Seid ihr bereit für die SCHÄNDUNG?

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Zweite Verfilmung von Jussi Adler-Olsens Mørck-Romanen: In „Schändung“ muss das Sonderdezernat Q abermals einen viele Jahre zurückliegenden Mordfall aufklären. Gelingt Kommissar Mørck und seinem Assistenten Assad erneut, was andere vor ihnen nicht geschafft haben?

So gewinnt man Carl Mørcks Aufmerksamkeit

Eigentlich war der unliebsame Soziopath Mørck seinerzeit ins Sonderdezernat Q strafversetzt worden, um im Keller des Polizeipräsidiums ein paar Akten zu prüfen und niemandem mehr auf den Geist zu gehen. Doch nach dem Ermittlungserfolg in „Erbarmen“, der (äußerst gelungenen) ersten Verfilmung der „Carl Mørck“-Reihe aus der Feder des dänischen Krimi-Schriftstellers Jussi Adler-Olsen, wächst der Druck auf Mørck und Assad, weitere Erfolge vorzuweisen. Eines Abends wird Mørck vor dem Präsidium von einem verwirrten älteren Mann bedrängt, der von ihm die Aufklärung eines über 20 Jahre zurückliegenden Doppelmords fordert. Der überrumpelte Kommissar schickt den aufdringlichen Kerl mit der Empfehlung nach Hause, erst mal seinen Rausch auszuschlafen. Am nächsten Morgen wird der Mann tot in seiner Badewanne gefunden – Selbstmord. Mørck mag zwar ein Menschenhasser sein, doch nun ist er dem Alten was schuldig – und rollt einen längst abgeschlossenen geglaubten Fall wieder auf.

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Mørck, Assad und die neue Sekräterin ermitteln in ihrem Loch namens Sonderdezernat Q (© Warner)

Der verwirrte Selbstmörder entpuppt sich als ehemaliger Polizist, der den Mord an seinen beiden Zwillingskindern aufklären wollte und dabei in immer tiefere Abgründe absackte. 1984 wurden die beiden im Sommerhaus der Familie brutal misshandelt und ermordet. Ein örtlicher Kleinganove gesteht den Mord – und kommt dank seines findigen Star-Anwalts nach drei Jahren wieder frei. Fall abgeschlossen? Für die Polizei ja, doch Mørck und Assad werden bei der Durchsicht der alten Akten stutzig. Wie konnte sich der vermeintliche Mörder einen Anwalt leisten, der sonst eigentlich nur die Superreichen vertritt? Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf eine Gruppe gewalttätiger Internatsschüler, die seinerzeit Angst und Schrecken verbreiteten. Eine davon, Kimmie, ließ am Abend des Doppelmordes einen Notruf bei der Polizei ab, gilt jedoch seither als verschollen. Können die Jungs vom Sonderdezernat Q und ihre clevere neue Sekretärin die eigentlichen Täter finden? Je mehr sie den alten Fall wieder aufrollen und der ehemaligen Internatsclique hinterherschnüffeln, desto mehr werden sie selbst zur Zielscheibe.

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Die Schändungs-Gang in Aktion (© Warner)

Astreiner Skandinavien-Thriller

Wie „Erbarmen“ ist auch die „Schändung„-Verfilmung ein packender Skandinavien-Thriller, der im Vergleich zu den Hochglanz-Produktionen aus Hollywood eine sympathische Abgeranztheit hat, die die Atmosphäre umso bedrohlicher macht. Nikolaj Lie Kaas, den jeder Skandinavien-Fan sicherlich aus Filmen wie „Dänische Delikatessen“ oder dem bald fürs Heimkino erhältlichen „Men & Chicken“ kennt, und sein Adjutant Fares Fares harmonieren auch hier als schrulliges kongeniales Ermittler-Duo. Kaas schafft es, die Abgründe der Mørck-Figur greifbar zu machen – auch wenn man diesen vermurksten Charakter letztlich nie so wirklich verstehen wird.

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Mørck in Nøten – wurde er getøtet?! (© Warner)

Schändung – das Fazit

Die Mørck-Verfilmungen sind eine hervorragende Alternative zur bewährten Hollywood-Kost: düster und abgründig, mordsspannend und mit sympathisch kauzigen Typen besetzt. Ich freu mich schon auf den nächsten Adler!

Schändung – der Trailer

Schändung – das Cover

Schändung Cover

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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