ein wahnsinniges Triple hingelegt. „SUN“, so der Name des neuen Albums, wurde kurzerhand zum Album des Monats im Metal Hammer, im Rock und auch im Deaf Forever gewählt. Die Metal-Szene scheint sich einig zu sein, was das neue Black Metal-Teil betrifft. Doch auch wir haben uns ein paar Runden genommen um das Ding auf Herz und Nieren zu prüfen. In der Tat strotzt das Album mit einer gewissen Unnahbarkeit, welche die Band immer wieder locker aus der hand schüttelt. Man baut eine gewisse Distanz auf, welche dazu noch mit einer Kühle getränkt wird, die meisterlich in die derzeitige Jahreszeit passt. Eine musikalische Aufarbeitung findet statt, welche Secrets Of The Moon fabelhaft gelingt. Sei es der frühe Tot der Bassistin LSK, oder eben auch eine weitere Wandlung von Secrets Of The Moon, wie sie schon öfters in der Bandgeschichte getätigt wurde. Verzweifelt wirkt das Album, eine durchdringende Melancholie ist zu spüren und darüber hinaus eine Wut oder ein Zorn, der de Songs immer wieder einen besonderen Drive verschafft. Secrets Of The Moon schaffen mit „SUN“ einen Meistersprung, welchen man der Band sicherlich in dieser Perfektion nicht zugesprochen hätte. Aber wir wollen uns sicher nicht beschweren, sondern zeigen uns dankbar über 7 dunkle Meisterwerke.

 

Jess And The Ancient Ones

Jess And The Ancient Ones sind kauzig anders. Progressive Musik mit einem lockereren Skate-Flair!

Jess And The Ancient Ones veröffentlichen kurz vor Jahresende noch kurzerhand „2nd Psychedelic Coming: The Aquarius Tapes“. Nachdem die EP „Astral Sabbat“ letztes Jahr eingeschlagen hat, war es nur logisch, dass die Band sich mit einem kompletten Album zurück meldet. Hiermit geschehen und wir haben uns den progressiven Brocken mal einverleibt. Die Finnen sind fernab von Mainstream und werden sicherlich auch keine Chartplatzierungen für sich einheimsen können. Dennoch – oder gerade deshalb – ist aber die Musik hörenswert. Hie treffen 70-er Jahre Rock auf Surfer-lastige Lässigkeit, welche so bestechend auf den Punkt gebracht wird, dass man sich die berechtigte Frage stellen muss, wieso man diese Jungs nicht schon eher auf dem Schirm hatte. Bei „Equinox Death Trip“ katapultiert sich Sänger Jess in andere Sphären und beim 22-minütigen „“Goodbye To Virgin Grounds Forever“ zeigen Jess And The Ancient Ones die komplette Bandbreite an Können, was man sich über die Jahre aneignen konnte. Ein wahrlich meisterhaftes Werk, welches erneut zeigt, dass Finnland und der musikalische Export eine ganz andere Klasse besitzt, als viele andere Länder. Stark!

 

Sunn O)))

Sunn O))) verwandeln Töne in Soundwände. Krudes Zeug, was dem Hörer Alles abverlangt.

Sunn O))) sind eine der Bands, die dem Hörer wahrlich Alles abverlangen. Mal kurz zuhören oder eine Nummer anspielen geht irgendwie nicht. Ist seit 1998 so und daran hat sich auch 2015 nichts geändert. Das siebte Album „Kannon“ ist erneut ein Koloss, ein dunkles und morbides Werk und ja, Sunn O))) ist wieder ein Album, welches etliche Durchläufe benötigt is man auch nur ansatzweise die Absichten erahnen kann. Es sind wieder diese durchdringenden Passagen, in denen die Band sich nicht entscheiden kann, ob die Stille siegen soll, oder ob im nächsten Moment lärmende Wände einsetzen sollen. Es sind wieder diese Passagen, die den Hörer schier in den Wahnsinn treiben, denn Sunn O))) erfüllen keine Klischees, sondern zermalmen den geneigten Fan mit der Tatsache, eben nich nach Schema F zu funktionieren. Mal knarzt nur der Bass, mal regiert das noisige Feedback der Gitarre und dann hin und wieder erheben sich chorale Klänge, die sich in den Soundteppich einbinden, als ob sie alleine nicht überleben könnten. Sunn O))) ist wieder ein Meisterwerk gelungen, was in seiner Genialität den wenigsten Hörern völlig zugänglich sein wird. Aber damit rechnet man einfach bei Sunn O))) und letztendlich ist es auch völlig OK so!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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