Der Spion, den wir liebten: ROGER MOORE ist tot

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Der Spion, den wir liebten: ROGER MOORE ist tot

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Sieben Mal. Sieben Mal hat Roger Moore zwischen 1973 und 1985 die Rolle des James Bond gespielt – öfter als jeder andere Schauspieler in der langen Geschichte dieser außergewöhnlichen Franchise. Nun ist der legendäre britische Mime im Alter von 89 Jahren verstorben – als erster Bond-Darsteller überhaupt.

Roger Moore veränderte James Bond

Als Moore im 1973er „Leben und sterben lassen“ erstmals als Geheimagent im Dienste seiner Majestät in Aktion trat, war der Aufschrei bei den Fans immens: Dieser biedere Mittvierziger sollte den frauenverführenden Obercharmeur James Bond spielen? Der war ja sogar noch älter als sein Vorgänger Sean Connery, der Ian Flemings legendären Agenten jahrelang auf der Leinwand geprägt hatte!

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Roger Moore in seiner Paraderolle als 007 (© 20th Century Fox)

Doch auch wenn Moore die Rolle etwas lässiger interpretierte als sein Vorgänger Connery (und Interims-Bond George Lazenby) und 007 einen bis dato unbekannten selbstironischen Touch verlieh, wuchs er einem doch schnell ans Herz: Mit „Leben und sterben lassen“ (1973), „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974), „Der Spion, der mich liebte“ (1977), „Moonraker – Streng geheim“ (1979), „In tödlicher Mission“ (1981), „Octopussy“ (1983) und „Im Angesicht des Todes“ (1985) prägte er den Bondfilm der 70er und 80er Jahre und ist heute ein fester Bestandteil in der Historie der legendären Filmreihe.

Späte Berufung für Roger Moore

Bevor er mit 45 Jahren die Rolle des James Bond übernahm, hatte der 1927 in Stockwell geborene Roger Moore bereits diverse Filme in seiner Schauspiel-Vita, war aber vor allem durch Fernsehserien in Erinnerung geblieben: In „Simon Templar“ und „Die 2“ hatte er seine Tauglichkeit für spätere Agenten-Tätigkeiten unter Beweis gestellt.

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Erfahrung ist alles: Roger Moore in typischer Bond-Pose (© 20th Century Fox)

Der zynische, selbstzerstörerische und schnelle Flitzer fahrende James Bond, den Daniel Craig in den letzten vier Filmen so grandios verkörpert hat, wäre ohne Roger Moore sicherlich undenkbar gewesen. Möglicherweise gäbe es die Reihe heute gar nicht mehr, wenn Moore die Rolle damals nicht übernommen und den aalglatten James Bond des Sean Connery mit ein paar Ecken und Kanten ausgestattet hätte.

Nach seinem letzten Auftritt in „James Bond 007 – Im Angesicht des Todes“, bei dem er schon stolze 57 Jahre alt war, zog sich Moore erst einmal für ein paar Jahre aus dem Business zurück und knüpfte danach auch nicht wieder an die Erfolge der Bond-Rollen an – Jean-Claude Van Dammes „The Quest“ von 1996 war da noch einer seiner erfolgreicheren Filme.

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Er weiß einfach, wie man mit Frauen umgehen muss (© 20th Century Fox)

Rest in peace, Roger Moore

89 Jahre sind ein wahrlich stolzes Alter – und doch ist die Trauer ob Roger Moores Tod groß. Der Mann hat schließlich maßgeblich die Jugend von vielen von uns geprägt. Rest in peace, Roger Moore – und danke für die vielen tollen 007-Momente!

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Davor habe ich jahrelang als Redakteur für diverse Filmmagazine gearbeitet sowie für einschlägige Metalmedien geschrieben und fotografiert. Lieblingsfilme? Zu viele. Unter anderem aber die „The Raid“-Filme, „Into The Wild“ und „Adams Äpfel“. Lieblingsserien? "Breaking Bad", "Better Call Saul", "Game Of Thrones", "Mad Men" und und und. Musikalisch kann man mich - wenn man wollte - mit Bands wie Ghost, Kvelertak, Mantar, Parkway Drive und, klar, Maiden gefügig machen. Besucht mich doch mal bei Instagram, wo ich meine Livebilder aus dem Metal- und Rock-Game zur Schau stelle: @67rocks.

Ein Kommentar

  1. Farewell, Sir Roger Moore!

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