Zum viel zu frühen Tod von James Gandolfini alias Tony Soprano

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Zum viel zu frühen Tod von James Gandolfini alias Tony Soprano

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Eine traurige Nachricht erschüttert die Filmwelt: „Sopranos“-Star James Gandolfini ist im Alter von nur 51 Jahren an einem Herzstillstand gestorben – auf Urlaubsreise in Rom, „der ewigen Stadt“. Und genau so ewig wird uns dieser großartige Schauspieler auch in Erinnerung bleiben.

Obwohl der 1961 in Westwood, New Jersey geborene James Roberto Gandolfini, Sohn italienischer Einwanderer, schon Anfang der 90er ins Filmbiz einstieg und beispielsweise mit seiner Rolle in Tony Scotts Gangsterfilm „True Romance“ für Aufsehen sorgte, war es doch schließlich eine HBO-TV-Serie, die ihn unsterblich machen sollte: Als Familienoberhaupt Tony Soprano musste er von 1999 bis 2007 in sechs Staffeln sein wirres Familienleben mit seinem Beruf unter einen Hut kriegen. Gut, das müssen viele – doch Tony ist hauptberuflich Mafiaboss und leidet seit kurzem unter unerklärlichen Panikattacken, die ihn gleich am Anfang der ersten Folge zu einer Psychiaterin führen. Der Rest ist Fernsehgeschichte, hat haufenweise Emmy-, Golden-Globe- und andere Awards abgesahnt und gilt für viele Serienfreunde als beste TV-Serie aller Zeiten. Die heutige TV-Serienlandschaft wäre ohne die „Die Sopranos“ definitiv eine andere. Eine sehr viel schlechtere.

Unsterblich: James Gandolfini als Tony Soprano (© Warner)

Durch seinen Erfolg als geplagtes Mafiaoberhaupt wurden auch Hollywoods Filmemacher auf Gandolfinis einzigartige schauspielerische Fähigkeiten aufmerksam – es gibt nicht viele Mimen, die dir mit nur einem einzigen Blick die Nackenhaare aufstellen können. In Gore Verbinskis Action-Komödie „The Mexican“ spielte Gandolfini 2001 an der Seite von Brad Pitt und Julia Roberts einen amtsmüden homosexuellen Auftragskiller, 2009 traf er in „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ erneut auf Regisseur Tony Scott und zwei Jahre darauf im fantastischen Thriller „Killing Them Softly“ (als amtsmüder heterosexueller Auftragskiller) auf seinen alten Buddy Brad Pitt. Dazwischen bewies er 2010 im bewegenden Drama „Willkommen bei den Rileys“, dass er nicht nur den sympathischen Bösewicht, sondern auch einen Gutmenschen glaubhaft darstellen kann. Zu Gandolfinis letzten Filmen gehören die oscarprämierte Bin-Laden-Jagd „Zero Dark Thirty“, das Indie-Drama „Not Fade Away“ (gefeiertes Spielfilm-Debüt von „Sopranos“-Erschaffer David Chase), die Magier-Comedy „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ und das 2014 ins Kino kommende Action-Drama „Animal Rescue“, das als allerletzter Film in seiner beeindruckenden Vita stehen wird.

Einer Vita, die gefühlt doch eigentlich erst am Anfang stand und uns mit Sicherheit noch viele wunderbare Filmmomente beschert hätte. James Gandolfini, du warst einer der ganz Großen – und wirst es auch ewig bleiben. Mögest du in Frieden ruhen.

„Those who want respect, give respect.“
TONY SOPRANO

Rest in peace, James Gandolfini (© Warner)

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Davor habe ich jahrelang als Redakteur für diverse Filmmagazine gearbeitet sowie für einschlägige Metalmedien geschrieben und fotografiert. Lieblingsfilme? Zu viele. Unter anderem aber die „The Raid“-Filme, „Into The Wild“ und „Adams Äpfel“. Lieblingsserien? "Breaking Bad", "Better Call Saul", "Game Of Thrones", "Mad Men" und und und. Musikalisch kann man mich - wenn man wollte - mit Bands wie Ghost, Kvelertak, Mantar, Parkway Drive und, klar, Maiden gefügig machen. Besucht mich doch mal bei Instagram, wo ich meine Livebilder aus dem Metal- und Rock-Game zur Schau stelle: @67rocks.

Ein Kommentar

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