Captain America is back: THE RETURN OF THE FIRST AVENGER jetzt im Kino

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Captain America wurde entfrostet: THE RETURN OF THE FIRST AVENGER startet im Kino

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The Return Of The First Avenger

Und weiter geht’s im Superhelden-Kanon: Mit „The Return of The First Avenger“ schlüpft Chris Evans zum zweiten Mal nach seinem ziemlich erfolgreichen ersten Ausflug von 2011 – „Captain America“ – in die sexy Spandexhosen des Stars’n’Stripes-Überhelden Captain America. Beziehungsweise eigentlich schon zum dritten Mal: Bei „The Avengers“ von 2012 trug er ja – neben „Iron Man“, „Thor“ und „Hulk“ – ebenfalls maßgeblich zur Weltrettung bei. Warum man sich den zweiten „Captain America“ unbedingt im Kino reinziehen sollte? Das steht hier:

Ehrlich gesagt war ich kein großer Freund des ersten „Captain America“ – Chris Evans wirkte in dem (selbst für Comic-Helden) ziemlich albernen Kostümchen in Amerikafarben einfach zu glatt und geleckt. Gerade in Zeiten innerlich zerrissener Charaktere wie „The Dark Knight“ oder „Iron Man“ hatte der aufgepimpte Supersoldat Captain America für mich irgendwie zu wenig Charisma und Tiefgang. Der erste Teil war daher ein mittelmäßiger Superhelden-Actioner – nicht mehr und nicht weniger.

Beim zweiten Teil „The Return of The First Avenger“ ist das anders: Das überzogen Comic-hafte des Erstlings ist verflogen und einer gewissen existenziellen Ernsthaftigkeit gewichen. Allein schon wegen des dezent farbentsättigten Looks des Films hat dieses Marvel-Abenteuer einen ganz anderen Charakter als der bunte Vorgänger.

Mehr als nur ein Grüßaugust: S.H.I.E.L.D-Obermacker Pierce aka Robert Redford (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Mehr als nur ein Grüßaugust: S.H.I.E.L.D-Obermacker Pierce aka Robert Redford (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Kurze Zwischenfrage: Warum heißt der Streifen eigentlich „The Return of The First Avenger“ – und nicht wie im US-Original „Captain America: The Winter Soldier“? Die Vermutung liegt nahe, dass hier findige Marketingstrategen am Werk waren: Den ersten „Captain America“ von 2011 sahen etwa 340.000 Deutsche im Kino – zu „Marvel’s The Avengers“ strömten nur ein Jahr später mehr als sechsmal so viele (2,24 Millionen!) in die Filmpaläste. Man muss vermutlich noch nicht mal ein findiger Marketingstratege sein, um zu erkennen, dass „The Avengers“ im Titel wesentlich besser zieht als „Captain America“. /Zwischenfrage.

Nachdem sich Supersoldat Steve Rogers alias Captain America nach seinem Kälteschlaf einigermaßen mit der Gegenwart angefreundet hat, muss er auch schon wieder für die Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. an die Front und ein von Terroristen gekapertes Schiff befreien. Nach erfolgreichem Abschluss der Mission, an der auch Natasha Romanoff aka Black Widow (Scarlett Johansson) beteiligt ist, muss der Captain jedoch von S.H.I.E.L.D.-Direktor Nick Fury (Samuel L. Jackson) erfahren, dass die Organisation von dunklen Kräften unterwandert ist. Als Fury verschwindet, steht Captain America plötzlich selbst auf der Abschussliste. Und sieht sich einem übermächtigen Feind gegenüber, der ihm irgendwie bekannt vorkommt.

Mit dem Winter Soldier ist nicht gut Kirschen essen (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Mit dem Winter Soldier ist nicht gut Kirschen essen (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Wie es sich für einen Action-Blockbuster gehört, gibt es natürlich auch hier eine spektakuläre Eingangssequenz, bei der allerdings so viel Over-the-top-Actionalarm herrscht, dass man fast schon gar nichts mehr erkennen kann. Glücklicherweise finden die Russo-Brüder Anthony und Joe, die das Regiezepter von Joss Whedon übernommen haben (der stattdessen beim für 2015 anvisierten zweiten Avengers-Film „Avengers: Age Of Ultron“ regieren wird), danach eine bessere Linie bei den Action-Szenen, die einen oft sprachlos zurücklassen: In der ersten Hälfte des Films kommt es zum Beispiel zu einer Verfolgungsjagd durch Washington D.C. mit exorbitantem Karambolagefaktor – das vergisst man so schnell nicht. Noch fetter ist sogar die erste Begegnung zwischen Captain America und dem Winter Soldier – da bekommt der Action-Freund auch schon mal schweißnasse Hände und Pipi in den Augen. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle sogar schreiben: „Das ist das Bombastischste, was ich je gesehen habe“, aber da ich inzwischen auch schon 30 Minuten von „The Amazing Spider-Man 2“ sehen durfte (wir berichteten), stimmt das ja inzwischen leider nicht mehr. Aber immerhin: Das ist das Zweitbombastischste, was ich je gesehen habe!

Kann man der Black Widow trauen? (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Kann man der Black Widow trauen? (The Return Of The First Avenger © Marvel)

Sagen wir es also so: Wer „Captain America“ mochte, wird sicherlich auch beim Nachfolger „The Return of The First Avenger“ Spaß haben. Und wer (wie ich) den ersten Teil nicht mochte… sollte dem zweiten eine Chance geben!

Einziger Wermutstropfen: Beim ersten Teil fand ich besser, dass sich die Handlung an/in vielen verschiedenen Orten/Ländern abspielte – die Szenerien im zweiten Teil sind dann doch ein wenig beschränkt. Aber wenn die Handlung und Action stimmt, ist das absolut verkraftbar. Zumal der Charakter Captain America hier irgendwie ein wenig mehr… äh… Charakter hat.

Hier zum Anfixen der Trailer:

The Return Of The First Avenger

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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