Corey Taylor mausert sich zum Multitalent

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Corey Taylor mausert sich zum Multitalent

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Man muss schon zweimal hinhören, wenn man sich das erste Slipknot- Album zu Gemüte führt und nun diesen Gesang mit den neusten Stücken vergleicht, die Corey Taylor macht. Der Wandel vom Schreihals zum Multitalent kommt aber nicht von ungefähr.

Corey Taylor, Kopf von Slipknot und Stone Sour hat im Moment anscheinend in jedem Feuer ein Eisen liegen. Mit Stone Sour in der Vorbereitung zum zweiten Teil von „House Of Gold & Bones“, was nahtlos die Geschichte aus dem ersten Teil vervollständigt, scheint es dem Mann hier und da doch noch langweilig zu werden. Für den Soundtrack des Films „Sound City“ nahm Taylor nun den Song „From Can To Can’t“ zusammen mit Dave Grohl – welcher ja Produzent des Streifens ist – auf.

Engelsgleich wirkt seine Stimme und geradezu zerbrechlich. So hat man sich den Schreihals von Slipknot sicherlich nicht vorstellen können, als diese Band im Jahre 1999 ihr Debüt einem geradezu vor die Füsse geworfen haben. „Friss oder stirb“ lautete die Devise und ja, man hat gefressen, was die Band aus Iowa einem dann in den Folgejahren noch servierte. Geradezu gemundet hat das Ganze, denn die Inszenierung der Band war einfach zu perfekt und einzigartig. Onanierende Clows inmitten eines Soundgewitters, welches durch den Ausnahmeschlagzeuger Joey Jordison perfekt untermalt wurde. Was wollte man mehr für Augen und Ohren?

Slipknot_worldstage1

Mit Slipknot komplett auf Krawall gebürstet…

Aber Taylor zog gedanklich schon weiter und suchte sich mit Stone Sour eine Band, mit der er seine ruhige Seite ausleben konnte. Sicherlich wurde einem kein Kuschelrock serviert und letztendlich auch kein Johnny Cash- Abklatsch – obwohl Corey ein Fan des alten Coutry- Barden ist -, aber gemächlicher ging es dennoch zu. So wirkt das erste Album geradezu ruppig, wenn man es mit den Nachfolgern „Come What(ever) May“ und „Audio Secrecy“ vergleicht.

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… zeigt sich Corey Taylor bei Stone Sour mit Gefühl!

Gerade auf dem 2010er Album faszinierte einen Corey Taylor mit Gesang, der einfühlsam und erhaben erschien. Das Klangbild war breit und dennoch konnte man noch was Rotziges darin entdecken. „House Of Gold & Bones Part I“ sollte Ende letzten Jahres dann die Welt von Taylor komplett aufzeigen. Nummern wie „RU486“ hauen einem die Beine weg, während „Taciturn“ die sanfte Hand darstellen. Zuckerbrot und Peitsche!

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Corey Taylor auf der letzten Tour (copyright: www.facebook.com/sightofsound.de)

Nun also der neuste Erguss des Mannes mit Foo Fighters Frontmann Dave Grohl. Herrlich anzuhören und ein kleiner, wenn auch nicht kompletter Vorgeschmack auf das kommende Album von Stone Sour. „House Of Gold & Bones, Part 2“ steht dem ersten Teil in Nichts nach und zeigt hier und da sogar noch ein breiteres Spektrum von Taylor und Stone Sour.

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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