Alfie Allen alias Theon Greyjoy aus GAME OF THRONES im Interview

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Alfie Allen alias Theon Greyjoy aus GAME OF THRONES im Interview

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Game Of Thrones - Alfie Allen

Liebe Starks, Lannisters, Targaryens, Greyjoys und wie ihr sonst noch so heißen möget: Die dritte Staffel „Game Of Thrones“ steht vor der Heimkinotür! Am 31. März geht das Ränkespiel um den Thron von Westeros auf Blu-ray und DVD in die nächste Runde – freut ihr euch auch schon den Popo (k)nackig? Wir nehmen die Veröffentlichung der dritten Season zum Anlass, um hier im Filmblog in den nächsten Tagen ein wenig „Game Of Thrones“-Alarm zu machen. Ist das okay für euch? Dachten wir uns doch! Neulich haben wir ja schon Michelle Fairley alias Catelyn Stark an die Interview-Kandare genommen, heute widmen wir uns Fiesemöpp Theon Greyjoy (oder wie man im Deutschen so schön sagt: Graufreud), der in der Serie von Alfie Allen verkörpert wird. Der ist übrigens der jüngere Bruder von Pop-Sängerin Lily Allen, falls das jemanden interessiert. Aber was wollen wir schon mit Pop, wa? Wie auch immer: Leset, was der graue Freund, der sich beim Treffen als angenehmer Zeitgenosse erwies, zu seiner Verteidigung zu sagen hat:

(Spoiler-Info: ungefährlich!)

„Hey Dad, wie findest du diese Sexszene?“

Alfie, deine Eltern sind schon lange im Filmbusiness tätig. War es dadurch schwerer für dich, dich zu beweisen?

Mein Dad spielte natürlich eine große Rolle bei meinem Wunsch, selbst Schauspieler zu werden, aber ich empfinde keinen besonderen Druck, ihm irgendwas beweisen zu müssen. Ich bin ja jetzt schon besser als er (lacht).

Wenn der Sohn eines Schauspielers ebenfalls ins Business einsteigt und Jobs bekommt, sagen die Leute ja oft so was wie „der ist da nur wegen seines Vaters rangekommen“. Sich dann in einer Show wie „Game Of Thrones“ zu behaupten, ist natürlich eine schöne Art, den Leuten zu zeigen: „Schaut her, ich bin hier, weil ich gut bin!“

Definitiv. Das ist nett, dass du das sagst, ehrlich. Oder war das gerade eine Frage (lacht)? Generell ärgert es mich aber, wenn sich die Leute über so etwas aufregen. Wenn du ein Klempner bist und dein Sohn möchte auch Klempner werden, dann wirst du ihm doch auch helfen, ein Klempner zu werden, oder nicht? Außerdem denke ich auch nicht, dass mir mein Dad oder sonst jemand groß dabei geholfen hat, Schauspieler zu werden. Ich stand damals vor der Wahl, ob ich an die Schauspielschule gehe oder nicht – und da ich schon einen Agenten hatte, entschloss ich mich dazu, einfach mit dem Arbeiten anzufangen, da man sich das meiner Meinung nach auch alles selbst beibringen kann. War das jetzt eigentlich eine Antwort auf deine Frage?


Passt schon. Wie schwer war es denn, an die Rolle in „Game Of Thrones“ ranzukommen?

So etwas wie dieses Casting hatte ich vorher noch nie erlebt: Ich war bei sieben Vorsprechen und habe den gleichen Prozess durchlaufen wie jeder andere auch. Die Amerikaner machen das ein bisschen anders als die Engländer: Sie entscheiden sich, wen sie als Schauspieler mögen, und dann überlegen sie, welche Rolle für ihn gut wäre. Ich fand das schon ziemlich cool, da hinzugehen und nicht zu wissen, wen ich überhaupt spielen sollte. Für die war ich nur ein unbekannter Schauspieler, und ich kann aufrichtig sagen, dass ich gecastet wurde, weil meine Audition-Tapes gut waren. Und nicht wegen Vitamin B oder sonst was.

Theon, die alte Zecke, führt etwas im Schilde... (Game Of Thrones © Warner)

Theon, die alte Zecke, führt etwas im Schilde… (Game Of Thrones © Warner)

War Theon denn auch deine persönliche Wahl?

Yeah. Ich habe für verschiedene Rollen vorgesprochen, wusste aber nicht viel über das Ganze, da ich die Bücher nicht gelesen hatte. Wenn mich die Leute fragen „Warum hat dich diese Rolle gereizt?“, dann sage ich immer: „Weil sie sie mir angeboten haben.“ (lacht) – wenn du verstehst, was ich meine. Ich hätte natürlich gerne den Luxus, mir meine Rollen aussuchen zu können, aber so weit bin ich noch nicht.

Hat dich der Erfolg der Show überrascht?

Na ja, man weiß ja vorher nie, was passieren wird. Aber durch die Fanbase der Bücher allein war uns ja von Anfang an großes Interesse sicher.

Das kann natürlich auch problematisch sein.

Weil man dem Ganzen gerecht werden muss? Das stimmt schon, aber ich denke, dass die Schreiber und wir Darsteller das geschafft haben. Der Druck war dadurch aber nicht höher. Die Fans der Bücher tendieren ja ohnehin dazu, meine Figur nicht sonderlich zu mögen. Das war mir auch relativ egal, aber ich wollte erreichen, dass man mit ihm mitfühlen kann – auch wenn man ihn nicht unbedingt leiden mag.

Der graue Freund in voller Montur (Game Of Thrones © Warner)

Der graue Freund in voller Montur (Game Of Thrones © Warner)

Gefällt dir Theons moralischer Wandel?

Auf jeden Fall. Ich finde aber gar nicht mal, dass er sich groß verändert. Ich denke, er trifft einfach nur die falschen Entscheidungen, obwohl er eigentlich die richtigen treffen will. Seine Moral ist eigentlich relativ konstant, nur ist er nicht besonders clever bei seinen Entscheidungen – und das wirkt sich letztlich auf seine Taten aus.

Spielst du gerne den Bösewicht?

Das tue ich absolut! Ich denke, ich werde wohl nie James Bond spielen – aber vielleicht ja mal einen Bond-Bösewicht (lacht).

Was war für dich als Schauspieler die größte Herausforderung?

Die zweite Season war für mich sehr viel schwieriger. In der ersten ging es im Prinzip nur darum, den Außenstehenden zu spielen. Jon Snow ist das zwar auch, aber ich bin der einzige, der nicht blutsverwandt mit den Starks ist. Also musste ich diese tiefliegende Identitätskrise darstellen, mich aber trotzdem mit der Situation abfinden und nicht verbittert darüber sein. Dann und wann konnte ich es mal ein bisschen durchschimmern lassen, aber nicht zu sehr, denn ich wurde ja von Ned Stark zu einer ehrenhaften Person erzogen. Als Schauspieler war das definitiv interessant, auf der einen Seite Loyalität zu den Starks zu zeigen, aber auch ein kleines bisschen Verbitterung anzudeuten.

Es gibt einige Sexszenen in „Game Of Thrones“. Du hast so etwas zwar schon vorher gespielt, aber ist es nicht trotzdem ein wenig unangenehm, wenn dabei so viele Leute zugucken?

Auf der Bühne ist es definitiv einfacher, weil man mehr im Moment ist und auch nicht die Gesichter der Zuschauer sehen kann, da einen die Beleuchtung so sehr blendet. Am Set stehen da jede Menge Leute mit Kameras und Leuchten um dich rum, während du halb nackt bist – das kann schon ein bisschen komisch sein. Aber man gewöhnt sich dran.

Schön mal dem Freund in den Rücken schießen, wa? (Game Of Thrones © Warner)

Schön mal dem Freund in den Rücken schießen, wa? (Game Of Thrones © Warner)

Und wie fühlt es sich dann an, wenn an diese Szenen mit Freunden oder Familie guckt?

Das habe ich noch nie gemacht und werde es auch nicht tun! Es ist schon schwierig genug, das mit Fremden zu gucken, aber mit der Familie wäre einfach unerträglich.

Sollen sie das überhaupt sehen?

Na klar, ich habe ihnen gesagt, dass sie es schauen sollen. Die kommen schon damit klar – es ist ja nur ein bisschen Nacktheit. Die Brutalität finden einige in meiner Familie da schon deutlich schlimmer. Über die Sexszenen habe ich aber noch nie wirklich mit ihnen geredet. Wie soll das auch laufen? „Hey, wie findest du diese Sexszene, Dad?“ (lacht).

In so einer Fantasy-Serie mitspielen zu dürfen, ist das wie ein wahr gewordener Jungentraum?

Absolut. Obwohl „Game Of Thrones“ ja keine typische Fantasy ist – es geht nicht so sehr um Magie und solche Sachen, sondern eher um Politik und die Darstellung der Charaktere. Die Figuren sind nicht nur schwarz und weiß, sondern sehr viel komplexer. Das ist ja generell oft so bei HBO-Shows: Man weiß nie so wirklich, wie sich die Charaktere entwickeln. Bei so etwas mit dabei sein zu dürfen, ist wirklich klasse. Und natürlich darf ich viel mit Schwertern rumfuchteln – das ist ziemlich cool (lacht).

Das war’s erst mal mit Herrn Greyjoy. In den nächsten Tagen gibt‘ dann noch ein weiteres Interview mit… dem Kingslayer!

Die 3. Staffel von „Game Of Thrones“ ist ab 31. März endlich fürs Heimkino erhältlich und schaut so aus:

Game Of Thrones - Season 3

Autor: Ben

Moin! Ich bin Ben und schreibe seit 2013 für den EMP-Filmblog. Das kann ich wohl ganz okay, weil ich jahrelang als Redakteur für diverse Film-Magazine gearbeitet habe. Ein feuchtes Höschen bekomme ich bei den „The Raid“-Filmen und „Deadpool“, aber auch Melancholisches wie „Into The Wild“ oder „Only Lovers Left Alive“ und Dänenkomödien à la „Adams Äpfel“ erfreuen mein Herz. Musikalisch kann man mich z. B. mit Ghost, Kvelertak, Mantar und, klar, Maiden gefügig machen. Meine Website: benrocks.de! – oder checkt doch mal @Foitzinger auf Snapchat aus!

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