Gelungen: die Verfilmung von Dean Koontz Fantasy-Roman ODD THOMAS

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Gelungen: die Verfilmung von Dean Koontz Fantasy-Roman ODD THOMAS

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Odd Thomas

Der ein oder die andere mag die „Odd Thomas“-Romanreihe von Fantasy-Star Dean Koontz kennen, die 2004 mit „Die Anbetung“ ihren Anfang fand und bis dato vier weitere Teile hervorgebracht hat. Mit Stephen Sommers („Die Mumie„, „Van Helsing“) hat sich nun ein patenter Blockbuster-Regisseur des Bestseller-Romans angenommen und mit vergleichsweise schmalen 27 Millionen Dollar Budget einen spannenden Fantasy-Actioner daraus gemacht.
Wie sein Name bereits andeutet, ist der 20-jährige Imbisskoch Odd Thomas (Anton Yelchin, der Chekov aus J. J. Abrams „Star Trek„-Reboot) ein ziemlich ungewöhnlicher Typ: Ganz wie wie der Bub aus „The Sixth Sense“ kann er die Geister von Toten und noch ein paar andere grausige Dinge sehen – die Bodachs, gruslige Schattenwesen, die in Scharen auftauchen, wenn etwas Böses geschehen wird. Als eines Tages ein merkwürdiger Mann in den Imbiss kommt und eine wahre Heerschar von Bodachs hinter sich herzieht, schwant Odd nichts Gutes. Er verfolgt den Typen und kommt einem grausigen Vorhaben auf die Spur, das eine Katastrophe in der kalifornischen Kleinstadt auslösen könnte.

Knapp daneben ist... auch vorbei? (Odd THomas © Ascot Elite)

Knapp daneben ist… auch vorbei? (Odd Thomas © Ascot Elite)

Sommers ist hier ein kurzweiliger Indie-Film gelungen, der mit verdienten Schauspiel-Veteranen (wie Willem Dafoe oder Patton Oswald) auch in den Nebenrollen stark besetzt ist und unter Beweis stellt, dass Yelchin das Zeug zum charismatischen und variablen Hauptdarsteller hat.

Einziger Wermutstropfen ist vielleicht, dass die visuellen Effekte (budgetbedingt) nicht ganz so imposant sind wie bei Sommers großen Blockbustern wie den „Mumie“-Filmen oder auch der ersten Verfilmung der Spielzeugfranchise „G.I. Joe„. Das Zitat auf dem DVD-Cover „…mit sehr coolen visuellen Effekten“ ist dann doch etwas zu euphemistisch: Vor allem die Bodachs sehen mitunter etwas billig aus. Doch anders als bei vielen aktuellen Dicke-Hose-Brechern kann „Odd Thomas“ mit einer stimmigen Story und gut besetztem Cast punkten, zu dem auch Odds Filmfreundin Addison Timlin („Californication„) zählt.

*Schmacht* (Odd Thomas © Ascot Elite)

*Schmacht* (Odd Thomas © Ascot Elite)

Wer also auf gut gemachte Indie-Fantasy der Marke „Chronicle“ steht, bei der die Story wichtiger als Effektoverkill ist, der sollte „Odd Thomas“ mal eine Chance geben. Zumal auch das überraschende Ende ziemlich gut gelungen ist.

Hier ist der Trailer:

Odd Thomas - Cover

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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