Die EMP Plattenkiste zum 23.08.2019

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Die EMP Plattenkiste zum 23.08.2019

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Die EMP Plattenkiste zum 23. August wäre am Start. Ja, ich weiß, dass ihr alle müde und fertig seid. Festivals hier, Party da, der Sommer kann aber auch anstrengend sein. Deshalb nun wieder in aller Ruhe die Platten für euch, die uns besonders beeindruckt haben. 5 an der Zahl. Checkt sie mal an. 

Equilibrium – Renegades

Equilibrium - Cover

Ja, Equilibrium machen es ihren alten Fans nicht leicht. Aber die Veränderung lohnte sich derbe.

Es gibt immer wieder diese Bands, die das Fan-Herz doch sehr in Wallung bringen. Mitunter auch nicht immer in positiver Hinsicht. Equilibrium gehören definitiv dazu. Polarisierend ist man. Neues Logo, englische Texte und auch der Umstand, dass man mit „Renegades“ musikalisch wieder neue Wege geht. Verträgt dies noch ein Hardcore-Fan oder soll dieser eine Herzattacke erleiden? Der Ausgang ist uns ungewiss, aber wer nun poltert und die Band verteufelt, dem wird definitiv großartige Musik entgehen. „Renegades“ ist quasi ein Neustart und gleichzeitig eine Hommage an die alten Tage. Man ist sich bewusst, wo man herkommt, aber eben auch, wo man als Band noch hin kann. Die Balance zwischen Härte und Eingängigkeit ist hervorragend, der Sound druckvoll und ja, das Ganze klingt nach dem, was man sich von der Band erhofft hat. Sicher werden Equilibrium nicht alle Fans glücklich machen, aber die Mehrheit dafür umso glücklicher.

Freedom Call – M.E.T.A.L.

Freedom Call - Cover

20 Jahre auf dem Buckel und Zack, ein neues Album am Start. Freedom Call sind noch voll am Start.

Verdammte Axt. 20 Jahre haben Freedom Call schon auf dem Buckel. Komischerweise hat sich die Band erst in den letzten 8 bis 10 Jahren zu der Größe entwickelt, die ihnen und ihrem Schaffen die passende Plattform beschert. Mit „M.E.T.A.L.“ erscheint nun quasi als Jubiläums-Dreingabe ein neues Album. Herrlich, was die Mischung aus Helloween, Hammerfall, Rhapsody und Gammy Ray erneut aufgeht. Mächtigste Melodie-Attacken, stimmige Parts, die quasi nach Sing-A-Long schreien und der Umstand, dass man mit Chris bay einen fantastischen Sänger an Bord hat, machen die Platte zu einem klaren Start-Ziel-Sieg. Wo man bereits mit „111 – The Number Of The Angels“ einen starken Opener hinlegt, der sich harmonisch anfühlt und Tempo-technisch gediegen wirkt, ist „Spirit Of Daedalus“ bereits eine Voll-Attacke. Hier spielt man das Können aus, welches bei Freedom Call zu finden ist. Bockstark!

Sacred Reich – Awakening

Sacred Reich - Cover

Nach 23 Jahren gibt es endlich neue Musik auf die Ohren. Sacred Reich haben aber in den letzten Jahren immer wieder live gespielt.

Geschlagene 23 Jahre sind vergangen, seit die Band Sacred Reich ihr letztes Studioalbum veröffentlicht hat. Mancher Leser dieser Zeilen hat dieses Alter noch nicht mal erreicht. Dennoch könnte es sein, dass er/sie Sacred Reich kennt. Denn, und dies ist das Faszinierende an der Sache, hat die Band aus Arizona in den letzten Jahren immer Shows absolviert. Nun mit „Awakening“ also ein Output aus dem Studio. Was gibt es zu sagen? Nun, die Thrash-Herren lassen die 90er derart aufleben, dass es den alten Fans wahrlich Tränen der Rührung in die Augen treiben wird. Fronter Phil Rind gibt Alles, Lead-Gitarrist Wiley Arnett lässt sich ebenfalls nicht lumpen und das Resultat ist durchaus das, was man sich von dir Band erhofft hat. Neumodischer Mist wird anderen Bands überlassen. Hier lebt der alte Thrash so, wie sich eben die Band damals von der Bildfläche verabschiedet hat. Träumchen!

8Kids – Blüten

8Kids - Cover

Nehmt euch die Zeit und hört euch das Album an. 8Kids faszinieren insbesondere durch ihre Texte.

8Kids sind aus Deutschland. Ähnlich wie Fjørt bedienen sie auch den Post-Hardcore. Und was schließen wir daraus? Vergleiche zwischen den Bands tauchen immer wieder auf. Dabei ziehen 8Kids im direkten (Schwanz-)Vergleich den Kürzeren. Ein Umstand, der nun mit „Blüten“ ein Ende finden sollte. Denn die Band distanziert sich etwas von ihrem alten Sound um eben etwas Neuartiges zu schaffen. Bissige und ernste Texte bleiben, jedoch hat sich das Songwriting dahingehend verändert, dass Melodien mehr im Vordergrund stehen. Die instrumentale Härte der bisherigen Veröffentlichungen tritt etwas in der Hintergrund, was aber der Sache in keiner Weise einen Abbruch beschert. Texte waren schon immer das Steckenpferd der Band und wenn man diese schon in unserer Muttersprache vorträgt, dann sollte man ihnen auch besonderes Augenmerk schenken. Dies hat aber auch zur Folge, dass das Album per se seine Zeit benötigt. Diese sollte man investieren, da das Album großartig ist.

In Cold Blood – Legion Of Angels

In Cold Blood - Cover

Alle 10 Jahre kommt ein neues Album von In Cold Blood. Nun ist es wieder soweit: Schicker Hardcore!

Hardcore gefällig? Die Sorte zu der man sagen muss, dass sie einfach eine Durchschlagskraft wie ein Torpedo hat? Ja, wollt ihr? Sollt ihr haben. Mit In Cold Blood haben wir eine dieser Truppen, die nicht lange fackeln. Im schönen 10 Jahre-Rhythmus melden sich die Amis zurück und folglich gibt es nach dem 2009er-Album „Suicide King“ nun mit „Legion Of Angels“ den langersehnten Nachschlag. Die Truppe aus Cleveland fackelt auch wahrlich nicht lange, sondern peitscht mit „Dark Visions“ direkt los. Alles vorhanden, was eben dieser Oldschool-Hardcore benötigt. Aber hey, Moment, hat man sogar Samples eingebaut? Klar, denn Brückenschläge zwischen den Bollwerken an Songs machen die Sache zu einem intensiven und knallhart guten Album. Zwischen Wucht- und Wut-Attacken, schaffen es In Cold Blood auch schleppende Passagen einzubauen. Doom? Sicher doch! macht die Platte zu einem kurzweiligen und intensiven Brett!

Autor: Peter

Ich schreibe seit 2009 für EMP, von Produkttexten über Reviews bis hin zu Beiträgen im Blog. Meine größte Passion ist meine Familie und die Fotografie sight-of-sound.de!. Ich lebe in Hamburg, liebe Platten, Filme, Konzerte und gute Bücher. Musikalisch bin ich weniger engstirnig, denn letztendlich muss Musik gut gemacht sein und mich packen!

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