Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere

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DER HOBBIT – DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE: Willkommen zum epischen Schlacht-Finale!

| 1 Kommentar

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So, endlich – ENDLICH! – dazu gekommen, „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ zu gucken. Das war tatsächlich der einzige Teil von Peter Jacksons Mittelerde-Triple-Double, den ich nicht im Kino sah. Warum? Weil mich der zweite Streich der „Hobbit“-Trilogie, „Smaugs Einöde“ ehrlich gesagt nicht so wirklich überzeugen konnte. Gut, trotzdem muss man das epische Finale natürlich eigentlich im Kino gesehen haben. Ewige Schande auf mein unwürdiges Haupt!

Episches Feuerinferno

Das Gute am heutigen HD-Zeitalter ist allerdings: Auch zu Hause knallen die Streifen natürlich wie Grond gegen die Tore Minas Tirith‘. Zauberwort: Blu-ray. Gleich der Beginn von „Die Schlacht der fünf Heere„, als der furiose Smaug die Seestadt Esgaroth in ein Meer aus Flammen taucht und es zum Showdown mit Bard („Dracula“ Luke Evans), ist ein absolutes Fest für Aug und Ohr – selten (bis nie) ein dermaßen spektakulär inszeniertes Feuerinferno gesehen!

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Smaug hat die Schnauze voll (© Warner)

Nach diesem monströsen Auftakt muss man erst mal durchschnaufen, derweil sich die Überlebenden aus der Seestadt in die Berge flüchten und dort in der Ruinenstadt Thal Unterschlupf suchen. Oberzwerg Thorin (Richard Armitage) sieht das natürlich mit Argwohn und fürchtet, dass sich die Menschen am gigantischen Schatz gütlich tun wollen, der im Berg Erebor schlummert. Das kann dem stolzen Zwergenkönig natürlich nicht gefallen – zumal er längst von der Drachenkrankheit befallen ist und wie ein Wahnsinniger nach dem Arkenstein sucht.

Diesen hat Bilbo (Martin Freeman, „Sherlock„, „The World’s End„) ja bereits im letzten Teil gefunden, doch als er sieht, wie sich Thorin zu einem gierigen paranoiden Fiesling entwickelt, behält er den Stein lieber erst mal selbst. Als Thorin Bard gegenüber sein Wort bricht und den Menschen jedwede Unterstützung versagt, kommt es zum Kampf zwischen Zwergen auf der einen und einer Allianz aus Menschen und Elben auf der anderen Seite. Die Spitzohren melden nämlich ihrerseits Ansprüche auf den Schatz an. Doch bald spielt das Geschacher um den Schatz keine Rolle mehr: Azog der Schändliche führt seine Ork-Armeen in die Schlacht – im Namen des schlimmsten aller Feinde: Sauron!

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Azog macht das Ork-Heer mobil (bei Arbeit, Sport und Spiel) (© Warner)

Herr der Ringe oder Hobbit – was ist besser?

Die Schlacht der fünf Heere“ bietet letztlich das, was man von einem finalen Teil erwarten darf: epische Schlachten, perfekt inszenierte Mittelerde-Bilder und großes Pathos. Das hier ist ohne Frage einer der bombastischsten Fantasy-Actioner der Kinogeschichte. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Finale der „Herr der Ringe„-Trilogie für mich nach wie vor unerreicht ist. Als Gandalf mit dem Elbenheer den Abhang runterpreschte, als Gandalf Pippin in der Schlacht um Minas Tirith von den Gestaden der Ewigkeit erzählte, als Aragorn seine „dieser Tag ist nicht heute“-Rede schwang, hat mich das emotional viel intensiver angesprochen, sprich: zu Tränen gerührt. Oh Gott, bin ich inzwischen emotional verkrüppelt? Habe ich ein „Herz aus Stahl“ (das Review zu Brad Pitt im Panzer kommt übrigens die Tage)? Muss ich zum Arzt? Ich weiß auch nicht – solche unvergesslichen Momente habe ich im „Hobbit“ jedenfalls nicht gefunden. Obwohl die „Hobbit“-Trilogie von den Schauwerten natürlich viel imposanter ist, finde ich die über zehn Jahre alten „Der Herr der Ringe“-Filme nach wie vor besser. Vermutlich Geschmackssache. Oder wie sieht’s bei euch aus?

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Bilbo muss erkennen, dass Thorin nicht mehr alle Ketten am Hemd hat (© Warner)

Vielleicht ist man nach sechs Mittelerde-Teilen aber auch einfach übersättigt – irgendwie ähneln sich die Fights und die Bilder dann ja doch immer. Die Synchronität von der „Hobbit“-Reise zur Odyssee in „Herr der Ringe“ war mir schon im zweiten Teil (negativ) aufgefallen.

Was mir allerdings mal wieder auffiel, ist, wie zeitlos Tolkiens Werke doch sind: Die Zwerge, die sich hinter einer riesigen Mauer verschanzen, während vor ihren Toren die flüchtenden Menschen Not leiden… das ist eine wunderbare Analogie zur gegenwärtigen Flüchtlingspolitik in Europa. Und das ist nicht die einzige Parallele zum aktuellen Weltgeschehen, die sich in „Der Hobbit“ und natürlich auch in „Der Herr der Ringe“ wiederfindet. Er war und bleibt nun mal ein Genie, der J.R.R.!

Der Trailer

Das Cover

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Die Erkenntnis

Die Schlacht der fünf Heere“ ist sicher nicht die beste Tolkien-Verfilmung – aber dennoch ein fulminantes Action-Spektakel, das jeder Fantasy-Freund gesehen haben muss.

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

Ein Kommentar

  1. Bin schon gespannt wie es weiter geht….Ich finde eigentlich beides gut und die Schauspieler sind genial. Bilbo Beutlin Schauspieler ist in seiner Rolle genauso gut wie Frodo :-).

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