Lustiger Roadtrip mit Sexyhexy Jennifer Aniston: WIR SIND DIE MILLERS

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Lustiger Roadtrip mit Sexyhexy Jennifer Aniston: WIR SIND DIE MILLERS

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Wir sind die Millers

Filme mit Jennifer Aniston sind ja stets eine absolute Wundertüte: Von charmanten Komödien („Marley & Ich“) bis zu albernem Quark („Der Kautions-Cop“, „Meine erfundene Frau“), vom Boxoffice-Hit („Trennung mit Hindernissen“) bis zum Vollflop („Wanderlust – Der Trip ihres Lebens“) kann alles passieren. In „Wir sind die Millers“ spielt Brads Ex nun, wie schon in „Kill The Boss“, an der Seite von Jason Sudeikis und einmal mehr plakativ (pseudo-?)lasziv mit ihren Reizen. Hop oder top?
Ich gestehe: Trotz alter, durch massiven „Friends“-Konsum geprägter Jennifer-Aniston-Liebe hatte ich zunächst nicht sonderlich viel Bock auf „Wir sind die Millers“. Denn so genial sie in der zehnstaffligen US-Sitcom auch gewesen sein mag – bei der Wahl ihrer Filme hat sie oft genug ins Klo gegriffen. Da konnten mich auch solche Aussichten aus dem Trailer nicht sonderlich locken:

Strippt für ihr Leben gern: Jennifer Aniston (Wir sind die Millers © Warner)

Strippt für ihr Leben gern: Jennifer Aniston (Wir sind die Millers © Warner)

Man muss sich ja schon fragen, warum die Aniston in letzter Zeit so oft (angedeutet) die Hüllen fallen lässt: Schon in „Kill The Boss“ hatte sie ja ein paar Szenen, die ihren (freilich nach wie vor imPOsanten) Body in den Vordergrund stellten und vermutlich nur dazu da waren, die Kerle zum Sabbern zu bringen. Hat ja funktioniert. Aber jetzt schon wieder? Wird das nicht langsam ein bisschen… alt/aufgesetzt/verzweifelt?

Wie auch immer: Wir wollen uns nicht beklagen. Vor allem dann nicht, wenn der Rest des Films (für Aniston-Comedy-Verhältnisse) ziemlich gut geraten ist:

Die 44-Jährige mimt die (auch nicht jünger werdende) Stripperin Rose, die ihre aufreizenden Sachen packen muss, als sie sich weigert, wie ihre neue Konkurrentin „Boner Garage“ mit den Stripclub-Kunden in die Kiste zu steigen. Wie soll sie jetzt nur ihre Miete zahlen? Ähnlich klamm wie Rose ist auch ihr Nachbar David (Sudeikis), ein kleiner Drogendealer, der von ein paar (langhaarigen, klar) Kids um seine Ware beraubt wird und deswegen bei Großlieferant Brad Gurdlinger (wie gewohnt super: Ed Helms aus „Hangover„) in der Kreide steht. Doch Gurdlinger macht ihm ein Angebot: Wenn er eine Lieferung Marihuana aus Mexiko abholt und in die Staaten schmuggelt, ist seine Schuld beglichen. Also heckt David einen cleveren Plan aus: Er castet eine „Traumfamilie“ zusammen und mietet einen Camper an, um mit der heißen Ware unbescholten über die Grenze zu kommen. Als Kids bieten sich die Rumtreiberin Casey (Emma Roberts, „American Horror Story„) und der nervig-nerdige Nachbarsjunge Kenny (Will Poulter, der die Rolle des Nervers schon aus „Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte“ kennt) an – und als Mutti… na klar: Strip-Queen Rose!

Gestatten: die Millers, Drogenschmuggler (Wir sind die Millers © Warner)

Gestatten: die Millers, Drogenschmuggler (Wir sind die Millers © Warner)

Der Rest dürfte klar sein: Die vier begeben sich auf einen chaotischen Roadtrip, in dessen Verlauf sie miesen Gangstern, ralligen Campern und anderen Kuriositäten begegnen. Erfreulicherweise gelingt es Regisseur Rawson Marshall Thurber („Voll auf die Nüsse“), seiner Blödel-Comedy einen schwungvollen Verve zu verleihen und die Gags gut zu timen. Die Chemie in der gefaketen Millers-Family stimmt und sorgt für einige ziemlich derbe Zoten – überhaupt geht es hier öfter ein bisschen unter die Gürtellinie, und das ist auch gut so. Eins von mehreren Highlights: Die interfamiliäre Kussszene des Inzestgrauens.

Erkenntnis: „Wir sind die Millers“ ist wider Erwarten eine gelungene Road-Comedy mit gutem Cast, hoher Gagdichte und ein bisschen sexyhexy. Kein Wunder, dass der Film im Kino durchgestartet ist und (bei einem Budget von 37 Mille) stolze 270 Millionen Dollar an den Kinokassen eingespielt hat. Wer auf seicht-derbe Comedy-Kost steht: anchecken!

Hier der Trailer:

Wir sind die Millers

PS. Ich bin stolz auf mich: Hab nicht einmal das Wort milf benutzt…

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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