Endlich: Die VIKINGS brandschatzen das Heimkino!

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Endlich: Die VIKINGS brandschatzen das Heimkino!

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Vikings

Setzt die Segel, wetzt die Klingen, poliert die Thorhämmer, entert die Langboote: Die Wikinger kommen! Nein, noch nicht die mit Johan Hegg von Amon Amarth – die kommen erst Ende Oktober mit „Northmen – A Viking Saga“ (ins Kino). Zuvor erscheint ziemlich genau JETZT endlich die erste Staffel der kanadisch-irischen TV-Serie „Vikings“, die vor ein paar Monaten auf Pro7 ausgestrahlt wurde, auf Blu-ray und DVD im Heimkino. Taugt die was? Ben klärt auf – zumindest die, die die neun Folgen von Staffel #1 noch nicht gesehen haben.

Mit einem stattlichen Budget von 40 Millionen Dollar ging der Sender History Television hier gleich in die Vollen und gab damit gar nicht viel weniger für die erste Staffel aus als HBO für die Debüt-Season seines Premium-Projekts „Game Of Thrones„. Und, da kann man sagen, was man will: Anders als beim Kinofilm ist bei einer TV-Serie ein pralles Budget oft ein absolutes Gütesiegel.

Moinmoin! Die Wikinger beim Strandspaziergang. (© Fox)

Moinmoin! Die Wikinger beim Strandspaziergang. (© Fox)

Die Staffel orientiert sich grob an den Abenteuern des Wikingers Ragnar Lodbrok, der laut Sage im frühen 9. Jahrhundert legendäre Raubzüge in England und Frankreich veranstaltet, mutige Erkundungsfahrten durchgeführt und gleich mehrere Frauen gehabt haben soll. Wer kann, der kann eben.

Am Anfang der Serie ist Ragnar (gespielt vom Australier Travis Fimmel, der – die Ladys unter euch werden es vielleicht wissen – Anfang der 2000er das höchstbezahlte männliche Unterwäschemodel von Calvin Klein war), noch ein einfacher Bauer, der im Auftrag und auf dem Schiff seines Anführers Jarl Haraldson (Gabriel Byrne, „In Treatment – Der Therapeut“, „Vampire Academy„) Raubzüge in den wohlbekannten Osten unternimmt. Beim jährlichen strategischen Meeting zu den Sommerraubzügen schlägt er vor versammelter Mannschaft vor, dieses Jahr doch einfach mal in den Westen zu segeln, wo große Schätze auf sie warten sollen. Doch Jarl schiebt lieber die sichere Kugel und hat fortan ein Auge auf den forschen Querulanten.

Siegfried und Isolde... ach nee... Calvin und Klein... ach nee... Ragnar und Lagertha! (© Fox)

Siegfried und Isolde… ach nee… Calvin und Klein… ach nee… Ragnar und Lagertha! (© Fox)

Ragnar, der alte Fuchs, lässt sich derweil sein eigenes Boot bauen und bricht auf in den Westen, wo er mit seiner bunten Truppe (größtenteils) unerschrockener Kämpfer als erstes gleich mal das Kloster Lindisfarne dem Erdboden gleich macht und die überlebenden Mönche als Sklaven einsackt. Zu Hause gibt’s zwar Schimpfe vom Jarl, doch die reiche Beute stimmt ihn milde und schon bald geht’s mit offizieller Erlaubnis auf zu neuen Reichtümern in den Westen. Doch zähe Feinde, Ragnars unberechenbarer Bruder Rollo und andere Unwägbarkeiten machen dem aufstrebenden Wikingerführer das Leben schwer.

Anders als Rosie Huntington-Whiteley in „Transformers 3“ belegt Fimmel in der fordernden Rolle des furchtlosen Wikinger-Eroberers eindrucksvoll, dass Unterwäschemodels prinzipiell durchaus auch als Schauspieler taugen. Auch der Rest des Cast – wie Katheryn Winnick, die Ragnars Frau Lagertha spielt, und natürlich Byrne – überzeugt auf ganzer Linie, dito für die fantastische Ausstattung und die Entwicklung der gut ausgearbeiteten Charaktere.

Schildkrötenformation! (© Fox)

Schildkrötenformation! (© Fox)

Anders als bei anderen angesagten Historien-Serien wie zum Beispiel der „Spartacus„-Reihe ist bei „Vikings“ das Setting deutlich realistischer und nicht so Green-Screen-künstlich. Auch die eingeflochtene Mythologie, die blutigen Schlachten und die Darstellung der Wikinger generell, die nicht (nur) als wilde Barbaren, sondern auch als visionäre und Eroberer gezeigt werden, überzeugen.

Summa summarum eine weitere stark inszenierte, besetzte und geskriptete historische Abenteuer-Serie, die man vor allem als Wikingerfan auf keinen Fall verpassen darf.

Trailer gucken:

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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