Bohren und der Club of Gore - Von Heavy Metal zu Piano Nights

EMP-Blog

Musik, Interview und Reviews rund um Heavy Metal Musik, Filme und Rocker Klamotten.

Bohren und der Club of Gore – Von Heavy Metal zu Piano Nights

| Keine Kommentare

Bohren & Der Club of Gore - Piano NightsDa ich ja letztens erst einen Artikel über die Twin Peaks Blu-Ray Box geschrieben habe, bleibt es nun nicht aus, auch etwas über die Meister des Dark/Doom Jazz zu Schreiben, welche ich um das Jahr des Millenniums kennen und lieben gelernt habe. 

Bohren Promo 2Meine erste Begegnung mit Bohren und der Club of Gore hatte ich damals, als ich (zugegeben ziemlich „weggescheppert“) einen Videoclip im TV gesehen habe, wo ich aber den Bandnamen nicht mitbekommen hatte und die ganze Zeit dachte, dass es ein Secret Song oder Video aus Twin Peaks war…

Somit hab ich mich auf die Suche begeben und recherchiert und bin dann letzten Endes fündig geworden. Bohren und der Club of Gore – Sunset Mission.
Was für ein Machtwerk von Platte, super finster und bedrohlich, ein grandioser Soundtrack für die Nacht, perfekt für eine oder auch zwei Flaschen Wein oder ähnliches, Kerzenschein und einen Vollmond oder wie der Titel schon sagt, einen Sonnenaufgang.

Ich habe schon etliche Abende mit dieser Band verbracht, allerdings sei dazu gesagt, so ganz Partytauglich ist die Musik nicht ;)

Bohren sind eine Band, die den krassesten Stilwechsel gemacht haben, den ich kenne. Denn in den Anfängen haben, die aus Mühlheim an der Ruhr stammenden Herrschaften, bösen Heavymetal gemacht. Sehr schräg auch, aber komplett fernab von dem Wechsel zum heutigen „Doom Ridden Jazz“, wie die Band selber Ihre Musik definiert.

Bohren und der Club of Gore sind zwar immer noch mehr oder weniger im Underground angesiedelt, aber dennoch so bekannt, dass sie Mr. Mike Patton (Faith No More, Mr. Bungle, Fantômas, Tomahawk…) für den Song „Catch My Heart“ von dem Album „Beileid“ Gewinnen konnten.

Ansonsten ist die Musik rein instrumental aufgebaut, ohne jeglichen Gesang, welcher die Stille und Atmosphäre in meinen Augen auch nur „kaputt“ machen würde.

Das einzige stimmliche/gesprochene was man bei Bohren genießen kann, sind die grandiosen und selbst-ironischen Ansagen der Band, welche einem jedes Mal ein Grinsen ins Gesicht meißeln, bevor man wieder vor Demut erstarrt. Jede Show die ich bis jetzt besucht habe war immer relativ ähnlich aufgebaut, bestuhlt, dunkel und hier und da etwas glimmendes Licht oder Kerzen. Das kann zwischendurch recht lustig sein, wenn in der Stille dann jemand aufsteht, nichts sieht und ständig irgendwelche Flaschen oder Gläser umtritt…

Bohren LiveWer Lust bekommen hat sich das mal Live anzusehen sind hier die Daten der nächsten Auftritte:

04.10.2014 Essen (DE), Denovali-Swingfest
25.10.2014 Hamburg (DE), ÜBERJAZZ Festival / Kampnagel
05.11.2014 Nürnberg (DE), Künstlerhaus im KunstKulturQuartier
06.11.2014 Karlsruhe (DE), Stadtmitte
07.11.2014 Den Haag (NL), Rewire Festival
08.11.2014 London (UK), St John at Hackney Church

Mein Fazit:
Bohren und der Club of Gore sind in meinen Augen einmalig und wird wahrscheinlich auch eher Anklang bei den älteren Semestern finden, aber ich wollte hier einfach mal die Plattform nutzen, um auch eine andere Band aus einem anderen Genre der Musik anzupreisen. Und wer Twin Peaks liebt, der liebt auch Bohren…FAKT!!!
Ich für meinen Teil schnapp mir jetzt noch eine gute Flasche Wein und genieße „Piano Nights“.

Later, Andy.

Autor: Andy

Der Name: Andreas Dörner, EMP Hobby Blogger seit 2013, ansonsten liebender Vater & Ehemann, Hobby Bauer und Frontschwein bei Caliban seit mehr als 15 Jahren. Allgemeine Interessen: Musik jeglicher Art, TV Serien, gutes Essen und guter Wein. Zu Hause in der Welt, verankert in Ostfriesland. Die Ruhe zähmt den Sturm.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


%d Bloggern gefällt das: