In REDEMPTION wartet Jason Statham auf "Die Stunde der Vergeltung"!

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Im Gangster-Thriller REDEMPTION wartet Jason Statham auf „Die Stunde der Vergeltung“!

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Redemption

Um ehrlich zu sein, kommt man bei Jason Statham ja kaum noch hinterher: Schon wieder ein neuer Film? Seit einigen Jahren tankt sich „Mr. Transporter“ nun schon durch die Actionfilm-Landschaft und beschert uns jährlich zwei bis drei neue Filme: Von „Killer Elite“ über „Bank Job“ und „The Mechanic“ (hier als preiswertes BD-Double erhältlich) bis hin zu „Safe – Todsicher„, den „Expendables“ und dem jüngsten Streich „Parker“ reicht seine Filmografie in den vergangenen Jahren und wird nun wieder um einen weiteren Streifen reicher: „Redemption“ heißt er – und taugt er was?
Zunächst fällt auf, dass sich Statham hier mal erfreulich vom gängigen „Hau-und-schieß-in-die-Fresse“-Style seiner meisten Filme absetzt: Er mimt den ehemaligen Elitesoldaten Joey, der traumatisiert aus Afghanistan zurückkehrt und schließlich als alkoholkranker Obdachloser in den Straßen von London endet. Als er und seine menschliche Heizung Isabel eines Tages von miesen Zuhältern aufgemischt werden, kann er fliehen und sich in einem Luxuspenthouse verstecken. Praktisch: Der Bewohner kehrt erst in einem Jahr zurück und hat ungefähr Joeys Kleidergröße.

Mit ner Pulle Schnaps durch London: Der traumatisierte Joey mag nicht mehr (Redemption © Universum)

Mit ner Pulle Schnaps durch London: Der traumatisierte Joey mag nicht mehr (Redemption © Universum)

Er legt sich wieder einen vorzeigbaren Haarschnitt (vgl. Bild ganz oben) und sogar einen ehrenhaften Job als Tellerwäscher zu. Durch seine – unfreiwillig unter Beweis gestellten – Knochenbrecherqualitäten wird er schließlich zum Geldeintreiber und Leibwächter eines Unterweltchinesen, kann ein bisschen Kohle beiseite legen und sogar bei Nonne Cristina für die Suppenküche spenden. Doch eine Sache zermürbt ihn: Er kann seine alte Freundin Isabelle nirgends finden – bis ihm Cristina, die unter der Nonnenkluft und hinter der Nerdbrille ein ziemlich heißer Feger ist, einen Tipp gibt.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich langt Stahlbody Statham auch hier wieder ordentlich zu. Nur verkommt die Brutalität bei „Redemption – Stunde der Vergeltung“ selten zum Selbstzweck (was man einigen anderen seiner Filme ja durchaus vorwerfen konnte), sondern unterliegt einem höheren Ganzen: Der gebrochene Mensch, der in seiner Vergangenheit Schuld auf sich geladen hat, rappelt sich auf und kämpft noch einmal für das Gute.

Junge, was ist denn hier passiert: Spielt Statham als nächstes in "Der Glöckner von Notre Dame"? (Redemption © Universum)

Junge, was ist denn hier passiert: Spielt Statham als nächstes in „Der Glöckner von Notre Dame“? (Redemption © Universum)

Gut, einige Parts in „Redemption“ sind schon ein wenig übertrieben bzw. Klischee: Die Nonne, der nach einem Gläschen Sekt plötzlich die Schenkel glühen. Oder dass so gut wie alle Männer – ob Freier, Turnlehrer oder Gangster – sadistische und frauenverachtende Arschlöcher sind. Andererseits: Die der männlichen Spezies inhärente Aggression ist ja unbestreitbar. Männer sind eben Erb-Schweine – außer Jason Statham natürlich. Und, klar, alle die das hier lesen (aber wehe wenn doch!).

Erkenntnis: Jason Statham kann auch actionorientierte Rollen mit Tiefgang spielen. Vielleicht nicht die allerneuste Erkenntnis (ich erinnere mich zum Beispiel an Guy Ritchies vorzüglichen „Revolver“ aus 2005), aber immerhin eine angenehme Bestätigung. Mit „Redemption“ kann man also mehr richtig als falsch machen.

Redemption – Stunde der Vergeltung“ ist jetzt fürs Heimkino erhältlich.

Hier der Trailer:

Redemption - Cover

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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