Schnief: Wolverine verabschiedet sich mit LOGAN von der Kinobühne

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Schnief: Wolverine verabschiedet sich mit LOGAN von der Kinobühne

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Da ist es nun also: Das dritte und letzte Soloabenteuer von Logan alias Wolverine. Der „X-Men„-Kosmos ohne Hugh Jackman als adamantiumklingenschwingender Mutant, das ist doch eigentlich unvorstellbar! Doch alles hat irgendwann mal ein Ende – von daher solltet ihr James Mangolds „Logan“ einfach nur im Kino genießen. Und das fällt ohnehin ziemlich leicht: Der Film ist großartig! Warum, lest ihr hier in unserem (spoilerfreien) Kinoreview.

Ich muss gestehen, dass ich die ersten beiden Wolverine-Spinoffs – „X-Men Origins: Wolverine“ von 2009 und „The Wolverine“ aus 2013 – zwar ganz okay, aber nicht überragend fand. Die Reboot-Filme „X-Men: Erste Entscheidung“, „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ und „X-Men: Apocalypse“ hatten da für mich irgendwie mehr Bums. Gut, ist natürlich Geschmackssache. Doch so oder so: Mit „Logan“ nimmt die Spinoff-Trilogie von Wolverine nun ein wirklich fantastisches Ende – das Beste kommt zum Schluss, so soll es doch sein!

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Oh-oh: Xaviers Hirn spielt verrückt (© 2017 Twentieth Century Fox)

Alt und fertig: Wolverine ist am Ende

Wir schreiben das Jahr 2029 und ein Großteil der Mutanten ist ausgerottet – seit zwei Jahrzehnten wurden keine neuen mehr geboren. Ein ausgemergelter, viel zu oft zur Flasche greifender Wolverine, dessen Kräfte durch das Adamantium in seinem Körper langsam aber sicher versiechen, verdingt sich als Limousinen-Chaffeur in einer Stadt nahe der mexikanischen Grenze. Die einzigen verbliebenen Mutanten in seinem Leben sind Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart), den er an einem geheimen Ort versteckt hat, und „Spürhund“ Caliban (Stephen Merchant), der auf den alten Mann aufpasst. Inzwischen über 90 Jahre alt, leidet der telepathische „X-Men“-Anführer unter schlimmen Anfällen, die für alle in seiner näheren Umgebung schlimme Folgen haben können – mit Pillen und Spritzen versucht Wolverine, die gefährlichen Attacken einzudämmen.

Doch schon bald müssen die drei ihre Deckung verlassen: Als eine Krankenschwester an Wolverine herantritt und ihn bittet, sie und das kleine Mädchen Laura (Dafne Keen) nach North Dakota zu fahren, wiegelt der grummelige Misanthrop zunächst ab. Dann jedoch taucht eine mysteriöse Söldnertruppe um den Cyborgarm-Fiesling Donald Pierce (Boyd Holbrook aus „Narcos“) auf der Bildfläche auf, die es auf die Kleine abgesehen hat und auch den Mutanten nachstellt – und schon bald befinden sich Wolverine, Charles Xavier und Laura auf einem gefährlichen Roadtrip gen Norden. Doch was soll da eigentlich sein, in North Dakota?

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Wolverine zückt schon mal die Klingen (© 2017 Twentieth Century Fox)

Blutig wie nie

Der Titel des Films deutet es bereits an: In „Logan“ geht es mehr denn je um den „Menschen“ hinter dem Mutanten Wolverine, der hier eigentlich schon mit allem abgeschlossen hat. Doch durch ein kleines Mädchen und einen alten Mann erkennt er, dass es doch noch etwas gibt, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Anders als bei den anderen Blockbustern aus dem Hause Marvel geht es bei „Logan“ nicht darum, den Vorgängerteil in puncto Spektakel und Opulenz auszustechen und das ultimative Actionfeuerwerk abzuliefern – und genau das ist es letztlich, was den finalen Wolverine-Film so erfrischend von allen anderen Superheldenfilmen absetzt. Die Handlung ist aufs Wesentliche reduziert und das Erzähltempo ein krasser Gegenentwurf zu den üblichen Hetzereien – doch wer glaubt, „Logan“ sei nur ein seichtes Roadmovie-Drama, der irrt gewaltig: So einen blutigen „X-Men“-Film habt ihr garantiert noch nie gesehen! Kollege „Deadpool“ hat in puncto Gewaltdarstellung offensichtlich neue Maßstäbe gesetzt.

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Entdeckt Logan auf seine späten Jahre etwa doch noch seinen soften Kern? (© 2017 Twentieth Century Fox)

Mach’s gut, alter Wolf!

Beim Gucken dieses fast zweieinhalbstündigen Wolverine-Schwanenlieds, das übrigens keine Sekunde langweilig ist, schoss mir ein merkwürdiger Vergleich durch den Kopf: Der Film ist wie eine mit Mutanten versehene Mischung aus „Little Miss Sunshine“, „Léon – Der Profi“ und „Terminator“. Ob dieser Vergleich irgendeinen Sinn ergibt, sei jetzt mal dahingestellt. Aber ist ja auch völlig egal – für mich ist „Logan“ eine der besten Comicverfilmungen überhaupt und ein würdiger letzter Auftritt für Hugh Jackman in seiner Paraderolle.

Müsst ihr den Film, der am 2. März anläuft, im Kino sehen? ABER NA LOGAN!

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Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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