Packendes Superheldenactionkino: X-MEN - ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT

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Packendes Superheldenactionbombastkino: X-MEN – ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT

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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Wer auf Superhelden-Comicverfilmungen steht, kommt an Marvels „X-Men“-Filmen nicht vorbei – schon gar nicht, seit „Kick-Ass“-Regisseur Matthew Vaughn der Franchise 2011 mit „X-Men: Erste Entscheidung“ so ein fantastisches Reboot beschert hat. Kurioserweise saß bei dessen Fortsetzung nun nicht Vaughn, sondern Bryan Singer im Regiestuhl, der ja bekanntlich bei den ersten beiden Teilen (von 2000 und 2003) das Zepter geschwungen hatte. Aber das soll uns ziemlich egal sein, denn: „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ ist (mindestens) genau so gut wie sein Vorgänger.

Moskau, 2023: Ruinen, Düsternis, Endzeitstimmung. Aus schwebenden Drohnen fallen Roboter auf die trostlose Erde herab und kämpfen gegen eine kleine Gruppe von Mutanten um Bishop („Ziemlich beste Freunde“ Star Omar Sy) und Shadowcat (Ellen Page, „Inception„). Doch trotz ihrer Spezialkräfte haben die Mutanten keine Chance gegen ihre Feinde, da diese die Fähigkeit besitzen, im Kampf die Kräfte ihrer Gegner zu erlernen. Doch Shadowcat kann Bishops Bewusstsein in die Vergangenheit zurücktransportieren, so dass er die Mutanten rechtzeitig warnen kann.

Na logan: Wolverine ist auch wieder mit am Start (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit© Fox)

Na logan: Wolverine ist auch wieder mit am Start (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit© Fox)

In dieser nahen Zukunft stehen die Mutanten kurz vor der Ausrottung durch die Sentinel-Roboter, die 50 Jahre zuvor ein Wissenschaftler namens Bolivar Trask (unser Lieblings-Imp Peter Dinklage aus „Game Of Thrones„) entwickelt hat, der daraufhin von Mystique (Jennifer „Panem„->LINK Lawrence) zur Strecke gebracht wurde. Ein schwerer Fehler, schließlich wurde das Sentinel-Programm durch diesen Vorfall überhaupt erst aktiviert, und da Mystique nach ihrem Anschlag gefangen wurde, konnten die Sentinels dank ihrer DNA mit Assimilierungsfähigkeiten ausgestattet werden. Der Anfang vom Ende der Mutanten aller Länder.

Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen), die in der Zukunft ihre Fehde beigelegt haben, sehen nur noch eine Möglichkeit, die Vernichtung zu verhindern: Mithilfe von Shadowcat transportieren sie in einem einsamen mongolischen Bergkloster Wolverine(s Geist) ins Jahr 1973, damit er ihre jungen Ichs (wie in „X-Men: Erste Entscheidung“ James McAvoy und Michael Fassbender) davon überzeugt, die Ermordung von Trask zu verhindern. Doch in 1973 sitzt Magneto im Hochsicherheitsgefängnis, da er JFK erschossen haben soll, und Professor X ertränkt seinen Frust darüber, dass ihm Mystique den Rücken gekehrt hat, in Alkohol. Um wieder laufen zu können (wir erinnern uns: seit den Geschehnissen in „Erste Entscheidung“ etwa zehn Jahre zuvor ist er gelähmt), schraubt er sich Spezialmedikamente rein, die allerdings seine telekinetischen Fähigkeiten außer Kraft setzen. Und ausgerechnet Wolverine, der für seine Engelsgeduld bekannt ist, soll die spinnefeinden Mutantenführer versöhnen, damit sie gemeinsam die Zukunft ihrer Spezies und der gesamten Menschheit retten? Au Backe.

70s = Lederjackenzeit! (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit © Fox)

70s = Lederjackenzeit! (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit © Fox)

Wenn man Zeit linear interpretiert, ist „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ natürlich von vorne bis hinten unsinnig – aber daran sind ja bislang eigentlich so gut wie alle Zeitreisefilme gescheitert. Als ich mich nach der Pressevorführung über die Unlogik der Zeitreisethematik aufregte (in der Zukunftshandlung sagt X über die Jungs in der Vergangenheit: „Sie brauchen mehr Zeit.“ Ja, nee, is klar!), wandte mein geschätzter Kollege Wolf zu Recht ein: „Junge, wir reden hier über Mutanten, die Fußballstadien durch die Luft schweben lassen“ und ich musste erkennen: Wenn man die X-Men grundsätzlich akzeptiert, dann ist es eigentlich Quatsch, sich über Logiklöcher in der Story zu echauffieren.

Lassen wir das also und konzentrieren uns auf die wesentliche Frage: Liefert „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ superheldentechnisch ab? Die Antwort ist (natürlich): Jaaaaaa! Der Film ist ein exorbitantes Special-Effects-Spektakel, das Superhelden-Hits wie „Iron Man„, „The Avengers“, „Captain America„, „The Amazing Spider-Man“ oder dem zynischen DC-Kollegen „The Dark Knight“ in nichts nachsteht und die „Wolverine„-Spinoffs deutlich hinter sich lässt.

Flieg, Magneto, flieeeeeeg! (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit © Fox)

Flieg, Magneto, flieeeeeeg! (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit © Fox)

225 Millionen Dollar sollen in die Effekte-Orgie geflossen sein, und auch wenn ich persönlich „The Amazing Spider-Man 2“ optisch ein klein wenig imposanter fand, ist das hier absolutes State-of-the-Art-Actionkino. Es gibt eine Bullet-Time-Szene bei der Befreiung von Magneto aus dem Pentagon, die einem die Schuhe auszieht – von der Endszene (Stichwort: Stadion) ganz zu schweigen.

„X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ ist ein Kino-Muss, Punkt. Viel Spaß!

Hier der Trailer:

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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