Dracula, Scaramanga, Saruman CHRISTOPHER LEE ist tot

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Dracula, Scaramanga, Saruman, Count Dooku: CHRISTOPHER LEE ist gestorben

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Eine weitere Ikone des Filmbusiness ist von uns gegangen: Nur wenige Tage nach seinem 93. Geburtstag ist der große Sir Christopher Lee an Herzversagen gestorben. In seiner einzigartigen Karriere hatte der Brite in Hunderten von Filmen mitgespielt – und auf seine späten Jahre sogar den Metal für sich entdeckt.

Eine Kindheitsikone nach der anderen

So langsam kriege ich einen Moralischen: Erst letzte Woche ging der große Pierre Brice aka Winnetou von uns, vor ein paar Tagen verstarb Easy-Listening-Ikone James Last und nun ereilt uns auch noch die Kunde vom Dahinscheiden Christopher Lees.

Sein Gesicht wird wohl für immer mit dem legendären Blutsauger Dracula verbunden sein, den er in den 50ern, 60ern und 70ern in insgesamt zehn Filmen verkörperte. Auch wenn wahrlich nicht alle dieser Produktionen aus den Hammer Studios großes Kino waren, steht Lee dennoch in einer Reihe mit Dracula-Kultmimen wie „Nosferatu“-Darsteller Max Schreck oder Bela Lugosi.

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Christopher Lee als Saruman (© Warner Bros)

In diesem Jahrtausend ist uns Christopher Lee vor allem als Saruman der Weiße aus den Tolkien-Verfilmungen von Peter Jackson in bester Erinnerung geblieben: Sowohl in der ersten Mittelerde-Trilogie „Der Herr der Ringe“ als auch in den jüngeren „Der Hobbit“-Verfilmungen gab er den störrischen Zauberrauschebart mit der ihm eigenen Grandezza. Auch in Star Wars Episode II und III war er als Bösewicht Count Dooku zu sehen.

Christopher Lee – der geborene Bösewicht

Dazwischen war Lee in über 200 anderen Filmen zu sehen, in denen er aufgrund seiner einzigartigen Ausstrahlung oft den Bösewicht oder das charismatische Monster mimte, das einen mit seinen Augen fixierte und mit seiner unwiderstehlich-düsteren Aura hypnotisierte: Mal war er Frankensteins Kreatur, mal die Mumie, mal Rasputin – ich erinnere mich zum Beispiel auch noch gut an seinen fiesen Kardinal Richelieu in den „Musketier“-Filmen von Richard Lester oder seine Verkörperung des Oberschurken Fu Manchu in den Verfilmungen der Sax-Rohmer-Romane. Auch seine abgrundtief böse Performance des James-Bond-Gegenspielers Scaramanga in „Der Mann mit dem Goldenen Colt“ wird wohl ewig in Erinnerung bleiben.

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Lee entdeckt den Metal

Zudem war der Mann auch noch im hohen Alter immer wieder für eine Überraschung gut: 2010 brachte er unter dem Pseudonym Charlemagne das Metal-Album „Charlemagne: By the Sword and the Cross“ raus, nachdem er vorher bereits sporadisch mit Heavy-Metal-Bands wie Manowar und Rhapsody Of Fire zusammengearbeitet hatte. 2013 veröffentlichte er sogar noch ein zweites Charlemagne-Album.

Das Ganze hörte sich dann so an:

Nicht gut, aber egal – wenn das einer durfte, dann doch wohl Sir Christopher Lee.

Mit Christopher Lee hat das Filmbusiness einen seiner ikonischsten und charismatischsten Bösewichte verloren. Danke für die vielen intensiven Filmmomente, Sir Christopher!

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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