Dwayne Johnson lässt sich in SNITCH auf einen riskanten Deal ein

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Dwayne Johnson lässt sich in SNITCH auf einen riskanten Deal ein

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Snitch - Ein riskanter Deal

Dwayne Johnson auf allen Kanälen: In wie vielen Filmen hat der Mann gewordene Felsbrocken 2013 eigentlich schon mitgespielt, 100? Gut, ganz so viele waren es vielleicht nicht. Aber immerhin fünf: „G.I. Joe – Die Abrechnung„, „Fast & Furious 6„, „Pain & Gain„, „Empire State“ und der an dieser Stelle wärmstens empfohlene „Snitch – Ein riskanter Deal„.

Das glückliche Leben von Logistikunternehmer John (der Ganzkörpermuskel) gerät eines Tages völlig aus den Fugen, als sein volljähriger Bub Jason, der bei seiner Ex-Frau lebt, plötzlich von der Polizei aufgegriffen und eingelocht wird. Auf Wiedersehen in zehn Jahren! An dieser Stelle ein kleiner Tipp: Wenn euch ein guter Kumpel anruft und sagt, dass er euch ein paar Tausend Ecstasy-Pillen in einem Päckchen nach Hause schickt, dann sagt ihr „nein!“ und nehmt es auch nicht an, wenn es trotzdem kommt!

In Jasons Fall war es nämlich so: Sein Kumpel wurde von der Drogenfahndung aufgegriffen, die ihm Strafminderung versprach, wenn er einen anderen Dealer ans Messer liefert. Dass Jason überhaupt kein Dealer ist – wen interessiert’s?! Er könnte nun das Gleiche tun und seinerseits einen Unschuldigen in die Falle locken, doch sehr zum Verdruss seines Papas weigert sich Jason und will lieber zehn Jahre Knast absitzen. Also bleibt mal wieder alles an The Rock höchstpersönlich hängen: John nervt die verantwortliche Staatsanwältin (Susan Sarandon) so lange, bis sie ihm den titelgebenden „riskanten Deal“ anbietet: Wenn er ihr einen großen Drogenfisch fängt, kommt Jason mit einem Jahr davon.

Susan Sarandon sagt den Jungs, wo es lang geht (Snitch © Tobis)

Susan Sarandon sagt den Jungs, wo es lang geht (Snitch © Tobis)

Also haut John einen seiner Lagerarbeiter, den Ex-Knacki Daniel (Jon Bernthal, Shane aus „The Walking Dead„!), an, um einen Kontakt in die Drogenwelt herzustellen. Widerwillig und mit Kohle geködert willigt Daniel ein, der seiner Familie zuliebe eigentlich sauber bleiben wollte. John stellt sich dem Dealer Malik vor und bietet ihm an, mit seinem Truck den Drogenkurier zu spielen. Und ehe er sich’s versieht, hat er mit einem mexikanischen Drogenkartell zu tun und steckt bis zum Stiernacken in der Scheiße.

Der hervorragend inszenierte Action-Thriller basiert auf wahren Begebenheiten – ist schon verrückt, was in den Staaten alles möglich ist. Kein Wunder, dass es diesem Land möglich ist, sich selbst an die Grenze zum Staatsbankrott zu katapultieren.

Das Dilemma, in dem Johnsons und auch Bernthals Figur steckt, verleiht dem Film eine Dynamik, die ihn von den ersten Minuten an von anderen, mittelmäßigen Undercover-Drogenkurier-Thriller abhebt: Wie der unbescholtene Logistikunternehmer alles mobilisiert, um seinen Sohn zu retten, und dabei immer tiefer in ein „Spiel“ hineinschlittert, das er eigentlich nicht beherrscht, macht „Snitch – Ein riskanter Deal“ zu einem mordsspannenden Trip, der in jeder Minute blendend unterhält.

Schau mir in die Augen, Großer: The Rock mit seinen neuen Kumpels (Snitch © Tobis)

Schau mir in die Augen, Großer: The Rock mit seinen neuen Kumpels (Snitch © Tobis)

Hier ein paar Shootouts, dort eine fulminante Truck-Verfolgungsjagd, gemischt mit einer Portion Gerichts- und Familiendrama – ein stark inszenierter Genrebastard mit einem erstaunlich guten Dwayne Johnson in der Hauptrolle. Nicht, dass wir ihm das nicht zugetraut hätte, aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass er daran scheitert, einen Film alleine auf seinen (viel zu schmalen!) Schultern zu tragen. Hier gelingt es erfreulicherweise.

Vielleicht ist es ja langsam mal an der Zeit, ins Charakterfach zu wechseln, lieber Herr The Rock. Nein, bitte, schlag uns nicht!!

Hier der Trailer:

Snitch - Cover

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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