BLACK SABBATH - The End Of The End: Nur am 28. September im Kino!

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BLACK SABBATH – The End Of The End: Nur am 28. September im Kino!

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Das war das Ende vom Ende: Am 4. Februar 2017 absolvierten Tony Iommi, Geezer Butler und Ozzy Osbourne die letzte Black-Sabbath-Show ihrer fast 50 Jahre währenden Karriere. Standesgemäß in ihrer Heimatstadt Birmingham, wo im Jahre 1968 alles begonnen hatte – und mit „alles“ ist nicht nur die Geschichte der Band, sondern auch die des Heavy Metals gemeint. Allen Sabbath- und Metal-Fans bietet sich nun eine einzigartige Gelegenheit: An diesem Donnerstag, den 28. September 2017 (und zwar NUR an diesem Tag) könnt ihr euch den Konzertfilm „The End Of The End“ zum allerletzten Black-Sabbath-Auftritt in ausgewählten Kinos anschauen. Macht das!

Einmalige Chance: Black Sabbath im Kino!

Über 200 deutsche Kinos haben den von Regisseur Dick Carruthers (unter anderem bekannt für seine Arbeiten mit Led Zeppelin->LINK oder den Rolling Stones->LINK) gedrehten Film im Programm – auf blacksabbathfilmtickets.com könnt ihr checken, ob ein Kino in eurer Nähe dabei ist.

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Black Sabbath zelebrieren das Ende vom Ende (Bild: Ross Halfin)

Ich hatte das große Glück, mir „The End Of The End“ kürzlich bei seiner Weltpremiere in Hamburg ansehen zu können. Per se bin ich ehrlich gesagt nicht der größte Fan von Konzertfilmen – aber da ich Ozzy und Co. bei ihrer Abschiedstournee leider nicht live sehen konnte, ist ein Konzertfilm im Kino dann wohl das Nächstbeste, was man erleben kann. Und was soll ich sagen?

Der Film ist absolut großartig!

Carruthers hat den finalen Gig der Metal-Ikonen einfach perfekt eingefangen. Standesgemäß eröffneten die Briten, bei denen nur Drummer Bill Ward (aus bekannten Gründen) als einziges Gründungsmitglied nicht dabei war, ihr Set mit dem Song, mit dem auch ihr 1970er Debütalbum begann: „Black Sabbath“. Wenn Ozzy mit zittriger Stimme die ersten Songzeilen „What is this that stands before me? Figure in black which points at me…“ singt, läuft einem einfach nur ein kalter Schauer über den Rücken. Das morbide Monster-Riff von Tony und die tonnenschwere Bassline von Geezer tun ihr Übriges, um die proppenvolle Genting Arena in Birmingham bereits beim ersten Song in ein Tollhaus zu verwandeln.

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Ozzy hat Spaß (Bild: Ross Halfin)

Black Sabbath: Die Freundschaft ist geblieben

Das Schönste an diesem Film waren für mich jedoch noch nicht mal die Live-Aufnahmen, sondern die Tatsache, dass es Carruthers gelungen ist, die Stimmung und die Emotionen der Hauptcharaktere einzufangen. Man merkt einfach, dass diese drei ihre Musik auf der Bühne leben – obwohl sie längst Multimillionäre sind und gar nicht mehr live spielen müssten. Doch mit welcher Leidenschaft und Präzision sie diesen Gig zelebrieren, nötigt einem größten Respekt ab. Zumal Tony nach wie vor mit seiner Krebserkrankung zu kämpfen hat und ohnehin alle nicht mehr die Jüngsten sind. Beeindruckend ist auch, wie energetisch und lebhaft Ozzy auf der Bühne zu Werke geht – jener Mann, der vor ein paar Jahren aufgrund seiner Drogen- und Alkoholprobleme eigentlich nur noch ein zitterndes, schlurfendes Wrack war. Als wäre er in einen Jungbrunnen gefallen!

Seine Konzertaufnahmen hat Carruthers wunderbar zusammengeschnitten. Immer wieder gibt es herrliche Close-up-Aufnahmen, in denen man Ozzys Gesicht, Tonys wieselflinke Hände oder den völlig in sich versunkenen Geezer aus nächster Nähe zu sehen bekommt. Auch dem Publikum widmet er immer wieder intensive Nahaufnahmen – mir ist vor allem eine grauhaarige Lady in Erinnerung geblieben, die von ihren Gefühlen überwältigt scheint und in Tränen aufgelöst ist. Da kann man selber vor Rührung schon mal ein bisschen Pipi in die Augen bekommen (#pussy)!

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Geezer ist gerade auf einem anderen Planeten (Bild: Ross Halfin)

Fettes Konzert vs. intime Studioaufnahmen

Es ist jedoch nicht nur der finale Gig der Black-Sabbath-Abschiedstour, der in „The End Of The End“ gezeigt wird. Zwischendurch schneidet der Regisseur immer wieder Interviewparts mit den Protagonisten dazwischen – oder zeigt die drei beim Musizieren in ihrem Studio. Diese Aufnahmen sind ein paar Tage nach dem Gig in Birmingham entstanden und gehen somit noch mehr zu den Anfängen der Band zurück.

Hier performen Ozzy, Geezer, Iommi und Ward-Ersatz Tommy Clufetos die Songs „The Wizard“, „Wicked World“, „Sweet Leaf“, „Tomorrow’s Dream“ und „Changes“ – und fast wirkt es so, als wäre man in der Zeit zurück gereist und würde Black Sabbath beim Jammen in der Garage zuhören. In diesen Momenten sieht man, dass die Freundschaft dieser drei Männer, die in den vergangenen fünf Dekaden einige Untiefen durchlaufen musste, immer noch aufrichtig und intakt ist. Und nicht nur der Zuschauer vermisst ein ums andere Mal Bill Ward – auch die Bandmitglieder denken öfter an ihren alten Weggefährten und beziehen auch Stellung dazu.

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Immer noch ein riffgieriger Typ: Tony Iommi (Bild: Ross Halfin)

Ihr merkt schon: Jeder Fan von Black Sabbath und/oder Heavy Metal muss diesen Film auf der großen Leinwand im Kino schauen. Schaut also unbedingt nach, ob er in eurer Stadt läuft! Und keine Sorge: Wenn ihr kein Glück habt, kommt das gute Stück natürlich auch bald ins Heimkino. Am 17. November soll „The End Of The End“ in diversen Blu-ray- DVD- und Audio-Editionen erscheinen. Allerdings soll die Kinoversion 15 exklusive Minuten enthalten, die offenbar nicht auf der Konserve enthalten sein werden.

Und jetzt? War’s das mit Black Sabbath? Man soll niemals nie sagen: Nächstes Jahr feiern die Briten ihr 50-jähriges Bestehen – vielleicht geht ja noch was! Tony Iommi jedenfalls sagt im Film, dass er gerne noch einmal etwas mit den anderen machen wolle.

Daumen drücken! Lang leben Black Sabbath!

Der Trailer zu „The End Of The End“

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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