Alien: Isolation - Alien: Isolation - Der Horrortrip des Jahres

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Alien: Isolation – Der Horrortrip des Jahres

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Wie bereitet man sich auf den Surival-Horror-Titel des Jahres Alien: Isolation richtig vor? Genau, man zieht sich Alien gleich 2x rein. Einmal als Kinofassung und nochmal als Director’s Cut aus dem Jahre 2003. Und ja, ich weiß, dass Ridley Scott seine ursprüngliche Version als DC sieht, aber die Fassung aus 2003 wird halt so genannt. Um das ganze abzurunden, vervollständigt man die Quadtrilogie und schmeißt die anderen Alien-Filme in den Player. Gesagt, getan. Und somit beginnt mein Albtraum auf der Raumstation Sevastopol.

Die Story von Alien: Isolation setzt den ersten Horrortrip von Ellen Ripley fort und zwar 15 Jahre später. Man schlüpft in die Rolle von Amanda Ripley, Tochter der einzigen Überlebenden der Nostromo, die auf der Suche nach ihrer verschollenen Mutter ist. Amanda ist übrigens keine Erfindung der Entwickler. Erwähnung findet sie bereits in Aliens, aber nur im Director’s Cut. Ein Hoffnungsschimmer für die einsame Tochter gibt es, als der Flugschreiber der Nostromo gefunden und auf die Raumstation Sevastopol gebracht wird. Doch als Amanda dort ankommt, wird schnell klar, dass die Crew auf unnatürliche Weise dezimiert wurde …

Kein Ego-Shooter!

Man spielt aus der Ego-Perspektive, aber von einer simplen Ballerei ist das Game so weit entfernt wie die Erde vom Planeten LV-426. Die ersten Spielminuten geben den Takt vor: Hier wird Survival Horror der allerbesten Sorte geboten. Meist allein und zu Beginn noch völlig unbewaffnet, schleicht man durch die dunklen Gänge der Station, immer mit dem flauen Gefühl im Magen, dass der Xenomorph jede Sekunde auftauchen und das virtuelle Leben beenden könnte. Und das passiert häufiger, als einem das lieb ist.

Game Over!

Die Entwickler sind zu Recht stolz auf die KI des Alien, die wirklich unberechenbar ist. Kein Gang ist sicher. Das schrecklich schöne Monster des kürzlich verstorbenen H.R. Giger kann immer und überall auftauchen. Auch an Orten, an denen man schon mehrere Male gewesen ist. Und wer nicht aufpasst, stirbt. Sofort. Hab ich schon erwähnt, dass die Bestie unbesiegbar ist? Es hilft nur die Flucht, die normalerweise per Sprint erledigt wird. Rennen verursacht in „Alien: Isolation“ aber Lärm und Lärm bedeutet Tod, weil der Xenomorph kein Freund von Lärm ist.

Im Weltall hast du keine Freunde

Schleichen, verstecken und hoffen, dass das Alien irgendwann die Suche aufgibt, lautet die Devise. Im Laufe des Spiels kommt man an Schusswaffen, das Biest bleibt davon allerdings unbeeindruckt. Zumindest zeigt der Flammenwerfer etwas Wirkung und lässt den blutdurstigen Nimmersatt für eine kurze Zeit verschwinden. Die Ballermänner eignen sich hingegen bestens gegen die Androiden und anderen Überlebenden der Sevastopol, die Amanda ebenso ans Leder wollen. Im Weltall hört dich nicht nur niemand schreien, da hat man auch keine Freunde mehr. Leuchtfackeln, Medikits & Co. erstellt man über ein simples Crafting-System. Wichtig ist, dass man mit offenen Augen durch die Welt von „Alien: Isolation“ läuft. Material zum Basteln blinkt nicht – wie oft in anderen Spielen – offensichtlich, sondern ist schön stimmig in die Spielwelt eingebunden.

Die Androiden sind Ripley nicht freundlich gesinnt

Wo ich gerade bei stimmig bin: „Alien: Isolation“ bietet wohl die beste Kulisse aller bisherigen Alien-Spiele. Das Setting ist nahezu perfekt und als Fan der Filme, besonders des ersten Streifens, geht einem das Herz auf. Überall blinken LEDs, pixelige Schrift auf den Monitoren, düstere, sterile Gänge – alles sieht nach Ridley Scotts Klassiker aus. Soviel Liebe zum Detail sieht man heutzutage selten. Abgerundet wird das positive Gesamtbild durch eine wahnsinnig gute Lichtstimmung, einer guten deutschen Vertonung und einer tadellosen Surround-Kulisse, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

„Alien: Isolation“ ist gnadenlos, aber auch gnadenlos gut. Fehltritte werden direkt mit dem Tod bestraft, auch auf dem leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade. Diese Angst vor dem Tod macht auch die große Faszination des Titels aus. Anspannung pur! Alien-Fans werden mit einer perfekten Kulisse beglückt, deren Detailverliebtheit keine Wünsche offen lässt. Der Horrortrip des Jahres!

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