EMP Plattenkiste - Die EMP Plattenkiste zum 24.06.2016

EMP-Blog

Musik, Interview und Reviews rund um Heavy Metal Musik, Filme und Rocker Klamotten.

EMP Plattenkiste Banner 2015

Die EMP Plattenkiste zum 24.06.2016

| Keine Kommentare

EMP Plattenkiste Banner 2015Die EMP Plattenkiste mitten im EM-Fieber. OK, die Deutschen haben sich als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert, aber sind wir mal ehrlich, so ganz rollt der Ball da noch nicht rund. Aber Fußball ist uns hier prinzipiell egal, denn die EMP Plattenkiste hat eine andere Mission. Und diese wollen wir mal schön weiter pflegen und starten durch mit den Veröffentlichungen für den 24. Juni 2016!

Whitechapel – Mark Of The Blade

Whitechapel-MarkTheBlade

Whitechapel war früher nie mein Ding. Irgendwie war mir das zu monoton. Jetzt haben sie mich aber komplett überzeugt!

Ich will, nein, ich kann mich sogar outen, dass Whitechapel mich früher wirklich kalt gelassen haben. Es war mir zu sehr auf dicke Hose und alleine die Tatsache, dass eine Band mit drei Gitarristen auf der Bühne stehen muss, untermauerte meine Meinung, dass Whitechapel den Bogen maßlos überspannen. Dazu noch das Geschreie von Bozemann, welcher sich die Seele aus dem Leib brüllt und dabei man schon das Weiße in den Augen sieht. Death-Metal-Gebolze der ganz harten Art. Eines war aber immer beeindruckend, dass diese Band in 10 Jahren Bestehen nun schon ihr sechstes Album „Mark Of The Blade“ vorlegen. Doch nun Butter bei den Fischen: „Mark Of The Blade“ ist anders. Nein, schon noch Whitechapel, aber letztendlich hat es Tiefe, Emotionen, eine persönliche Note und nicht nur stumpfsinniges Gebolze, wie man es in den Anfangstagen der Band zu oft erleben musste. Es wirkt streckenweise optimistisch und beflügelt von einer positiven Einstellung, die ich nur auf das zunehmen Alter der Protagonisten schieben kann. Vollgepackt mit all den Neuerungen, kommt aber immer noch die brachiale Härte und der blanke Hass zum Ausbruch. Ich muss sagen: Chapeau und neben einem wirklich starken Album auch eine sehr positive Überraschung für mich!

Die Krupps – Stahlwerkrequiem

DieKrupps-Stahlwerkrequiem

Happy Sonnenschein gibt es bei Die Krupps sicher nicht! Eher Industrial-Klänge, welche massiv sind!

Stahlwerkrequiem“ ist das neue Werk von Die Krupps. Man muss sich schon einige Zeit nehmen, um die komplette Diskografie dieser Band zu Gemüte zu führen. Seit 1980 ist man nun umtriebig und arbeitet nach wie vor mit Elementen, die der Düsseldorfer Band eben in den Sinn kommt. Stilwechsel gab es schon einige, letztendlich ist man aber den industriellen Klängen so treu geblieben wie die Kohle dem Ruhrpott. „Stahlwerkrequiem“ kann man als Anknüpfung an das 1981er Werk „Stahlwerksinfonie“ auffassen. Analog teilt sich auch diese Veröffentlichung in zwei Teile, die mit „Stahlwerkrequiem / Reinhausen“ und „Stahlwerkrequiem / Westfalenhütte“ betitelt wurden. 37 Minuten Spielzeit, als einziger roter Faden ein Basslauf und dazu jede Menge sperrige Klänge aus dem Industriezweig, sowie Schlagzeug und der Anflug einer Gitarre machen klar, dass Die Krupps sicher keine Band für den lockeren Abend sind. Nein, hier muss man sich drauf einlassen, wird dann aber gnadenlos bedient! Großartig, wenn auch nicht wirklich leicht zu verdauen!

Be’lakor – Vessels

Belakor-Vessels

Be’lakor haben mit „Vessels“ mal kurzerhand gezeigt, dass geiler Death Metal auch aus Down Under kommen kann.

Man sollte denken, dass Death Metal Bands primär aus Skandinavien geht, wenn man Gütesiegel vergeben müsste. OK, die Amis haben uns gezeigt, dass man auch dort was mit Death Metal anfangen kann. Doch aus Down Under? Australischer Death Metal? Geht! Und das auch noch sehr gut, wie die Band Be’lakor beeindruckend zeigt. Mit „Vessels“ hauen sie ein weiteres komplexes Death Metal Brett raus, was hier und da auch melodisch auffährt. Hier und da funkeln In Flames und/oder Dark Tranquillity durch, ohne dabei als Plagiat aufzutreten. Nein, durch unfassbare Spannungsbögen und jede Menge Drive, machen sie ihren eigenen Schuh, wie man beispielsweise bei „Whelm“, „Withering Strands“ oder dem Übersong „Grasping Light“ zeigen kann. Diese Band sollte man sich definitiv notieren, denn Death Metal, welcher innovativ und frisch ist, ist mehr als selten. Also, „Be’lakor“ auf den Einkaufszettel schreiben.

The Browning – Isolation

TheBrowning-Isolation

The Browning sind wie ein Eichhörnchen auf Speed. Aber auf der anderen Seite einfach nur fett, fett, fett!

Jetzt mal wieder was, damit es euch die letzten Hirnzellen wegätzt. Positiv zu verstehen, wohl bemerkt. The Browning schlagen mit „Isolation“ so dermaßen auf Hirnwindungen, dass man sich dazu fast schon setzen muss. OK, Metalcore mit einer amtlichen Brise Techno, Dubstep und sonstigen technischen Musikrichtungen war schon immer ihr Ding, jedoch setzt dieses Album dem fast schon kranken Wahn der Jungs die Krone auf. Hat man sich gerade mal von „Hypernova“ erholt, da hauen The Browning doch einfach mal weitere 12 Songs raus, die die heimischen Boxen der Anlage definitiv abstauben werden. Denn, und das ist neben der Spielfreude wohl die absolute Besonderheit, hat die Band einen noch fetteren Sound geschaffen, der wirklich keinerlei Löcher aufweisen kann, wenn man sich die Sache als Teppich vorstellen möchte. Rundum ein geiles Stück Musik, wenn auch sicherlich nicht für Die-Hard-Anhänger des klassischen Metals gedacht. Aber man kann ja nicht alle happy machen. Hauptsache wir sind es!

Earth Ship – Hollowed

EarthShip-Hallowed

Für Freunde mit Bart sicherlich ein Anspieltip. Für Stoner, Metaler, Groover und Sludger so wie so: Earth Ship!

Ole, ole, wir fahren nach Berlin! Zumindest jetzt und das für die nächsten Zeilen. Ein Koloss von Album haben Earth Ship mit „Hollowed“ geschaffen, welcher die Berliner zwischen Heavy Rock, (Post-)Metal, Sludge, Doom und Stoner zeigt. Es fallen einem Bands ein wie Mastodon, die jedoch zu soft sind, Down, denen es aber auch Metal fehlt oder Baroness, welche sicherlich eine absolut begnadete Band sind, jedoch hier im Vergleich eher, wie eine Blumenwiese zu beschreiben sind. Earth Ship sind herrlich schmutzig, verrucht und verdorben und zu jeder Sekunde einfach nur groovig. Streckenweise legt man eine Härte an den Tag, die die alten Freunde von The Ocean nicht besser hätten schreiben können, teilweise geht man reduzierter mit dem Tempo um, damit die Dunkelheit völlig zum Vorschein kommt. Bei all den Vergleichen muss man aber immer wieder betonen, dass Earth Ship seit Jahren sich stetig weiterentwickelt haben und ihr Ding machen. Bitte weitermachen! Unbedingt sogar!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: