Ethan Hawke mag's finster: SINISTER schockt endlich daheim

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Ethan Hawke mag’s finster: SINISTER schockt endlich daheim

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Wer hätte gedacht, dass Ex-Magermilchbubi Ethan Hawke auf seine mittleren Jahre noch zum Kinokassenknüller wird – und das ausgerechnet im Horror-Segment?! Und doch, es ist so: Kürzlich ging sein Home-Invasion-Horror „The Purge“ (wir berichteten) im Kino durch die Decke und spielte fast das 25-fache seines Mini-Budgets von 3 Mio. Dollar wieder ein. Und auch der ebenfalls drei Millionen teure Schocker „Sinister“ von 2012, der nun endlich im Heimkino aufschlägt, soll allein in den weltweiten Lichtspielhäusern knapp 90 Millionen eingefahren haben. Ist der Buhei gerechtfertigt und „Sinister“ tatsächlich so finster wie erhofft?

Eins nach dem anderen. Darum geht’s:

Einfach mal ein bisschen abhängen und die Seele baumeln lassen. (© Universal)

Spaß beiseite – das Lachen wird euch ohnehin schon bald vergehen! Genau so wie es Autor Ellison Oswalt (Herr Hawke) vergangen ist, der seit dem großen Erfolg mit einem True-Crime-Roman eine viel zu lange Durststrecke durchlebt und sich vom Umzug in eine Kleinstadt einen Inspirations- und Karriere-Boost erhofft. Dort nämlich geschah ein grausiges, ungeklärtes Verbrechen: Eine vierköpfige Familie (gerne mal nachzählen) wurde in ihrem eigenen Garten erhängt, und von einer weiteren vermissten Tochter fehlt seither jede Spur. Was Ellison seiner Frau und den beiden Kindern verschweigt: Die Tat geschah nicht etwa in IRGENDEINEM der benachbarten Häuser, sondern in EBEN JENEM Haus, das die Familie nun bezieht. Was Mutti nicht weiß, macht Mutti nicht heiß…?

Schnell stellt sich jedoch heraus, dass das neue Heim keinen inspirierenden, sondern einen terrorisierenden Einfluss auf den Schreiberling hat: Auf dem Dachboden stößt Ellison auf eine Kiste mit 8mm-Rollen, die sich als Snuff-Filme der Erhängung und anderer Familienmorde erweisen. Abend für Abend zieht er sich die Gräueltaten rein, um dem Täter auf die Spur zu kommen und ein spektakuläres Enthüllungsbuch zu schreiben. Zu spät bemerkt er, dass er sich mit einer finsteren Macht angelegt hat, die es auf ihn und seine Familie abgesehen hat…

Finster ist’s in „Sinister“ (© Universal)

Eigentlich ist es ja das Einfachste/Billigste von der Welt: Licht aus, Taschenlampe an, düsterer Score drüber und fertig ist die Horrorschockerlaube! Und doch gelingt es nur wenigen Filmen, packende Nackenhaaraufstellatmo zu kreieren und beim Zuschauer ähnliche Beklemmungen auszulösen wie beim Helden/Opfer des Films. Bei „Sinister“ ist es Scott Derrickson (verantwortlich fürs Remake von „Der Tag an dem die Erde stillstand“ oder „Der Exorzismus von Emily Rose“) zweifellos gelungen: Teilweise ist es derart pechrabenschwarz düster in diesem abgefuckten Horrorhaus, dass man (sofern man, wie es sich gehört, beim Filmgucken das Licht ausgeschaltet hat) zusammen mit dem bemitleidenswerten Protagonisten durch die Korridore zu stolpern glaubt. Gut, einige Schockeffekte stammen vom Horrorbaukastenreißbrett und entlocken dem gestählten Genre-Aficionado nur ein müdes Gähnen, doch andere wiederum treffen wortwörtlich mitten ins Schwarze. Der grummelnde, pumpende Industrial-Score trägt sein Übriges zur erfolgreichen Fürchteflairsteigerung bei, und die finale Auflösung der Horrormär… konnte man so nicht unbedingt voraussehen.

„Nimmst du die Patenschaft der kleinen Ashley an, sumerischer Michael-Myers-Terminator-Zombie-Ghoul?“ (© Universal)

Drum merke: Wenn deine Vormieter von einer paganistischen Gottheit namens Bughuul geschlachtet wurden – zieh‘ NICHT in dieses Haus.

Für Haunted-House-, Found-Footage- und Mystery-Horror-Freunde sollte „Sinister“ genau das Richtige sein. Viel Spaß – ich hör‘ jetzt Sinister zum Runterkommen.

Ach ja, Service-Qualität und so:

Und alle die jetzt schön angefixt sind, können ihren Bughuul huldigen und ihr Glück bei unserer Sinister Verlosung versuchen, die noch bis zum 11.08.2013 online ist. Zu gewinnen gibt es ein „Dinner in the Dark“ oder DVD plus Filmposter!

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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