Die EMP Flimmerkiste zum 20. Mai 2016 featuring THE REVENANT

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Die EMP Flimmerkiste zum 20. Mai 2016 featuring THE REVENANT

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flimmerkiste-the-revenantMoin! Die heutige EMP Flimmerkiste huldigt einzig und allein einem Film: Alejandro González Iñárritus grandiosem Meisterwerk „The Revenant„, das Leonardo DiCaprio endlich den verdienten Oscar bescherte.

THE REVENANT

the-revenant-dvd-cover Endlich. ENDLICH hat Leonardo DiCaprio diesen gottverdammten Oscar!! Eine Auszeichnung, die seit Jahren überfällig ist – schließlich hat der Mann in diesem Jahrtausend noch nicht einen schlechten und sehr sehr viele grandiose Filme abgeliefert. „Catch Me If You Can“, „Aviator“, „Departed“, „Shutter Island“, „Inception“, „Django Unchained„, „The Wolf Of Wall Street“ (für den er den Oscar spätestens verdient gehabt hätte) – you name it. Im Survival-Schocker „The Revenant“ ging Leo nun aber dermaßen über seine Grenzen hinaus, dass die Jury der Academy Awards gar nicht anders konnte, als ihm den Goldjungen nun endlich zu überreichen. Sonst wäre man als Institution per se ja auch einfach nicht mehr glaubhaft gewesen.

Gedreht unter höllischen Qualen

Wie sich Leo halbtot und ausgemergelt durch die eiskalten Landschaften North und South Dakotas tankt, ist einfach bärenstark. Die Dreharbeiten fanden größtenteils im verschneiten Kanada statt, wo die gesamte Crew unter immensen Strapazen drehte – einige Mitglieder stiegen sogar während der Dreharbeiten wegen fundamentaler Erschöpfung wieder aus. DiCaprio selbst sagte, dass er beim Dreh mehrmals an sein physisches und psychisches Limit gelangt sei. Was für eine kollektive Entleibung – für einen Film! Aber, das muss man ganz klar sagen: Man sieht es „The Revenant“ in jeder Szene an, dass er unter Blut, Schweiß und Tränen entstanden ist.

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Leo feiert seinen Oscar-Triumph (© 20th Century Fox )

Habt ihr den Film eigentlich alle brav im Kino gesehen, wie ich es seinerzeit im Kinoreview gefordert habe? Ich hoffe das doch wohl! Allein die epischen Landschaftsaufnahmen von Alejandro González Iñárritus Survival-Western waren es schließlich wert, ins Lichtspielhaus zu pilgern und andächtig auf die große Leinwand zu starren.

Aber auch im Heimkino schocken die Bilder natürlich (bei entsprechender Glotzengröße) enorm – vor allem auf der erstklassigen Blu-ray. Wie Leo gegen den Grizzly kämpft oder – quasi tot – auf seiner entleibenden Rachemission mehrfach metaphorisch wiedergeboren wird, ist einfach ein einzigartiges Filmerlebnis.

Vom Survival-Trip zur ultimativen Rache-Story

Der Film spielt im Jahr 1823, in dem eine Expedition der Rocky Mountain Fur Company tief im Indianergebiet nach lukrativen Fellen jagt. Als sie von Arikaree-Indianern angegriffen werden, überlebt nur ein kleiner Teil der Gruppe, der fortan im Feindesland ums Überleben kämpft und dabei nicht nur vor den Indianern, sondern auch der unwirtlichen Natur gebeutelt wird. Unter kundiger Führung von Trapper Hugh Glass (DiCaprio) verlassen sie den Fluss, wo sie eine einfache Zielscheibe bilden, und schlagen sich auf dem Landweg in Richtung „Zivilisation“ durch. Doch Glass wird bei einem Erkundungsgang von einem Bären angefallen und von diesem halbtot zurückgelassen.

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Gut gemeinter Tipp: Legen Sie sich nicht mit diesem Mann an! (© 20th Century Fox )

Mit einem Verwundeten im Gepäck wird die Gruppe nicht weit kommen, also stellt der Anführer der Gruppe, Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson aus „Star Wars: Das Erwachen der Macht„), den grimmigen John Fitzgerald (Tom Hardy, „Legend„, „Mad Max: Fury Road„, „Warrior„), den unerfahrenen Bridger (Will Poulter) und Glasses indianischen Halbblut-Sohn Hawk ab, den Verwundeten so lange wie möglich zu versorgen und dann in Frieden sterben zu lassen. Doch Fitzgerald hat seine eigenen Pläne und will der Natur etwas nachhelfen – ein fataler Fehler, denn Glass begibt sich auf den ultimativen Rachetrip und scheint dafür sogar den Tod zu besiegen.

Einfach genial: Alejandro González Iñárritu

The Revenant“ ist – bei aller visueller Eleganz und Schönheit – nichts für schwache Nerven: Einige Szenen des Survival-Trips sind echt ziemlich krass geraten. Iñárritu, der zuvor bereits fantastische Filme wie „Birdman“ „Biutiful“ oder „Babel“ abgeliefert hat, präsentiert hier einen virtuos inszenierten Abenteuerfilm, wie man ihn in dieser Intensität wohl noch nie gesehen hat. Völlig zu Recht gab es dafür zwölf Oscarnominierungen – von denen der Film drei einstreichen konnte. Neben dem Oscar für den besten Hauptdarsteller gab es Auszeichnungen für beste Regie und beste Kamera.

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Leo bei einem seiner zahlreichen Erweckungserlebnisse (© 20th Century Fox )

Sprich: Jeder Mensch, der etwas auf seinen Filmgeschmack hält, muss „The Revenant“ gesehen haben – für mich einer der besten Filme der letzten Jahre. Punkt, aus!

The Revenant – der Trailer:

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Davor habe ich jahrelang als Redakteur für diverse Filmmagazine gearbeitet sowie für einschlägige Metalmedien geschrieben und fotografiert. Lieblingsfilme? Zu viele. Unter anderem aber die „The Raid“-Filme, „Into The Wild“ und „Adams Äpfel“. Lieblingsserien? "Breaking Bad", "Better Call Saul", "Game Of Thrones", "Mad Men" und und und. Musikalisch kann man mich - wenn man wollte - mit Bands wie Ghost, Kvelertak, Mantar, Parkway Drive und, klar, Maiden gefügig machen. Besucht mich doch mal bei Instagram, wo ich meine Livebilder aus dem Metal- und Rock-Game zur Schau stelle: @67rocks.

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