Der erfolgreichste Film 2013 startet endlich im Heimkino: Iron Man 3

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Endlich: Das exorbitante Effektspektakel IRON MAN 3 startet im Heimkino!

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Iron Man 3

Eisenmann ist wieder da! Im dritten (und vorerst angeblich letzten) Teil der saumäßig erfolgreichen Marvel-Franchise bekommt es Robert Downey Jr. alias Tony Stark doppelalias Iron Man mit dem superschurkigen Früchtchen Mandarin zu tun und muss dafür weit über die eigene Schmerzgrenze hinausgehen. Mit Erfolg: Auch „Iron Man 3“ ist – wie schon seine erstklassigen Vorgänger – wieder ein starker Actionspaß geworden, der nicht mit Dicke-Hose-Effekten und coolen Stark-Onelinern geizt.

Ist ja fast schon peinlich, dieses „Iron Man“-Abgehaile, aber hey: dass die Franchise – nicht zuletzt dank der genialen Besetzung mit Robert Downey Jr. – zum Besten und Amüsantesten zählt, was das Superheldenblockbusterkino der jüngeren Jahre hervorgebracht hat, steht ja wohl mal völlig außer Frage. Oder gibt es da etwa gegenteilige Meinungen? (Natürlich eine rein rhetorische Frage)

Einander wie aus dem Gesicht geschnitten: Tony Stark (links) und Iron Man (rechts) (Iron Man 3 © Concorde)

Einander wie aus dem Gesicht geschnitten: Tony Stark (links) und Iron Man (rechts) (Iron Man 3 © Concorde)

Nachdem Lebemann, Zillionär und Arroganzbolzen Tony Stark als selbsterklärter Superheld in „Iron Man“ von 2008 den Iron Monger und zwei Jahre später in „Iron Man 2“ den peitschenden Whiplash besiegt hat, sieht er sich in seinem vorerst letzten Abenteuer dem bis dato übermächtigsten Feind gegenüber: dem Mandarin! Und das ausgerechnet am emotionalen Tiefpunkt seiner Eisenmannkarriere: Seit den Geschehnissen des „The Avengers“-Spinoffs von Verlustängsten und Panikattacken geplagt, ist Stark nur noch ein Schatten seiner selbst und pimpt seine Iron-Man-Anzüge nächtelang zu supermordenden… äh… supermodernen Hightechkampfmaschinen auf. Neuester Hit: Ein auf Fingerzeig in Einzelteilen herbeischwebendes Modell, das mit der künstlichen Intelligenz JARVIS ausgestattet ist. Auch Starks Beziehung zu Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) leidet unter seinem intensiver werdenden Schutzbedürfnis – und dann gräbt auch noch der schmierige Wissenschaftler Aldrich Killian (Guy Pearce) an der Leiterin des Stark-Imperiums herum, als er ihr eine seiner neuen Erfindungen präsentiert.

Die größere Bedrohung ist jedoch zunächst der Mandarin, der die Welt mit seinen Terrorattacken in Atem hält und Iron Man dort angreift, wo er am verletzlichsten ist: in seiner Beton-Enterprise!

... oder ist die Stark-Residenz doch eher eine Hommage an Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte"? (Iron Man 3 © Concorde)

… oder ist die Stark-Residenz doch eher eine Hommage an Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“? (Iron Man 3 © Concorde)

Auf der Flucht vor dem gnadenlosen Zitrus-Terroristen und dessen feurigen Häschern muss sich Stark seinen Ängsten und der Frage stellen, was Iron Man zu Iron Man macht: die Rüstung oder der Mensch darin?

Keine Frage, mit 200 Millionen Dollar auf Tasche lässt sich heutzutage so einiges im Filmbereich machen, und das sieht man diesem Effektspektakel auch zu jeder Sekunde an: Die fantastisch inszenierten Actionszenen wie beispielsweise die Stark-Residenz-Attacke oder das Finale furioso im Frachthafen sind so orgiastisch fett ausgefallen, dass einem die Kinnlade in den Schoß fällt. Wenn man genau hinschaut, erkennt man mitunter zwar die ein oder andere Mini-Modell-Szene, aber dieses Entlarvungsproblem hat man bei Blu-rays ja öfter mal. Trotzdem möchte ich wenn irgend möglich nie wieder eine DVD anschauen müssen – ist mir ein absolutes Rätsel, warum das immer noch so viele Menschen tun. Gerade bei Effektphantasmagorien wie „Iron Man“ ist HD heutzutage eigentlich Pflicht. Sorry, liebe In-die-Röhre-Gucker.

Neben der genialen Technik lebte jeder „Iron Man“ vor allem auch durch seine Bösewichte – und Ben Kingsley als Mandarin steht seinen Vorgängern Jeff Bridges und Mickey Rourke in nichts nach. Im Gegenteil: Wenn das mal nicht einer der kultigsten Schurken der Superhelden-Geschichte ist!

Mag den öffentlichkeitswirksamen Auftritt: Superschurke Mandarin (Iron Man 3 © Concorde)

Mag den öffentlichkeitswirksamen Auftritt: Superschurke Mandarin (Iron Man 3 © Concorde)

Zwei Sachen – um bei aller Abhailerei auch mal wieder was auszusetzen zu haben – finde ich bei „Iron Man 3“ indes nicht ganz so gelungen: Zum einen sind Starks Panikattacken etwas zu stumpf and plakativ in die Handlung eingewoben. Warum er mitunter so willkürlich zwischen selbstverliebtem Arroganzbolzen und panischem Hasenfuß changiert, hätte meiner Meinung nach besser herausgearbeitet werden müssen. Andererseits: Ist halt „nur“ ein Actionfilm und kein Charakterdrama. Die zweite Sache ist Love Interest Pepper Potts alias Gwyneth Paltrow: Warum ausgerechnet sie sein von Granatsplittern bedrohtes Eisenherz rührt, habe ich vom ersten Teil an nie wirklich nachvollziehen können, und auch im dritten Teil kommt die „ganz ganz große Liebe“ für mich chemisch nicht rüber. Aber vielleicht habe ich ja einfach nur ein Problem mit strengen (bzw. streng frisierten) Frauen. Und andererseits: Ist halt „nur“ ein Actionfilm und (glücklicherweise) keine Liebesschmonzette.

Wie auch immer: Mit „Iron Man 3“ kann man wie zu erwarten nichts falsch machen: Fette Action, gute Gags, geiler Bösewicht, großes Kino. Zur Info: Der von Shane Black abgedrehte Film ist das dato erfolgreichste Kinospektakel in 2013 und mit knapp 1,215 MILLIARDEN Dollar Einspielergebnis der fünfterfolgreichste Film aller Zeiten. ALLER ZEITEN! Das ist… stark!

Man beachte übrigens die unterschiedlichen Versionen, in denen das Kinospektakel für daheim erhältlich ist: Neben der limitierten (BD- oder DVD-) Edition inklusive Poster gibt es eine ebenfalls limitierte Variante im feschen Steelbook (BD oder DVD). Passt doch wie die Eisenfaust aufs blaue Auge: Steel = Stahl = Eisen = Iron. Oder irgendwie so.

Und jetzt pell‘ ich mir ’ne Mandarine.

Und ihr guckt Probe:

Iron Man 3

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

Ein Kommentar

  1. Yeah! Ich freu mich drauf! Iron Man war schon immer cool und die Geschichte mit Milliardär und Superheld klappt ja auch immer wieder.

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