Rückblick: Das waren die Academy Awards 2014

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Rückblick: Das waren die Academy Awards 2014

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Oscars 2014

Schwupps, schon sind sie wieder vorbei, die Academy Awards 2014. Hat man ja allerorts schon viel drüber gelesen: Wer welches Kleid trug, wer komische Haare hatte und was Ellen DeGeneres für ein verrücktes Twitter-Bild verschickte (das seither vor keiner noch so peinlichen Fotomontage sicher ist). Solange da keiner mit nem Behemoth-Kapuzenpulli aufkreuzt, interessiert mich der ganze Fashion-Zirkus ehrlich gesagt nicht die Bohne. Welche Mimen und Filme prämiert wurden schon eher:
Oberste und allerwichtigste Nachricht aus dem Dolby Theatre zu Los Angeles: „12 Years A Slave“ wurde bei der 86. Oscarverleihung zum besten Film des Jahres 2013 gekürt. Welch Überraschung. Schon bei den Golden Globe Awards Anfang des Jahres erhielt das starbesetzte Sklavendrama die Auszeichnung als bestes Drama. Als Filmemacher (in diesem Fall „Shame“- und „Hunger“-Regisseur Steve McQueen) kannst du dir sicher sein: Das Erbschuld-Thema Sklaverei zieht in Amerika immer. Sogar ein progressiver Filmemacher(-Gott) wie Quentin Tarantino war ja mit „Django Unchained“ mehrfach nominiert. Doch nicht dass wir uns falsch verstehen: „12 Years A Slave“ ist natürlich ein absolutes cineastische Meisterwerk. Nur ist es eben auch… die erwartbare Wahl.

Oscarnominiertes Triumvirat: Michael Fassbender, Lupita Nyong'o und Chiwetel Ejiofor - die bis dato unbekannte Nyong'o gewann den Academy Awards als beste Nebendarstellerin (12 Years A Slave © Tobis)

Oscarnominiertes Triumvirat: Michael Fassbender, Lupita Nyong’o und Chiwetel Ejiofor – die bis dato unbekannte Nyong’o gewann den Academy Awards als beste Nebendarstellerin (12 Years A Slave © Tobis)

Ebenfalls ziemlich vorhersehbar: Wie schon bei den Golden Globes, gewann Matthew McConaughey nun auch den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine grandiose Performance des mit HIV infizierten Macho-Cowboys Ron Woodroof im AIDS- und Pharma-Drama „Dallas Buyers Club“ (hier unsere Filmkritik). Ich gestehe: So stark McConaughey auch war und so bemerkenswert er seinen Körper für diese Rolle runtergehungert hat – ich hätte es dieses Jahr wirklich wirklich Leonardo DiCaprio gegönnt, der in Martin Scorseses Wallstreet-Satire „The Wolf of Wall Street“ (hier unsere Filmkritik) eine absolute Macht ist. Aber es ist inzwischen ja bereits eine Art Running Gag, dass DiCaprio bei der Oscar-Jury nicht sonderlich hoch im Kurs steht. Nominieren, ja. Auszeichnen, nein.

Schade, dabei ist „Wolf Of Wall Street“, der in keiner der fünf Kategorien, in denen er nominiert war (bester Film, Haupt- und Nebendarsteller, Regie & adaptiertes Drehbuch), gewinnen konnte, doch ein ungemein zynischer Kommentar zum gierigen Bankertum, das die Weltökonomie vor ein paar Jahren derbe in die Scheiße geritten hat – und immer noch reitet: Als wäre nichts gewesen, jonglieren miese Finanzhaischweine nach wie vor mit unserem Geld, um fette Gewinne und Boni einzustreichen. Finde ich ehrlich gesagt zeitgemäßer als das Thema Sklaverei, das freilich nach wie vor seine Berechtigung hat.

Ging mal wieder leer aus: Leo DiCaprio (The Wolf of Wall Street © Universal)

Ging mal wieder leer aus: Leo DiCaprio (The Wolf of Wall Street © Universal)

Versöhnt hat mich dann die Oscar-Auszeichnung für die beste Regie: Berechtigterweise traf es hier Alfonso Cuarón für sein grandioses Weltraum-Kammerspiel „Gravity„, dem ich ja schon zum Kinostart heißblütig meine Liebe gestanden habe (hier die ausführliche Filmkritik). Gibt’s inzwischen übrigens auch fürs Heimkino – hier empfehle ich uneingeschränkt die vorzügliche Blu-ray 3D, die in jeder Hinsicht technische Referenzklasse bietet und dem fantastischen Kinoerlebnis erfreulich nahe kommt. Oscarwürdig war darin mal wieder Sandra Bullock, die sich dieses Jahr allerdings unser aller Lieblings-Galadriel („Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“) Cate Blanchett geschlagen geben musste, die auch Oscar-Abonnentin Meryl Streep, die Dauer-Nominierte Judi Dench oder Dekolleté-Schnuckie Amy Adams aus „American Hustle“ auf die Plätze verwies. In Woody Allens „Blue Jasmine“ spielt Blanchett einfach großartig die soziale Absteigerin Jasmine, die durch ihren kriminellen Gatten aus Manhattans High-Society-Luxusleben gerissen wird und – völlig blank und traumatisiert – bei ihrer einfachen Schwester in San Francisco unterkriechen muss. Eine verdiente Oscargewinnerin.

Dito, ganz klar, natürlich auch unser aller Lieblings-Jordan-Catalano Jared Leto, der für seine mutige Performance des Transsexuellen Rayon in „Dallas Buyers Club“ mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Grandios, überragend, phänomenal, weiter Filme machen, Jared! Aber darüber bitte nicht 30 Seconds To Mars vernachlässigen, okay? Und wo wir gerade bei Jared Leto und Filmen sind: Falls ihr „Mr. Nobody“ von 2009 noch nicht gesehen habt: nachholen! Ebenfalls eine ganz starke Darbietung des Multitalents.

Junge, was ist nur aus  Jordan Catalano geworden?! (Dallas Buyers Club  © Ascot Elite)

Junge, was ist nur aus Jordan Catalano geworden?! (Dallas Buyers Club © Ascot Elite)

Die Aufzählung der anderen Gewinner erspare ich euch hier einfach mal. Fest steht: „Gravity“ ist mit sieben Trophäen der erfolgreichste Film der diesjährigen Awards, während „12 Years A Slave“ und „Dallas Buyers Club“ je drei Goldjungs bekamen. Zu den Verlierern zählen allen voran die starbesetzte Krimi-Komödie „American Hustle“ (unsere Filmkritik hier), die in keiner der zehn nominierten Kategorien absahnen konnte. Ein Fiasko – da ist man doch lieber gar nicht erst nominiert, oder? Ebenfalls unter Wert geschlagen: Das köstliche S/W-Roadmovie „Nebraska“ und der nervenzerreißend spannende Tatsachen-Thriller „Captain Philips“ mit Tom Hanks, die beide trotz sechs Nominierungen nichts reißen konnten. Auch „Der Hobbit“ konnte den Oscar-Erfolg der „Herr der Ringe“-Vorgänger-Trilogie nicht wiederholen und ging bei drei Nominierungen leer aus. Ist natürlich auch ein undankbarer Job, wenn du in den Kategorien bester Ton, bester Tonschnitt und beste visuelle Effekte gegen den unangefochtenen Platzhirsch „Gravity“ antreten musst.

Das soll’s gewesen sein mit der Oscar-Nachbetrachtung. Wollen wir eine Wette abschließen? Ich sage: Leo wird nie einen Oscar gewinnen. Höchstens in 40 Jahren mal so einen Gnadenoscar fürs Alterswerk. Das Leben ist eben manchmal nicht fair.

Mein Lieblingskleid bei der Zeremonie trug übrigens Jennifer Lawrence. Aber die könnte sich auch einen Kartoffelsack überhängen und ich fände das geil. (Ihr könnt es nicht sehen, aber ich hebe gerade meine Hand zum „Panem„-Gruß)

Zum Abschluss noch der Trailer zum offiziell besten Film des Jahres 2013: „12 Years A Slave“
(könnte im ein oder anderen kleinen Kino sogar noch laufen)

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

Ein Kommentar

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