Trauer um Mr. Spock: Leonard Nimoy ist tot

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Trauer um eine Popkultur-Ikone: „Mr. Spock“ Leonard Nimoy ist tot

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Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, ist Ur-Spock Leonard Nimoy im Alter von 83 Jahren verstorben. Mit ihm geht nicht nur ein großartiger Schauspieler, Regisseur, Sänger, Dichter und Fotograf von uns, sondern irgendwie auch ein Teil unserer goldenen Kindheit. Denn auch wenn vielleicht nicht jeder von uns Trekkie war oder ist – Mr. Spock kennt so gut wie jeder.

Wir könnten jetzt wie Spiegel Online in ihrem Abschieds-Beitrag den Spruch bringen, dass Nimoy „für einen Vulkanier (…) mit 83 sehr jung gestorben“ sei und dafür „die Gene seiner menschlichen Mutter verantwortlich sein“ dürften. Ist aber irgendwie nicht witzig, selbst wenn man glühender „Star Trek“-Verehrer ist.

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Dreamteam: Captain Kirk und Mr. Spock (© Paramount)

Leonard Nimoy starb am 27. Februar an den Folgen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung aka Raucherlunge – obwohl er das Laster schon vor 30 Jahren aufgegeben hatte. Auch wenn der Tod eines 83-jährigen Mannes vielleicht nicht sonderlich überraschend kommt, so berührt er uns vielleicht auch deswegen ein bisschen mehr als andere, weil er uns an die unbeschwerten Tage unserer Kindheit und Jugend erinnert, als wir mit Captain Kirk, Spock, Pille & Co. Lichtjahre von der Erde entfernt fremde Welten, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen entdeckten und dabei in Galaxien vordrangen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Und uns damit vor Augen führt, dass auch wir irgendwann mal in die ewigen Jagdgründe eingehen werden.

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Die gute alte Zeit (© Paramount)

Worauf es im Leben ankommt, hat Nimoy in seinem letzten Tweet vom 23. Februar angedeutet: „Ein Leben ist wie ein Garten. Man kann perfekte Momente haben, sie aber nicht aufbewahren, außer in der Erinnerung. Lebe lang und in Frieden.“

Erinnern wir uns seiner:

Im Alter von 18 Jahren ging Nimoy nach Hollywood und hielt sich jahrelang mit über 50 zumeist kleineren Film- und Fernsehrollen über Wasser – ob „Bonanza“, „Perry Mason“ oder „Mini-Max“. Seinen schauspielerischen Durchbruch feierte er freilich erst in der Rolle des Halbvulkaniers Spock in der Sci-Fi-Serie „Raumschiff Enterprise“, die später auch bei uns unter ihrem englischen Titel „Star Trek“ bekannt werden sollte. In drei Staffeln kämpfte er als Stimme der Vernunft an der Seite von William Shatner für den intergalaktischen Frieden.

Danach war er ein gemachter Mann in Hollywood und spielte mit den ganz Großen zusammen – wie mit Yul Brynner in „Catlow – Leben ums Verrecken“ oder Donald Sutherland in „Die Körperfresser kommen“. Auch am Theater wurde er zum gefragten Schauspieler, zum Beispiel in „Einer flog über das Kuckucksnest“ oder Shakespeares „Was ihr wollt“. In späteren Jahren erwies sich dann nach langjähriger Filmabstinenz vor allem sein Auftritt als Dr. William Bell in der „Fringe“-Serie als Erfolg.

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Einmal Spock, immer Spock (© Paramount)

Doch obwohl er auch als Poet, Synchronsprecher, Musiker (Debütalbum: „Leonard Nimoy Presents Mr. Spock’s Music from Outer Space“, 1967) und Fotograf Erfolge feierte, war er doch im popkulturellen Kontext immer nur eines: Mr. Spock. Eine Reduzierung, mit der er auch zu kämpfen hatte, wie allein die Titel seiner beiden Autobiografien „I Am Not Spock“ (1975) und „I Am Spock“ (1995) zeigen.

Im Laufe der Jahre und „Star Trek“-Weiterführungen ließ er sich immer mal wieder in einer Gastrolle als Mr. Spock blicken – auch im grandiosen Franchise-Reboot von J.J.Abrams mit „Star Trek“ und „Star Trek: Into Darkness“ war er natürlich mit an Bord.

Einmal Spock, immer Spock.

Danke für alles, Leonard Nimoy. Ruhe in Frieden.

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